Sommerloch Teil4: Von Selbstverständlichkeiten und Banalitäten

Veröffentlicht: 8. Juli 2009 von juetty in Sonstiges gefährliches Gedankengut
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Vor kurzem stellten die Grünen im Bundestag einen Antrag, der folgenden Titel trug: Alle Formen von Diskriminierungen thematisieren – Bürgerrechte von Fußballfans stärken – Für einen friedlichen und integrativen Fußballsport

In dem 12 Punkte umfassenden Antrag (Hier komplett) ging es neben einigen Antidiskriminierungspunkten darum Fanprojekte finanziell mehr zu fördern, die für rechtswidrig erklärte „Gewalttäter Sport“ Datei neu zu instalieren und eine unabhängige Ombudsstelle einzurichten, welche sich der Stadionverbotsthematik annimmt.

Hier lässt einen natürlich zuerst die „Gewaltäter Sport“ Datei aufhorchen. Jeder der Augen und Ohren ein wenig geöffnet hatte, konnte in der Vergangenheit feststellen, dass die Datei totaler Käse war. Zwar würde ich in einer wirklich ordentlich geführten GS-Datei keine wahnsinnig großen Probleme sehen, die Formulierungen der Grünen, dass die Einhaltung von Datenschutzstandards und die Informationspflicht an die Betroffenen bei der Ausgestaltung der Datei gewährleistet sein müssen und dass bei den Regelungen zur Aufnahme von Personen in diese Datei das Gebot der Verhältnismäßigkeit beachtet werden muss klingen zwar nicht allzu verkehrt, aber das Gebot der Verhältnismäßigkeit ist dann doch zu schwammig als dass es gut werden würde.

Ein wirklicher Gewinn wäre hingegen die Ombudsstelle gewesen. Würde es dieses unabhängige Schiedsgericht bei der Stadionverbotsvergabe geben, wäre einigen wohl ein  unberechtigte Stadionverbot  erspart geblieben. Man darf sich allerdings wohl keine allzu großen Hoffnungen machen, dass hier in Naher Zukunft etwas passieren wird. Zum einen lehnten CDU und SPD den Antrag ab, was die CDU mit der Begründig, dass es Selbstverständlichkeiten und Banalitäten wären tat, zum anderen sitzen in der CDU halt immer so geile Oberfachmänner. In diesem Fall, stellte der ehemalige Schiedrichter und mittlerweile CDU Abgeordneter Bernd Heynemann sein Wissen zu den Fans unter Beweis. Diese lassen sich nach Heynemann in 3 Typen aufteilen:

Typ 1:  Der Fan, der gerne ins Stadion geht, um guten Fußball zu sehen und seine Mannschaft anzufeuern

Typ 2: Die Hooligans, die „vorrangig Ausschreitungen mit anderen Fangruppierungen und der Polizei und den Ordnungskräften provozieren wollen.“ Ihnen sei, so Heynemann, das Zünden von bengalischen Feuern und Rauchbomben ein legitimes Mittel, um andere zu stören.

Typ 3: Die so genannten Ultras, welche sich zum Ziel gesetzt haben, im Vorfeld des Stadions, das heißt in der Stadt und im Stadion schon Hasspunkte, Gewaltpunkte, Krawallpunkte zu setzen. Und sie haben mit dem Fußball nichts mehr zu tun, stellen aber eine große Bedrohung dar, da sie sich beim Anmarsch und beim Rückmarsch der Fans zum und vom Stadion mit unter diese mischen und damit Ausschreitungen mit den Ordnungskräften und der Polizei provozieren. (Stadionwelt)

Läuft…

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Kommentare
  1. achim sagt:

    willst du hier gegen die cdu wettern oder vielleicht objektiv schreiben?

  2. juetty sagt:

    Hier steht übrigens nichs negatives über die CDU, ich zitiere sie nur. Was sich der Leser dabei denkt bleibt ihm überlassen.
    Also objektiver geht es wohl kaum! 😉

  3. Jani sagt:

    Ey, bleib mal unpolitisch! Politik hat in der Kurve jawohl nichts zu suchen!!!

    (Ich finde die CDU toll. Ehrlich.)

  4. Horti sagt:

    Wie?Du wählst nicht die grünen?Wat bist du denn für ein Fan?

  5. juetty sagt:

    Wie Pudding sagen würde, der hat nur Angst, dass er von der Dorfbevölkerung mit Mistgabeln und Fackeln durchs Dorf gejagt wird, wenn er sich anders äussert. 😉

  6. Jani sagt:

    Grüne… Alles Hippies und Kiffer.

  7. […] Worte lege ich euch mal dieses Interview ans Herz. Dem Interview vorraus ging eine Rede des Herrn Heynemann im […]

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