Von der Ruhr bis an die Elbe und weiter zur Isar

Veröffentlicht: 4. März 2011 von juetty in Fußball mit ohne BVB, Profis
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Hallo liebe Spitzenreiter, Deutsche Meister und DFB World Heavyweight Champions,

in der vergangenen Woche konnten stolze vier Spiele besucht werden und nachdem ich die letzten Tage etwas viel um die Ohren hatte, versuche ich all die unfassbaren Szenen aus dem Bereich Fussball, Drogen, Sex und Gewalt zusammenzufassen:

Rot-Weiss Essen – Velbert

Den Start in die Fussballwoche machte das Nachholspiel der NRW-Liga zwischen dem RWE und den Vertretern aus Velbert. 5525 Fans hatten sich am Mittwochabend im Georg-Melches versammelt um das „Spitzenspiel“ der Liga zu sehen. 11 Punkte lag der Tabellenführer (RWE) vor dem Tabellendritten (Velbert) und da lediglich 2 Mannschaften aufsteigen werden, lag schon ein Hauch von Brisanz auf der Partie was unsere bunte Truppe (bestehend aus 2*RWE, 1*SVW & 1*BVB) aber natürlich zu nehmen wusste. Fans aus Velbert waren nicht angereist, dafür war aber der Velberter Torwart umso motivierter. Der aus Herne stammende Keeper, der vermutlich Blauer sein dürfte, machte schon vorm Anpfiff seine Sympathien zum RWE deutlich und war fortan natürlich Liebling der Tribüne. Blöderweise hielt der besagte Kollege jedoch erstmal alles fest und sein Team konnte in der 42. min auch noch unverdient in Führung gehen. Aber in der 2. Halbzeit, in der der RWE aufs Niemandsland zuspielte, legte der RWE noch einmal ordentlich zu und legte dem Velberter Torwart – völlig zurecht- 4 Bälle in die Maschen. Also die rot-weisse Mission Aufstieg läut weiterhin sehr ordentlich!

Rot-Weiß Oberhausen – MSV Duisburg

Da am vergangenen Freitag sonst nichts los war, lächelte mich der Spielplan der 2. Liga etwas an. RWO-MSV. Quasi n bisschen Derby. In Schoppen wurde auch schnell ein weiterer Interessent gefunden und somit kam ich mal wieder in den „Genuss“ des Oberhausener Niederrheinstadions. Tolle Spiele habe ich hier noch nie erlebt und diese Tradition wurde leider beibehalten. Irgendwie war das alles nichts! Zunächst gab es kein Bier (Sicherheitsspiel), dann habe ich mein Steak wegschmeißen müssen, da dies quasi nur aus einer einzigen großen Sehne bestand und das Spiel war auch eher Magerkost und endete demnach mit 0:0. Lediglich auf den Rängen war ein klein wenig was los. 12000 Besucher hatten sich eingefunden und unter diesen dürften 3000-4000 Duisburger gewesen sein, sowie sicherlich eine vierstellige Zahl Hopper und sonstige Schaulustige. Die Oberhausener Fanszene begann mit einer kleinen Poker-Choreo: Spruchband „Voller Einsatz für den Derbysieg“ und gute 100 überdimensionale Pokerchips auf der Tribüne. Naja… Duisburg hatte zum Beginn der beiden Halbzeiten etwas Pyro im Repertoire, war natürlich lauter als OB, konnte aber auch keine Bäume ausreißen. Also ging es eher unbefriedigt zurück in die Bierhauptstadt.

FCB-BVB

Tags drauf durfte ich dank 18:30Uhr-Spiel sogar ansatzweise ausschlafen, ehe es um 09 Uhr mit einem der 3 TU-Busse in den Süden ging. Die rund 7 Stunden Fahrtzeit waren , für mich als Langstreckenbushasser, diesmal sogar relaiv human und so konnte ich die Gefahrenansprache der Bayrischen Polizei mit ausreichend Humor genießen, ehe es zunächst auf den Stadionvorplatz zum quatschen und warten ging und danach der Treppenmarathon in den 3. Rang des Stadions anstand. (Danke DFL! Dafür, binnen 2 Wochen den Betzenberg und die Münchener Arena rauf zu klettern, kann ich bei meiner Krankenkasse bestimmt schon irgendeine „der macht Sport Vergünstigung“ bekommen…)

Zu Beginn des Spitzenspiels zeigten beide Fanszenen eine gemeinsame Aktion zum Thema Kein Zwanni In beiden kurven hieß es „Fussball muss bezahlbar sein“, was die Münchener mit einigen weiteren Spruchbändern umsetzten, während der Spruch bei uns in eine Choreo umgesetzt wurde, auf welche im Anschluss noch einige Kein-Zwanni-DH zum Einsatz kamen.(Bilder SG.de)

Stimmungstechnisch war es das erwartete Heimspiel, wobei mir die Bayrische Südkurve heuer etwas mehr Gegenwehr zu geben schien. Aber im großen und ganzen feierte der BVB-Anhang den ersten Sieg beim FCB seit 20 Jahren schon recht ausgiebig. Völlig zurecht!

Zum Spiel selber brauche ich mich vermutlich nicht großartig äussern, aber sollte es jemand geben, der es verpasst hat, Louis van Gaal fasst die Ereignisse noch einmal zusammen:

Nach dem Kick gingen die ausgelassenen Feierlichkeiten in einer genialen Art und Weise weiter: Nachdem das Stadion sich immer mehr leerte zog der Ultrahaufen ab und rockte im Treppenhaus, sowie unter der Arena nochmal ein wenig ab. 24. Spieltag und wir singen in der Münchener Arena, völlig ironiefrei, etwas von der Meisterschaft. Krasse Scheiße!

Aber irgendwann hieß es dann doch wirklich Abschied nehmen und mit etwas Verspätung ging es wieder heimwärts. Schnell wurde noch das restliche Bier vernichtet, bevor in unserm Bus etwas Ruhe einkehrte und bei einem Großteil sogar das Sandmännchen zu Besuch war.

SC Verl – Amas

Wir haben 100 Leute gefragt: „Nennen sie einen Ort und einen Zeitpunkt für ein interessantes Fussballspiel?“ – Dienstag, 16 Uhr, Sadion an der Poststraße – Verl

Trotzdem waren ca. 150-200 Borussen unter den 750 Besuchern und machten das Spiel zum gewohnten Heimspiel in Verl. Leider hat Verl aber genauso oft ins Tor getroffen, wie deren Fans die sagenumwobene Verler Trommel benutzen und gewann damit 2:0. Ansonsten kann man noch berichten, dass Herforder ja mal richtig scheiße schmeckt und Lena Meyer-Landrut nebenbei in der Verler Würstchenbude arbeitet.

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