Brescia-Padova/Inter-Siena/Genoa-Catania

Veröffentlicht: 21. Januar 2010 von juetty in Fußball mit ohne BVB
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Hallo und etwas verspätet auch noch ein Frohes Neues Jahr zusammen.  In letzter Zeit gab es hier ja doch wenig zu lesen, aber da der 09. Vorsatz für 2010 hieß sich wieder mehr dem Blog zu widmen, wirds hier vermutlich wieder regelmäßiger was zu lesen geben. Zwar habe ich jetzt auch nur begrenzt Bock alle bislang ungeblogten Spiele von 2009 nochmal Revue passieren zu lassen, aber um hier trotzdem neuen Lesestoff einreichen zu können waren vorletztes Wochenende in Italien und können ein wenig aus Brescia, Mailand und Genua berichten.

Vor Monaten hatten wir uns mal 4 günstige Flugticktes besorgt, ohne genau zu wissen ob schlußendlich alle wirklich Zeit haben würden. Horti, unser Rot-Weisser Schoppen und meine Wenigkeit konnten irgendwie die nötige Zeit auftreiben, wohingegen Pudding leider seinen Flug verfallen lassen musste. Aber auch ohne Pudding hatten wir noch ne recht gute Truppe und starten am Freitagabend unseren Trip. Aufgrund des zu erwartenden Jahrhundert – Blizzards auch mit reichlich Zeit im Gepäck. Hätten wir allerdings nicht zwingend gebraucht. Wir bekamen alle Züge pünktlich, sahen nicht eine Schneeflocke und konnten dann 5-6 Stunden am Flughafen rumpimmeln. Es sollte nicht die spannendste Zeit unserer Tour werden. Die Biervorräte waren knapp bemessen, alle Läden am Flughafen geschlossen und die Lust nochmal in die Stadt zu fahren eher begrenzt. So kamen wir dann aber noch unerwartet in den Genuss von ein paar Stündchen Schlaf. Um 09 Uhr waren wir dann aber in Mailand-Malpensa gelandet und begaben uns per Shuttlebus in die Stadt. Hier versuchte Schoppen eben das Ticketkontrollsystem in der Metro zum Erliegen zu bringen und ich durfte schon nach der ersten Stunde Italien feststellen, dass mein Handy weg war. Während ich aus dem Shuttelbus ausgestiegen war, war mein Handy wohl wieder auf dem Weg zurück zum Flughafen. Hurra Hurra! (Ich bin dann folglich wieder mal für eine Zeit X nicht per Handy zu erreichen.)  Nachdem das Handy dann gesperrt war, ging es für uns rüber nach Brescia. Dort sollte der ansässige Fußballclub geben Padova spielen. Zwar sicherlich keine Kracherpartie, aber da wir abends noch Inter gucken wollten, war es das einzige Spiel welches wir von den nachmittäglichen Serie B Spielen gucken konnten, wenn wir halbwegs pünktlich wieder in Milano sein wollten. Also ein paar Kannen Bier besorgt und ab in den Zug. Hier holten wir uns einen netten Treppenplatz. Da wir eh nur ein Nahverkehrsticket hatten, aber im EC unterwegs waren noch ganz ok. Zumindest bis 10 Minuten vor Brescia wo doch noch 2 Kontrolleure auftauchten und wir uns zu unserem 5€ Ticket nach kurzer Diskussion noch ein weiteres Ticket für 17€ kaufen durften. Also Null-Plan-Hopper at its best. Während andere Leute mit 23€ irgendwie 5 Spiele an einem Wochenende gucken, schaffen wir es damit 50 Minuten Zug zu fahren. Aber wir habens ja…

In Brescia angekommen erwartete uns erstmal schönes Weltuntergangswetter. Kam doch ganz gut Flüssiges vom Himmel. Somit wurde schnell noch ne Runde Schirme gekauft, wobei sich von selbst versteht, dass ich sogar nen Schirm mit hatte – ich wusste ja schließlich vom zu erwartenden Wetter und dem größtenteils dachlosen Stadion in Brescia- nur lag mein Schirm leider in Mailand im Hostel.  Haste Scheiße im Kopf, haste Scheiße im Kopf…

Nach diesem wichtigen Einkauf führte der Weg für unsere Umbrella-Gang dann zum Stadio Mario Rigamonti wo 1 1/5h vor Spielbeginn quasi noch nichts los war. Einzig an einer Straßenecke stand ein leicht aggressives Häufchen Brescia Fans, die sich auch sofort ein Bild von uns 3 Streunern machen wollten. Dass wir Deutsche sind waren war auf alle Fälle nicht die falsche Antwort. So gabs für uns eine kurze Erklärung wo im Stadion wer steht und wo es Karten gibt. Bei einer anderen Antwort unsererseits hätten die uns wohl gepflegt wieder in den nächsten Bus geprügelt. So war es aber alles ok und wir konnten kurz später für 10€ ins Stadion um uns dort mal einen Regengeschützen Platz zu suchen.  Unter der Gegentribüne bekamen wir den Weltstärksten Espresso – dass da überhaupt Flüssigkeit im Becherchen war und nicht einfach nur das Espressopulver war schon verwunderlich- und konnten uns bei dem deutschsprachigen  Verkäufer noch einige wenigversprechende Infos holen. Der gemeine Bresciafan sei unzufrieden und ein allzu tolles Spiel und eine tolle Stimmung bräuchten wir nicht erwarten.  Eine gute halbe Stunde vor Anpfiff nahmen wir die Plätze ein und verschaften uns einen ersten Überblick. Weites Rund, ein alter Unterrang, eine im Oberrang überdachte Haupttribüne, auf der Gegengeraden provisorisch anmutende Tribünenteile im besten Baugerüststyle und zu dem Zeitpunkt vielleicht 100 Leute im Stadion. Dass die Gäste 101-103 dann bekannte Dortmunder Gesichter waren verwunderte mich aber schon fast nicht mehr. Ich hab das Gefühl, dass ich auch in der östlichen Ukraine Mittwochs um 9Uhr morgens bei nem Spiel der 5. Liga noch mindestens einen Dortmunder treffen würde…

Kurz später kam auch weiteres Leben ins Stadion. Der Gästeblock füllte sich langsam und man konnte sich die Zeit damit vertreiben den beiden Fangruppen bei ihren Beschimpfungen zu lauschen.  Am Ende werden es vielleicht 1500 Mann im Stadion gewesen sein, von denen 250-300 im Gästeblock auf der Curva Sud standen. Ein aktiveres Häufchen Brescia Fans stand auf der anderen Seite der Curva Sud und im Norden formierte sich ebenfalls ein vielleicht 50 Mann starker Block. Der Fanpunkt geht aber sicherlich an Padova. Während Brescia 0 Zaunfahnen, einen Ultra-Schwenker und etwas Sing-Sang bot, hatten die Rot-Weißen Gäste über 20 Zaunfahnen, einige Schwenker und auch einige laute Schlachtrufe zu bieten. Bei dem Hundewetter ging der Gastauftritt schon wohl klar. Während einige im Stadion also sangen, sahen wir in der 1. Halbzeit kein tolles Spiel und kämpften gegen Wind und Regen an. Dies gelang jedoch nur bedingt. In meinen Schuhen hätte ich schlußendlich auch eine Goldfischzucht aufmachen können.

Da wir, wenn wir auf dem Rückweg nun wirklich nen Regionalzug nehmen wollten, eh zur 60. Minute abhauen mussten, entschlossen wir uns dann in der Halbzeit schonmal abzuhauen. Wir warnen nass genug. Also verabschiedeten wir uns in der HZ beim Stand von 1:0 für Brescia (Endstand 3:2) von den anderen Borussen und machten uns wieder auf nach Milano.

Angekommen am San Siro spielte uns sogleich der Zufall in die Hände. Zwar gab es auch hier ohne Probleme noch Karten zu kaufen, wir erwischten aber eine günstigere Variante. Auf dem Stadionvorplatz hörte ein Deutscher Interfan, dass wir Deutsche waren, ging davon aus dass wir Karten bräuchten und da 3 seiner Kollegen im Skiurlaub waren ließ er die Dauerkarten von denen für kleines Geld auf uns umschreiben. So kamen wir also recht unkompliziert in den Bau. Zumindest wenn man von den Sprachlichen Hürden mal absieht. Kollege Schoppen beschäftigte die Frage, wieso der Ordner denn wohl Licht von ihm haben wollte, doch noch eine Zeit lang… Sowieso legte Schoppen an diesem Wochenende eine sprachliche Glanzvorstellung hin:

Schoppen besorgt 3 Busfahrkarten beim Italienischen Busfahrer in Brescia: „Hallo! Wir brauchen dann mal drei Fahrkarten hier.“ Schoppen bestellt sich n Schinkenbrot: „One Prosciutto, bitte!“ Schoppen sagt grazie „Thank you, ne!?“. Schoppen hätte gern ebenfalls einen Espresso: „Mach mir auch ma son Kaffee!“… usw. Obwohl ich auf Italienisch auch nur Erdbeereis bestellen kann und meine Englischen Sprachmittel auch ziemlich schnell erschöpft sind, wars eine Freunde Schoppen beim Sprechen zu beobachten. Erstmal auf Deutsch probieren, wenn das nicht zog wurd generell „the same“ bestellt und wenns damit nicht zum Ziel ging arbeitete der Mann sich mit einer genialen Gestik ans Ziel.

Aber nun zurück zum Spocht: Nachdem wir einen Halbmarathon mit 5%iger Steigung gelaufen waren um zu unseren Plätzen im 3. Rang der Haupttribüne zu gelangen, durften wir das San Siro auch mal von innen begutachten.  Ist schon ein nettes Teil, das man mal gesehen haben sollte. Wobei das Beeindruckende wohl hauptsächliche in der Größe begründet liegt. Umso blöder war es, dass wir uns ein Spiel ausgesucht hatten, welches nun nicht die ganz großen Massen lockte. Das Spiel zwischen dem Ersten (Inter) und dem Letzten (Siena) der Tabelle lockte um 20:45 Uhr zwar laut Medien 53.000 Zuschauer an, aber in dieser Zahl dürften wohl einige Dauerkarten mit einberechnet sein, welche eigentlich verfallen sind. Ich hätte auf maximal 30.000 Zuschauer geschätz. Der Mittelrang der Interkurve war ganz anständig gefüllt, ansonsten sah das Stadion doch recht leer aus.

Aber so manch einer dürfte sich nachher auf dem Sofa wohl in den Hintern gebissen haben, denn das Spiel konnte durchaus was. Die zu erwartend einseitige Partie wurd es nämlich mal so gar nicht. In der 18. Minute ging der AC Siena überraschend in Führung und wir konnten feststellen, dass sich doch noch ca. 20 Gästefans im Stadion eingefunden hatten. 6 Minuten später stand es schon 1:1 und in der 36. Minute vermutete ich abermals, dass das Spiel nun mehr oder weniger gelaufen sein dürfte. Inter führte verdient 2:1 und ich stellte mich schonmal auf ein 4:1 ein. Ähnlich wie ich legten aber auch die Mailänder das Spiel schon zu den Akten und pennten beim 2:2 in der 37. Minute. In der Zweiten Halbzeit lief dann bei Inter fast gar nichts mehr zusammen und Siena ging gar nicht mal unverdient nach 70 Minuten mit 2:3 in Führung. Je länger es bei diesem Stand blieb, war man als neutraler Beobachter nun natürlich daran interessiert, dass Inter das Ding nochmal drehen könnte. Aber danach sah es eigentlich mal so gar nicht aus. Bis Kollege Sneijder in der 88. Minute mal einen Freistoß aus knapp 30 Meter satt an den Innenpfosten zum 3:3 setze. Nun ging im Stadion auch mal wieder was. Vorher fand ich es mäßig, nun wurds ganz ok. Speziell bei den 2-3 noch folgenden Standards wars schon nett. Richtig geil wurds dann in der 93. als Inter noch das 4:3 machte. Feine kollektive Ausflipperei! Also alles in allem ein ganz gelungenes Spiel für uns.

Danach ging es dann aber relativ zügig in unser Hostel um noch kurz ein paar Stunden Schlaf zu tanken. Und da die vergangen 40 Stunden für uns alle nur ein paar Nickerchen bereit gehalten hatten, bekamen wir noch nicht mal mehr das Ende des Interlektuellenpornos mit. Falls jemand weiß ob der Kerl schlußendlich die Blonde oder Brünette geheiratet hat, möge er bitte kurz Meldung machen…

5 Stunden später klingelten dann auch schon die verbliebenen 2 Handys und während die beiden Spießer noch duschten begann der Tag für mich mit einer freudigen Überraschung. Meine Schuhe waren über Nacht auf der Heizung tatsächlich getrocknet und ein paar trockene Socken fand ich auch noch in meinem Rucksack. Juchuu! Mehr brauch ich gar nicht zum Glücklich sein.

Um 8:05Uhr startete dann unser Zug nach Genua, wo wir das letzte Spiel gucken wollten. CFC Genoa sollte um 15 Uhr gegen Catania spielen. Eigentlich auch kein Spiel bei dem man sagen würde „Hui. DAS Spiel muss ich aber einmal in meinem Leben gesehen haben!“, aber da ich vergangen Sommer mit meiner Freundin in Genua war und mit Stadion und die Stadt ansich verdammt zugesagt hatten, stand Genua für mich unabhängig vom Spiel eh schon langfristig fest. Angekommen in der Hafenstadt nahmen wir am Bahnhof kurz ein Frühstück ein und machten uns dann mehr oder weniger direkt auf den Weg Karten fürs Spiel zu besorgen. Mehr oder weniger deshalb, weil bei der Suche nach dem passenden Bus natürlich noch Bier besorgt werden musste, die ein oder andere nett aussehende Gasse durchschritten werden musste und als wir dann einen passenden Bus gefunden hatten, stiegen wir selbstverständlich ein paar Stationen vorm Stadion aus, da der Ausblick von dem Berg/Hügel auf dem wir waren hinab aufs im „Tal“ gelegene Stadion doch 1-2 Fotos wert war. Sowieso gibt Genua allgemein ein geiles Bild ab. Da gibt es das Mittelmeer, teilweise prunkvolle Altbauten, kleine, feine Gassen und viele Berge auf denen die höhenversetzten Häuser sich zu so einer Art Gesamtkunstwerk vereinen. Es gibt sicherlich nicht viele Städte über die man das sagen kann, aber Genua kann mit Dortmund mithalten!

Am Stadion angekommen ging es nun darum Karten zu organisieren. Trotz der Bekannten Einschränkungen in Italien bzgl. des Kartenverkaufs machte ich mir eigentlich wenig Sorgen. Zum einen hatte es bei den andern beiden Spielen ja problemlos geklappt und zum anderen sind Genoa und Catania befreundet und liegen weit auseinander weswegen ich mir nicht vorstellen konnte, dass dies nun zu einem besonderen auflagenreichen Spiel werden würde. Aber um es vorweg zu nehmen, Satz mit X! Karten für das Spiel gab es nur bis 12 oder 13 Uhr (Ich weiß es nicht mehr ganz genau) an einem speziellen Fanshop in der Stadt zu kaufen. Den kleinen Tabakläden, die bis vor kurzem noch Karten verkaufen durften, ist hingegen scheinbar das Verkaufsrecht entzogen worden. Es sah also danach aus, als würde es hier schwer werden an Karten zu kommen. Deswegen teilten wir uns dann auf und während Horti und Schoppen sich auf den Weg zu dem Fanshop machten klapperte ich sämtliche Bars, Ordner, Tabakläden usw. ab um entweder Infos oder Karten  zu bekommen. Beides ohne wirklichen Erfolg. Zwar hatte jeder ne Ahnung wo ich noch fündig werden könnte, Ahnung im Sinne von wirklicher Ahnung war es aber leider nicht. So wurde ich von A nach B, von B nach C, von C nach E und von E nach V geschickt und lief tausendmal ums Stadion ohne irgendetwas zu erreichen.

Die anderen hatten hingegen etwas mehr Glück. Zwar war der Fanshop schon geschlossen als sie dort eintrafen, aber sie konnten zumindest einen Typen auftun, der eine Dauerkarte über hatte. Waren aber noch immer 2 zu wenig und bei nur noch einer verbleibenen Stunde bis zum Anpfiff wurd es langsam eng. Während Horti schon im Stadion war versuchte der Genua-Typ noch irgendwie Karten zu organisieren, Schoppen und ich scheiterten beim Versuch Pressekarten zu bekommen und weitere Fans mit überzähligen Karten konnten wir nicht ausfindig machen. Die vorerst letzte Chance war dann laut dem Genuafan, dass wir einfach den minimal 2 Meter hohen Zaun überklettern sollten. Dummerweise hatte ich neben meinem Handy auch mein Go-Go-Gadget-Hubschrauber-Hut nicht dabei, weswegen ich von der Idee nur mittelmäßig angetan war.

So schlichen Schoppen und ich erstmal in die nächstbeste Kneipe und warteten darauf, dass zumindest die Sicherheitszone, welche ca. 2 Stunden vor Spielbeginn ums Stadion gezogen wurde, wieder abgebaut wurde. Dadurch verschwand nämlich dann nicht nur die erste Reihe von Ordnern, man brauchte auch keine 4,3 km mehr laufen um von der Nordtribüne zur Südtribüne zu kommen. 5 Minuten nach Anpfiff war es dann soweit und wir konnten den „Angriff“ auf die Ordner starten. Irgendwer sollte doch wohl entweder Mitleid mit uns beiden Deutschen haben oder zumindest so nett sein und sich bestechen lassen.  O-Ton Schoppen: Das schwächste Glied in der Kette ist immer der Mensch! Bei 1-2 Ordnern lief es sogar ganz vielversprechend. Die versuchten ein bißchen was zu regeln, hatten aber schlußendlich dann doch zuviel Angst vor den Überwachungskameras. Scheinbar hat man dort mittlerweile auch ein Auge auf die Ordner…

Passend zum Halbzeitpfiff hatten wir dann all Ordner erfolglos abgeklappert und gingen über zum nächsten aussichtslosen Plan. Durch einen Hintergarten eines Hausen kamen wir nochmal sehr nach ans Stadion ran. Die Fans die in der Halbzeit vorm Klo warteten standen villeicht 5 Meter von uns entfernt, aber dazwischen lagen noch 2 hohe Zäune. Spätestens als uns die Polente noch da im Garten entdeckte und zu viert unsere Treiben verfolgte gaben wir den Plan endgültig auf. Leicht angefressen ging es in die nächste Pizzaria, wo wir dann noch ein wenig Sampdoria gucken konnten. Die verloren 1:0, was die Fans vom ältestens Italienischen Fußballverein im gegenüberliegenden Stadion hörbar erfreute. Kurz vor Schluss sind kehrten wir daraufhin abermals zum Stadion zurück, da wir darauf hofften, dass ja irgendwann die Stadiontore geöffnet werden mussten. Und siehe da, die letzten 4 Minuten Nachspielzeit konnten wir noch im Stadion verfolgen. Weltklasse!

Aber das Stadion enttäuschte keineswegs. Auch der kurze Blick hinein wusste zu Gefallen. Eine richtig geile Zaunbeflaggung-es gab quasi keinen leeren Platz- ein ingesamt sehr stimmungsvolles Stadion, in dem neben der eigentlichen Fantribüne auch die gegenüberliegende Seite, sowie die Gegengerade einiges an Potential zu bieten hat und halt ein generell verdammt sehenswertes Stadion, in dem – wenn auch alkoholfrei- sogar DAB ausgeschenkt wird.

Und auch der Gästeanhang, der vor Spielbeginn von Genoa mit einem freundlichen Spruchband begrüßt wurde war überraschend groß. Rund 200-300 Mann reisten dem Tabellenvorletzten aus Sizilien hinterher, was ich schon recht gut fand. Könnte aber auch damit zusammenhängen, dass die selbe Begegnung 3 Tage später nochmal im Pokal stattfinden sollte. Falls jemanden das Ergebnis interessiert, in der Liga gewann Genoa 2:0, im Pokal verloren sie 1:2. Könnte also eng werden für meine Wunschpartie für die kommende Europapokalsaison… 🙂 Aber gut, so oder so werde ich wohl nochmal für 90 Minuten Fußball wiederkommen.

Nachdem Horti dann in Genua noch erfolglos eine Urige Kneipe suchte, ging es für uns wieder zurück nach Mailand. Hier und da wurd noch das ein oder andere 0,66l Bierchen weggeatmet (Eine Prima Göße für n Bier!) und irgendwann gabs leicht angetüdelt noch 2-3 Mützen Schlaf in einer ruhigen Ecke auf dem Mailänder Flughafen.

Fazit der Tour: 47 Minuten Brescia, 94 Minuten Mailand, 4 Minuten Genua. Sind also ca 145 Minuten von möglichen ca. 280 Minuten und somit über 50%

1 Tor in Brescia, 7 in Mailand und 0 in Genua. Sind also 8 Tore von möglichen 14 und somit 57%.

Hätte also besser aber auch schlechter kommen können.

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