BV Borussia – Paris St. Germain

Veröffentlicht: 22. Oktober 2010 von juetty in Profis
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Hätte, wäre, wenn…

Hätten wir alle EL-Spiele gewonnen in denen wir besser waren, wären wir nun Tabellenerster und könnten uns, wenn es auf den Zieleinlauf der Gruppenphase zugeht, halbwegs entspannt zurücklehnen. Aber aus dem Heimspielen gegen Sevilla und Paris konnte in Summe leider nur 1 Punkt verbucht werden, womit es jetzt doch leicht kritisch aussieht. Kritisch, aber trotzdem noch durchaus machbar.

Doch bevor feststand, dass es nur zu einem Punkt reichen sollte, stand noch ein recht nettes Vorprogramm auf dem Plan: Unverhofft hatte der Hortmensch früher Feierabend machen können und wollte an die Tasse. Ich hatte auch nichts dagegen den Kater vom Vorabend auszukontern und so trafen wir uns um 15 Uhr in  einem der schönsten Orte auf diesem Planeten: der kleinen Bierkutsche. Während der zugehaarte Mann, entweder die Bedienung anpflaumte oder aber mit seinem imaginären Kollegen Gespräche auf höchstem Niveau führte, taten wir uns schonmal das ein oder andere Bierchen und 2 Geburtstags-Rum/Kola rein. Auch mal Mensch bleiben!

Kurz vor 5 hieß es aber Abschied nehmen und wir pilgerten über die Sonne, wo man auf sogenannte „Fans“ traf, zum Westfalenstadion, wo man wieder das unsympathisch straff durchgeplante Programm der UEFA bewundern durfte. Aber gut, ohne die Forderung sämtliche 19 Schiedsrichter gut zu finden und ohne UEFA-Melodie im Heja-BVB Lied würde bestimmt totales Chaos drohen…

Das folgende Spiel war jedoch leider nicht allzu berauschend. Die Franzosen, die in den letzten 7 Spielen jeweils zu null siegten, standen hinten erwartet sicher und taten nach vorne nicht das meiste. In Halbzeit eins gab es demnach relativ wenig Chancen auf beiden Seiten und mit 0:0 ging es in die Pause. Kurz später bekamen wir einen Elfmeter zugesprochen, den Sahin trocken und sicher einlochte. Und obwohl ich nicht das Gefühl hatte, dass die Pariser uns noch sehr gefährlich werden könnten, fiel in der 87. Minute der etwas unverdiente Ausgleich. Scheißdreck! In der EL läuft es irgendwie noch nicht so glatt…

Die Stimmung war auf unserer Seite so wie ich sie in einer Europapokal-Gruppenphase befürchte. Gab es gegen Sevilla noch einige stimmliche Kracher, blieben diese gegen Paris eher aus. Sitzplätze, auseinander gerissene Fangruppen sowie alkoholfreies Bier scheinen auch uns leider negativ zu beeinflussen. Ich hoffe das spielt sich auf den Tribünen in den hoffentlich noch  folgenden Heimspielen (plural!) etwas besser ein. Auch ohne kuriose Schiedsrichterentscheidungen, wie gegen Sevilla, darf es ruhig etwas lauter sein.

Uns im Norden gegenüber, präsentierte sich der Pariser Anhang doch recht kurios. Dass man in Paris mehr als nur verstritten ist, wusste man natürlich, aber die kranke Entwicklung einer Fanszene selber beobachten zu können ist doch einen Tick härter als nur darüber zu lesen. Trotz der Verbote vieler Fangruppen hatten sich ca. 800 Fans auf den Weg nach Dortmund gemacht, wo ihnen der Weg ins Stadion wohl auch einfacher gelang als in Sevilla. Dort wurden die meisten direkt am Flughafen nämlich schon wieder Heimwärts geschickt.  So hatte man im Stadion schlussendlich an 4 verschiedenen Orten Fangrüppchen, von denen sich mindestens 3 spinnefeind sind.  Von der Süd aus gesehen links neben dem eigentlichen Gästeblock waren die Rechten von der Boulogne-Kurve untergebracht, im Oberrang der Osttribüne die linken Feinde aus der Auteuil Tribüne. Im eigentlichen Gästeblock dazwischen waren gut 200 Anhänger untergebracht, die scheinbar niemand leiden kann, da diese als als „Streikbrecher“ offiziell mit dem Verein reisten. Und das 4. Grüppchen um die Casuals, hielt sich Familienblock auf.  Der Support fiel demnach mäßig aus. Mal wurde ich gegenseitig bepöbelt, mal wurde die Mannschaft angefeuert, aber natürlich nicht gemeinsam und somit wenig laut. Lediglich die ca. 10 Böller aus dem Bereich der Auteuil-Leute, sowie ein Bengalo und eine Silvesterrakete von den Boulogne-Leuten sorgten für etwas mehr Beachtung.

Und zu guter Letzt sollen die Spruchbänder natülich noch eben erwähnt sein: Auf der Süd wurde generell das Verbot von ultra angeprangert, sowie speziell den Supras, ATKS und Grinta Mut zugesprochen. Und eben diese Gruppen forderten Freedom for Ultras und richteten sich mit Colony Capital go home an die Vereinsführung.

In der EL steht für uns in 2 Wochen das nächste Heimspiel an. Dann aber in Paris und dort sollten tunlichst 3 Punkte her um nachher nicht auf irgendwelche Karpartenwunder hoffen zu müssen. Und damit auch am Wochenden keine Langeweile aufkommt geht es morgen beim Amateurderby um eine möglich Eroberung der Tabellenspitze, sowie am Sonntag gegen Hopp um die Verteidigung eben dieser. Es könnte uns ein spaßiges Wochenende bevor stehen…

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