Nachtrag: VFL Bochum 1848 FG e.V. – Hertha Berliner Sport-Club e.V.

Veröffentlicht: 4. Dezember 2008 von horti in Fußball mit ohne BVB

Da die Schweine von der Uni mir den freien Freitag(wieso um Himmelswillen heißt der wohl „Freitag“?) gestrichen haben, der in meinen Augen jedem verdienstvollem Studenten zustehen sollte, und ich an dem Freitag, an dem unser geliebte Ballspielverein von der DFL ins Wildparkstadion geschickt wurde, nen feinen Elektrotechnik-Test absolvieren musste, konnte ich das Ticket gen Baden leider nicht lösen.
Somit wurde suchend nach ein wenig Livefussball-Atmosphäre ein Besuch ins Ruhrstadion zu Bochum ins Auge gefasst. Zu Gast war leider nur der Hauptstadtklub, den ich diese Saison schon zweimal im Westfalenstadion gesehen hatte und daher mein Bedarf an Ekelfussball eigentlich auch bis unters Dach gefüllt war .Aber machste nix, Mittags nach Bochum getischt, Klamotten in die Bude gebracht und ab zum HBF. Dort noch einen Mitstudenten eingepackt, den ich 10 Minuten vorher aus dem Bett geklingelt hatte,Karte mit Studentenrabatt für 8eus gelöst und pünktlich zum Anpfiff seitlich der Heimkurve mit perfektem Blick auf beide Fanlager in dem mit 18 000 undn paar zerquetschen spärlich besuchtem Ruhrstadion positioniert.
Ein kurzer Exkurs noch mal zum Stadion:ruhrstadion21
Bei mir persönlich ist das Ruhrstadion in der Top3 der deutschen Stadien. Einfach rundum ein wirklich schönes Teil, große Stehtribüne, nah am Platz und nen netter, wenn auch etwas kleiner Gästeblock.Das einzige manko,mit dem ich aber auch regelmäßig in den Kneipen Bochums rumkämpfen kann ist das Fiege Pils. Schreckliches Gesöff, aus der Leitung eventuell noch runterspülbar ,aus der Pulle allerdings der viel zitierte „Geschmack wie ausm alten Schuh!“. Da mein Bierkonsum im Stadion allerdings eh meistens gen 0 geht für mich eh ein nicht existentes Problem.
Naja,es konnte bei frostigen 2Grad und leichtem Schneefall losgehen. Arschkalt wars..
Das treiben auf den Tribünen war zu Begin recht nett. Bochum konnte zu Begin mit einigen netten Gesangseinlagen glänzen.Diese beschränkten sich allerdings auch nur in und um den so genannten Ultrahaufen. Dies änderte sich schnell nach den ersten Gegentreffern,wo man größtenteils durch „Koller raus“, „Wir ham die Schnauze voll“ und anderem eher sinnlosen Gepöbel auffiel.
Die Berliner, die mit von mir geschätzten ca.1000-1500 Leuten angereist waren vielen zu Begin lediglich durch die feine Bewegung im Block auf, hier und da konnte noch der ein oder andere Schlachtruf vernommen werden.
Das Spielgeschehen lässt sich im Übrigen relativ schnell zusammenfassen. Wer die Berliner Mannschaft in dieser Saison das ein oder andere mal verfolgt hat,weiß wovon ich Rede: Rummsbumms steht es zur Halbzeit 3:0 ohne das die Allgemeinheit im Stadion weiß warum. Die Berliner spielen durchschnittlich nach vorne, haben viel weniger Spielanteile als die Hausherren, nutzen allerdings ihr Chancen quasi zu 100%.Der gemeine Fussballtaktiker,der sich Sonntags um 11 Uhr auf dem Tittensender DSF das Krombacher in die Figur schüttet und mit dem Alki Wontorra mit Unwissenheit glänzend irgendwelche Scheiße labert mag sowas effektiv nennen, für mich ist das einfach nur nerviger, wenn auch erfolgreichen Ekelfussball dessen Personifizierung der Lackaffe Pantelic ist.

In Halbzeit II konnte die graue Maus durch gute Kämpferische Leistung noch auf 2:3 rankommen.Spätestens da hätte man mit
einer explodierenden Heimtribüne gerechnet, allerdings kam von den Heimfans außer dem Singsang „Auf gehts Bochumer Jungs“ immernoch recht wenig. Ich bin übrigens saufroh,d ass dieses Lied von unseren Vorsängern nicht mehr angestimmt wird.Das ist in meinen Augen leider das beste Beispiel dafür wieviel heutzutage von anderen Fanszenen übernommen wird und somit zur teilweise langweiligen Stimmung in den deutschen Stadien beiträgt.Jedoch trägt hieran auch jeder,der seinen Kreativkopf nicht mal einschaltet, Mitschuld.
Es blieb letztendlich beim 2:3 für Hertha, da man auch durchgehend nicht das Gefühl hatte,das Bochum das Ding noch drehen könnte. Die Berliner feierten nach dem Spiel noch ordentlich die eingeheimsten 3 Punkte mit den mitgereisten Fans, die Bochum schlichen entweder direkt die Castroper runter oder verabschiedeten mit einer Mischung aus Pfiffen und Applaus für die Leistung in HZ.2 die Mannschaft in die Kabinen.

Für uns ging es, nachdem wir uns beim Aldi noch mit ner TK Pizza bewaffneten die mir aber mal so richtig Scheiße geschmeckt hat nach Hause auffe Couch. Meiner einer wollte ja geistig Fit am nächsten Tag bei der JHV aufschlagen, damit ich die Zahlen des Dr. Reinhold Lunow auch eben in bester Kopfrechenmanier durchrechnen konnte. Achja ich kann euch übrigens beruhigen, die Zahlen stimmten bis auf die 3. Nachkommastelle.

Horti

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