Derby

Veröffentlicht: 12. Februar 2008 von juetty in Profis

48 Stunden sind nun seit der schmerzlichen Niederlage ins Land gezogen und ich versuche mich mal an dem Bericht. Falls der Text hier plötzlich endete und nur noch µt&üö%%$?=@^³ steht, hat mich die Wut wieder gepackt…

Anfangen hat das Wochenende eigentlkich ganz gut. Fast vollzählig war unsere ganze Zone09-Bande beim Rock gegen GE vertreten und man stimmte sich wie letztes Jahr aufs Derby ein. 3Dirty7, Pommes Schwarz-Gelb und Bums, welche zum ersten mal seit 1993 wieder spielten, heizten ordentlich ein. Selbst mich zog es bei Bums 2-3 mal in die pogende Borussenmeute. Da das Konzert allerdings schon um 11 Uhr enden musste, konnten wir vorm Derby nochmal ordentlich Schlaf tanken. Es gab zwar morgens ein paar Bescherden über die Lautstärke in meinem Zimmer, ich habe aber von dem angeblichen Kettensägen-Massaker nichts mitbekommen. Müssen sich Achim und Pulle wohl geirrt haben…
Nach einem guten Frühstück (Danke Punky!) ging es dann zum Friedensplatz von wo aus man abermals einen Derbymarsch zum Westfalenstadion veranstaltete. Hier fing der Tag leider an bescheiden zu werden. Es waren meiner Meinung nach zwar etwas mehr Leute da als beim letzten Marsch, was aber die Qualität eher schmälerte. Irgendwie fehlte das nötige Feuer im Marsch und gewisse Leute können wohl nicht ohne Vandalismus zum Stadion gehen. Wo sonst manche U-Bahn schaden nimmt, waren es diesemal 1-2 Autos und Fensterscheiben der Dortmunder Bevölkerung. Großes Tennis!
Am Stadion angekommen ließen sich nicht wenige auch noch dazu verleiten hinter einer Polizeikette gegen die Blauen zu stänkern, was ebenfalls eher peinlich wirkte.

Nachdem wir kurze Zeit später unser Plätze auf der Südtribüne bezogen hatten kam so langsam Derbystimmung auf. Spätestens nachdem die blauen Viecher größtenteils im Gästeblock waren und wir uns gegenseitig diverse Lieder um die Ohren hauten, spürte man, dass Derbyfieber. Positiv hervorheben kann man diesmal übrigens das Vorprogramm. Ich nahm sehr wenig Werbung, Lieder oder sonst was wahr, wodurch sich beide Seiten gut einsingen konnten. So kann man es gut im Stadion aushalten.

Zum Spiel selber will ich wenig schreiben. Ausgerechnet der Vorzeigeblaue Asamoah erwischte einen guten Tag, während einer unserer wahren Borussen auf dem Platz, Amedick, einen Raabenschwarzen Tag erwischte. So ging es nach zwei geschenkten Toren auch mit einem 1:2 Rückstand in die Kabine. Nach der Pause wurde es auch nicht besser. Petric glich zwar noch aus, aber nach der Roten Karte für Dede sorgte Ernst, mit dem ersten nicht vermeidbaren Tor für den 2:3 Siegtreffer der blauen Brut.
Wie schon in Duisburg schenkte man durch ein misserables Abwehrverhalten den durchaus möglichen Sieg her. Im Derby natürlich besonders bitter.

Die Stimmung war auf beiden Seiten eigentlich recht in Ordnung. Beide Seiten verspürten zu Zeiten wohl eine lähmende Anspannung, aber hier und da wurd es auf beiden Seiten recht laut. Ansonsten durfte man sich als Borusse noch gedemütigt fühlen durch ein paar geklaute, schwarzegelbe Fanutensilien, welche im Gästeblock zum Vorschein kamen. Leider brannten bei einigen Leuten daraufhin die Sicherungen durch und sie versuchten im Kameraüberwachten Stadion in den Gästeblock zu gelangen. Dies rief natürlich die Polizei auf den Plan und es dürfte mit etwas Pech nun wohl mit ein paar Stadionverbote für unsere Jungs zu rechnen sein.

Naja, alles recht frustrierend. Nach dem Spiel ging es für die meisten unserer Leute wieder zum Bahnhof und in Richtung Heimat, während Horti und ich noch zusammen mit einigen Hundert Borussen in Richtung Kreuzviertel liefen. Nachdem wir plötzlich irgendwelche blauen Gesänge hörten, durften wir feststellten, das einige Blaue mal wieder Narrenfreiheit hatten und durch unser Stadt zum Bahnhof laufen durften. Als wir kurz darauf auf uns aufmerksam machten, liefen sich die blauen Viecher erstmal gegenseitig über den Haufen, ehe wir abermals von der Polizei festgehalten wurden und die Blauen beruhigt ihren Weg fortsetzen konnten. Wieder mal verkehrte Welt in Dortmund.

Irgendwann durfte man dann aber doch noch weiter und trank mit ein paar Bier noch den gröbsten Frust weg. Als sich dann aber noch ein Szenekundiger Beamter an unsere Kneipe einfand, uns schon das Stehen auf dem Bürgersteig verbieten wollte und die Freiheiten der Blauen mit dem Worten „Was soll ich machen? Soll ich ihnen verbeiten zu laufen?“ begründen wollte, war all der Frust wieder da.

Während uns so gut wie überall vorgeschrieben wird wie wir wieder zurück nach Dortmund zu kommen haben, können die Blauen bei uns in Dortmund per Flyer zu gemeinsamen Märschen aufrufen und diese dann natürlich auch durchziehen. Ist sicherlich eine angenehme Sache für die Blauen, dass der verantwortliche Polizist ebenfalls zu den Blauen hält. Ne, ich rech mich nich auf!

Naja, jetzt dürfen wir kommenden Samstag nach Cottbus fahren und wenn es dort wieder eine Niederlage gibt, stehen wir maximal noch 4 Punkte vor den Abstiegsplätzen, wieder im Abstiegskampf und genau dort, wo wir möglichst nicht hin wollten. Alles kacke!

Jütty

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