Bremen-BVB

Veröffentlicht: 10. März 2008 von juetty in Profis

Es sollte die erste größere WET-Tour des Jahres werden und dem entsprechend groß war die Vorfreude. Schön für wenig Geld Zug fahren, 1-2 Bierchen trinken, wichtige Dinge des Lebens besprechen und so weiter. Leider zog dann sturm Emma auf, welcher wohl eher nach unserm komischen Bienenmaskotchenviech benannt wurde als nach Lothar „Emma“ Emmerich. Der komische Wind brachte unsern WET-Plan gehörig ins wanken und veranlasste uns gegen 6-7 Uhr schon zu elementaren Alternativplanereien. Glücklicherweise fand sich mit Neuhaus ein Fahrer, der spontan seine Dienste anbot. (Nomma Danke!)

Dummer Weise war unser Zugfahrkarte aber schon am Vorabend gekauft worden, womit die Reisekosten von 7 auf 17€ pro Person stiegen. Nachdem wir uns dann beim Bäcker ein Frühstück gönnten und Pudding uns mitteilte, dass er es mit dem Zug nicht zu uns schaffen würde, holten wir ihn, nachdem er knapp 2h an seinem Bahnhof lungerte, ab;-)

Dann begann die großartige Autofahrt mit 5 Mann. Ein bißchen eng war es hinten… Naja, aber wir hatten ja ein supitolles Rotationsprinzip eingeführt. Dummerweise fiel ich genau diesem zum Opfer. Bei jedem Halt rückten alle Beifahrer einen Platz weiter, womit ingesamt eigentlich jeder gleich scheiße sollte. Eigentlich…

Auf der Hinfahrt genoss ich aufgrund meiner Blase, die sich kurz vorm Bremen mit Nachdruck meldete, nur ein paar Minuten den Platz neben dem Fahrer und auf der Rückfahrt schaffte ich es, dank nur zweier Pausen, von hinten links nach hinten rechts zu rotieren. Wahnsinn!

In Bremen selber ging es nach kurzem Kneipenaufenthalt ins Stadion. Hier durfte

man feststellen, dass es wohl insgesamt viele Probleme mit den Zugverbindungen gegeben haben musste. Nicht wenige trafen erst kurz vor Anpfiff oder danach ein. Der Gästeblock dürfte aber trotzdem komplett gefüllt gewesen sein. Also es haben wohl letztendlich fast alle ins Stadion geschafft. Das Spiel war in der 1. Halbzeit eigentlich ganz anständig. Leider jubelten wir aber einmal umsonst, da uns ein Tor wegen Foulspiel aberkannt wurde, und die Bremer einmal unberechtigt, da deren Abseitstor in der 45. Minute nicht aberkannt wurde. Dumme Sache für uns.
Leider schien unsere Mannschaft deswegen in der 2. Halbzeit beleidigt gewesen zu sein und stellte ihr Ofensivspiel größtenteils ein. Somit ging die 2:0 Niederlage auch durchaus in Ordnung. Naja, um mal einen Bremer Fangesang zu zitieren: „Gegen Bremen kann man mal verlier`n!) Die Stimmung empfand ich auf beiden Seiten eher mau. Wir hatten schon bessere Auftritte in fremden Stadien und auch die Bremer waren schonmal besser drauf.

Nach dem Spiel sollte es dann recht zügig wieder zurück zum Auto gehen, welches unweit vom Stadion geparkt war. Wir liefen dann mit einer Hand voll anderen Dortmundern in Richtung unseres Wagens. Dummerweise trugen die anderen Borussen recht offentsichlich ihr Fahnenbündel spazieren, wofür sich die Bremer Ultrafraktion doch relativ schnell interessierte. Da diese auch ein paar Mann mehr stellten und man die Fahnen nicht in der Hansestadt lassen wollte, legte wir den 5. Rückwärtsgang ein. Somit ist dann niemandem vom uns was abhanden gekommen.

Erwähnt sei allerdings noch meine spitzenmäßige Rutschpartie, welche mich eventuell dazu veranlassen könnte mal Skispringer zu werden. Im vollen Sprint steuerte ich einen matschigen Hügel an, auf dem ich jeglichen Halt verlor. Als ich nach einem großen Sprung Boden unter den Füßen hatte, merkte ich, dass dieser recht seifig war. Meine Füße bewegten sich leider etwas schneller nach vorne als mein Oberkörper, was zur Folge hatte, dass ich mich schon eingesaut auf dem Rücken rutschend sah. Netterweise stoppte dann ein Stein oder eine Wurzel meine Füße, womit ich diese wieder unter meinen Körper bekam. Daraufhin entdeckte ich dann mein Skisprungtalent und rutschte wie der junge Jens Weißflog den restlichen Hügel hinab. Eine Kamera, die das Highlight meiner sportlichen Laufbahn festhielt, konnte ich leider nicht ausmachen.

Als ich gefühlte 30 Minuten später wieder zu Atem kam, konnten wir dann auch so langsam wieder nach Hause fahren. Dort angekommen bescherten Horti, Suddi und ich der Kneipe unseres Vertrauens noch einmal dreistellige Einnahmen, Horti ließ sich zu später Stunde am Thresen noch auf eine kleine Streitigkeit mit irgendeinem Hans ein und ich versuchte meine Taler, die ich nicht mehr vertrinken konnte mit obskuren Gestallten am Dartautomat zu verzocken. Immer wieder schön, dieser Alkoholeinfluss.

Jütty

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