SV Sandhausen – Amas

Veröffentlicht: 19. Oktober 2009 von juetty in Amateure
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Nach einer kurzen Nacht begann mein Wecker schon gegen 6 Uhr Randale zu machen. Und das obwohl ich eigentlich die Langschläfervariante als Anreise zum Amateurspiel gewählt hatte. Während der WET-Haufen schon um 5:45Uhr losfuhr, startete ich erst um 9 Uhr in Dortmund. Jedoch wachte ich Samstag nicht in der Bierhauptstadt auf und musste so auch erstmal etwas mit dem Zug durch die Gegend fahren. Ein paar wahnsinnig aufregende Stunden später, konnte ich dann aber unseren Picknickbomber anlassen und es begann eine ganz nette Kaffeefahrt.

Vor der Fahrt wurde zur Selbstverpflegung aufgerufen und so hatten wir Kaffee, Kuchen, Frikas, Kartoffelsalat („Pfeffertechnisch ordentlich gezuckert“) , Blätterteig, Spieße, Grünzeug mit Dip und zu guter Letzt meinen Beitrag: Pappteller und Plastikbesteck an Bord und konnten es uns gut gehen lassen. Da die Frikadellen im Gegensatz zum Kuchen ganze Zwiebeln beinhalteten, bekommt Plettes Beitrag den goldenen Michelin Stern, wohingegen sich Sarahs Kuchen mit der silbernen Variante begnügen muss. määh

Neben dem Essen verbrachten wir die Hinfahrt damit im Stau zu stehen und schauten in Langgöns (wer kennt es nicht?) einigen Schafen bei ihrer schlußendlich hoffentlich erfolgreichen Revolution zu. FREIHEIT FÜR DIE JUNGS!

Kurz nach 1 kamen wir dann im beschaulichen Sandhausen am kleinen Hardtwaldstadion an. Bis dahin bestand mein komplettes Wissen über den SVS quasi aus der legendären Aufforderung an die Ultras sich doch bitte umzubennenen. ( Der Name „Ultras“ ist absolut negativ belegt und wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Fans. Wir bitten darum, den „Ultras-Banner“ durch einen anderen zu ersetzen.
Namensvorschläge für den SVS Fan-Club:
• Hardtwaldwahn • Schwarz-Weiße-Begleiter • Hardtwaldfront • Black White Magic • Hardtwaldinferno • Pinguine • Hopfezopfer • Hardtwaldpower
) Wirklich anders, als es dieser 1. Eindruck vermitteln könnte, war es dann auch nicht. Kleiner Dorfverein eben… Ansich ja nicht weiter schlimm, unangenehm war aber, dass Polizei und Ordner hier teilweise vom normalen Leben gelangweilt, übermotiviert, überfordert und nervös daher kamen. So wollte man vor Spielbeginn z.B. dem schwarz gelben Anhang untersagen in den überdachten Gästesitzer zu gehen, da man scheinbar nicht wusste, dass der Block zum Bereich der Gäste gehört. Nachdem Scharzgelb dann doch in den besagten Block durfte, wurde dieser auch schon bald wieder dicht gemacht (Obwohl der Block maximal zu 2/3 gefüllt war). So suchten wir Zuflucht im angrenzenden Familienblock, vor dem man uns aber auch nicht wollte und versuchte wieder zum geschlossenen Gästeblock zu schicken. Alles leicht unkoordiniert…

In der 10. Minute konnte ich dann aber auch mal einen Fuß in den Innenraum des Stadions setzten und bekam sofort das 1:0 für Sandhausen zu sehen. Unsere Amas spielten sich wahrlich mal einen Rotz zusammen und lagen nach 30 Minuten schon 3:0 hinten. Und besser sollte es so schnell auch nicht werden. Also mal kurz ein paar Worte zum Stadion. Beide Geraden und eine Hintertortribüne bestehen aus ca. 10 Stehplatzstufen, wobei an einer Geraden zusätzlich noch eine kleine Überdachte Sitzplatztribüne für vielleicht 300-400 Mann steht. Die andere Hintertortribüne, wo wir uns befanden, ist eins dieser Stahlgerüstmonter. Sieht nicht toll aus, erfüllt aber wohl die Auflagen für die 3. Liga. Ca. 2500 Sitzplätze befinden sich hier und die ganze Tribüne ist „überdacht“ mit so einer Art Plane.

Fantechnisch war wie erwartet nicht viel los. Vielleicht 50 Mann machten gegenüber dann und wann mal den Mund auf und wedelten mit ein paar Fahnen. Gehört hab ich aber nichts davon. Das einzige was ich hörte waren die Sandhausener auf unsere Tribüne, die ab und zu mal mit dem Füßen auf der Tribüne trampelten. Auf Seiten der Borussia sah es da schon etwas anders aus. Etwa 300 Mann, die ganz ordentlich auftraten. Rolf Rüssmann hätte wohl gesagt: „Wenn wir hier schon nicht gewinnen, singen wir denen wenigstens das Stadion kaputt.

Nachdem es in der 2. Hälfte dann irgendwann auch schon gut und gerne 5:0 hätte stehen können, meldeten wir uns auch noch mal kurz zurück. Aber das 3:1 durch Hill in der 76. und das schöne Teil zum 3:2 durch Boztepe waren am Ende dann halt doch zu wenig und besiegelten die verdiente Niederlage vor insgesamt 2100 Zuschauern.  Leicht gefrustet wollte man nun eigentlich wieder nach Hause tischen, aber bevor es soweit war führten die Ordner noch mal schnell ihre Quarzsandhandschuhe vor und die Polizisten stürmte ihnen, wie von William Wallace höchstpersönlich heißt gemacht, mit Kampfgeschrei zur Hilfe. Ein Dortmunder musste zwar danach noch vorsorglich in eine Klinik, dort stellte sich aber raus, dass es keine schlimmere Schäden gab.

Nach dieser total überflüssigen Aktion und dem Abmarsch des WET-Mobs ging es für uns aber auch irgendwann wieder zurück in die Heimat. Spannendes zu berichten gibt es meinen Erinnerungen nach jedoch nicht mehr, womit hier dann Ende ist.

Edit: Wer die Zusammenfassung sehen möchte: Klick

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