Sommerloch Teil5: Alemannia Aachen – FC Vaslui

Veröffentlicht: 17. Juli 2009 von juetty in Fußball mit ohne BVB
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Am vergangen Mittwoch durfte ich mit dem Zug aus dem Münsterland nach Dortmund reisen und hatte als Reiselektüre ein Heftchen mit Hopperberichten zur Hand. So tauchte ich für knapp 2 Stunden in die Fußballwelt zwischen Yokohama und Speldorf und bekam mal wieder übelste Lust auf ein Fußballspiel. Auch dass in meinem fahrtechnisch machbaren Umfeld, also alle Orte in NRW mit Bahnanbindung, wohl nur Testspiele stattfinden würden ließ mich komischer Weise nicht davor abschrecken mal zu googlen was so stattfinden würde. Und trotz meiner generellen Abneigung gegen Testspiele, erweckte Aachen gegen Vaslui irgendwie das Minimum an Interesse in mir. Des weiteren war die Fahrtzeit bis nach Erkelenz, dort sollte das Spiel stattfinden,  mit knapp 2h ganz angenehm, da man in Ruhe ein paar Bierchen stürzen kann, aber man nicht Gefahr läuft aufgrund einer sich lang ziehenden Fahrt in Langeweile zu verfallen.

Nun musste ich nur noch eine Begleitung finden, welche ich aber nach 2-3 sms recht schnell in Horti fand. Dieser war scheinbar auch ganz froh darüber nun einen triftigen Grund zu haben um nicht mehr weiter lernen zu müssen. Also verabredeten wir uns für ein Treffen im Zug und saßen beide kurze Zeit später im Zug. Leider jedoch in 2 verschiedenen Zügen… Sicherlich war das mitunter auch meine Schuld, aber die Deutsche Bahn, die es für klug hält 2 verschiedene Züge innerhalb von nur 3 Minuten vom DO in Richtung Düsseldorf fahren zu lassen, trägt sicherlich auch eine Mitschuld an dem Malör.

Naja, aber größere Auswirkungen hatte das ganze nicht, da Horti später in Düsseldorf einfach zu mir in den Zug umsteigen musste. Dies klappte dann auch ohne weitere Schwierigkeiten und da ich das Misanthropen 1 mal 1 ganz gut beherrsche war auch der Platz neben mir noch frei. Ein demonstrativ großer Schluck Bier sobald ein sitzplatzsuchender Fahrgast dein Abteil betritt und du musst dir keine Gedanken mehr darüber machen ob sich wer neben dich setzen will…

In Erkelenz angekommen hieß es zunächst einmal in der Bahnhofskneipe „Zur flotten Theke“ einen Schock-Ground zu machen, ehe es nach einem Szenebier in einer stadtbekannten Szenekneipe zum Stadion gehen sollte. Hier trafen wir jedoch erst kurz nach Anstoß ein, da Horti mir seltsamer Weise glaubhaft vermitteln konnte, dass es sinnvoller wäre dem Schild „Historischer Stadtrundgang“ zu folgen als dem Schild „Sportzentrum“. Naja…

Kurz darauf betraten wird dann aber das legändäre Willy-Stein-Stadion, welches auf einer der Geraden eine kleine überdachte Tribüne und ein paar Stehplatzstufen zu bieten hat. Ansonsten wars ein handelsüblicher Sportplatz in dem sich ca. 1200 Mann verirrten. Ein paar Leute konnte man als Aachener Fans ausmachen, es hingen 5 Zaunfahnen der Alemannia, Anhänger von Vaslui erwartete und sah ich anfangs jodoch nicht. Da es denn rumänischen Verein laut Wikipedia erst 7 Jahre gibt (er dafür aber schon jetzt UEFA-Cup spielt) und er keine große Fangemeinde hat, war ich schlußendlich doch überrascht, als ich -leider erst nach dem Spiel- doch knapp 10 Jungs als Anhänger ausmachen konnte.

Das Spiel selber konnte man sich stellenweise wohl ganz gut angucken, endete 2:2, dürfte aber wohl eh niemanden interessieren. Fantechnisch war auch nichts spannendes los, was man daran erkennen konnte, dass der Opa, der bei ner Aachener Ecke in seine Tröte gepustet hat  den Höhepunkt des Supports darstelle. Testspiele sind und bleiben halt doch öde.

Aber da man Zuhause eventuell gar kein Bier getrunken hätte, sicherlich doch irgendwie eine sinnvolle Sache. Zurück ging es dann recht unkompliziert, wobei ich einige Minuten nach Abfahrt unserer Bahn starke Platzangst bekam. Diese war aber nicht klaustrophobischer Natur, sondern hatte eher was mit der einzigen Toilette an Bord zu tun. Klo defekt, keinen passenden Schlüssel dabei und insgesamt nur 2 besoffene Fußballfans im Zug. So durfte ich mich dann am übernächsten Bahnhof vor den anderen „normalen“ Reisenden zum Affen machen und meine Blase vor dem Totalausfall bewahren. Herrlich!

Die restliche Rückfahrt passierte dann nichts mehr spannendes, bzw. weiß ichs nicht mehr, da ca. in Duisburg der Film gerissen ist. Also alles richtig gemacht! 😉

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Kommentare
  1. bene sagt:

    scheint ja n interessantes zine gewesen zu sein 😉

  2. juetty sagt:

    Naja, geht so… 😉

  3. Horti sagt:

    Und sowas muss sich das laufende Navigationssystem vom größten Maulwurf des räumlichen Vorstellungsvermögens sagen lassen…

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