KSC-BVB

Veröffentlicht: 21. Januar 2008 von juetty in Profis

Um hier etwas mehr präsentieren zu können gibt`s entgegen jeglicher chronologischer Abläufe noch einen kurzen Bericht zum Spiel gegen den KSC.
Zu einer sehr unchristlichen Zeit ging es in den frühen samstäglichen Morgenstunden durch den Regen zum Dortmunder Busbahnhof. Nachdem der kranke Mob der WET-Fahrer schon 2 1/2 Stunden unterwegs war ging unsere Reise mit dem Bus um kurz nach 7 los.
Ich hatte mir mein Nest neben Matze gebaut und blicke hoffnungsvoll auf die kommenden Stunden. Die ersten Biere und die ersten Schlücke aus der Wodka-Energie Flasche schmeckten auch schon wieder recht gut, was eine unterhaltsame Fahrt versprach.
Bis 12 Uhr wurde viel Quatsch erzählt, bevor mich mein steigender Pegel zu einem Alkoholstopp veranlasste. Auf einem Rastplatz, wo einer unser Mitfahrer am Spielautomaten aus ein paar Cent mal eben knapp 200€ machte, sahen wir dann,als der Bus der Goalgetter knapp 20 torkelnde halbnackte Männerkörper entlud, dass anderswo kräftig weiter getrunken wurde . Naja, wer`s mag…
Gegen 1-2 Uhr erreichten wir dann das schöne Karlsruher Wildparkstadion. Dem Stadion sieht man schon von weitem an, dass dort Tradition drin steckt. 4 große Flutlichter, 2 unüberdachte Kurven hinter einer Laufbahn und 2 überdachte, jeweils in 2 Etagen unterteilte Geraden bildeten den Rahmen um den Fußballplatz. Während sich der Gästeblock am Ende einer Kurve befand, sammelt sich der akitvste Kern der Karlsruher im unteren Teil der sichtlich gealterten Geraden.

Während uns aus Dortmund die Kunde erreichte, dass das Spiel unserer Amateure aufgrund heftiger Regenfälle abgesagt werden musste, konnten wir unsere Körper, auf den alten Stufen des Gästeblocks liegend, dem strahlenden Sonnenschein ausliefern. Es hätte so ein schöner Nachmittag werden können…

Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen und hätte die Borussia nicht unterirdisch gespielt, hätte vielleicht mehr als ein 1:3 drin sein können. So aber hatten wir die vom KSC verdienten Punkte leider in Baden zu lassen. Meine Stimmung tröstete dann vorrübergehend auch kein Sonnenschein, keine schönes Wetter und auch keine nette Stimmung im weiten Rund.

Nachdem ich noch einmal die Gästetoiletten besucht hatte, welche hier beim KSC aus 4 Dixi Klos bestehen, und uns die Polizei gegen 18Uhr aus dem Stadion eskortierte stellte sich mir nun dir Frage was ich mit dem angebrochenen Tag noch anfangen sollte. Da die Möglichkeiten in so einem Bus ja recht beschränkt sind, kamen für mich nur 2 Sachen in Frage. Entweder meinem komplett entalkoholisierten Körper nochmal auf Temperaturen zu bringen oder dieses zu lassen und ein wenig die Augen zu zumachen. Während ich so für mich abwägte, trat noch eine 3. Möglichkeit ans Tageslicht. An Bord gab es noch ein paar Exemplare des Buchs über den großen Kampf eines Berliner Fußballfans und seinem Umfeld gegen seine Leukämiekrankheit.
Nachdem ich mich zum Kauf entschieden hatte, las ich das packende Buch bis kurz vor Dortmund durch.
Ein sehr zu empfehlendes Buch, welches von der Stiefmutter des kranken Bennys geschrieben wurde und über das kurze Leben von Benny und den zahlreichen Helfern berichtet. ( http://www.remember-benny.de/index.php?id=14 )
Wieder in Dortmund angekommen ging es dann für manch einen mit dem Zug weiter, für manch einen in die Kneipe und für mich persönlich ins Bett. Die Lust großartige Dinge anzustellen war irgendwie verschwunden.

Jütty

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