Archiv für die Kategorie ‘Amateure’

34.Spieltag ; 20.05.2007 ; MSV Duisburg – Rot-Weiss Essen

Keine 4 Jahre ist es her, da spielte der RWE noch in der Zweiten Liga. 2007 verloren die Rot-Weissen chancenlos mit 3:0 gegen den damit feststehenden Aufsteiger aus Duisburg und für den RWE begannen mit dieser Niederlage dunkle Zeiten. Abstieg, Stadionchaos, Insolvens waren die Folgen. Sonntag nun ging es nun erstmals zurück ins Wedaustadion und mittlerweile schickt der Gegner auch nur noch seine U23-Mannschaft. Aber zum Glück gehts in Essen ja wieder aufwärts.

Gute 3000 Fans lockte die Partie an und überraschenderweise war davon ca. jeder 4. ein MSV-Fan. Die Ultra-Szene um Kohorte hatte zwar zum Besuch des Spiels aufgerufen, aber neben den ultra-nahen Personen fanden auch viele andere den Weg ins Stadion.Etwas anders sah es da beim RWE aus. Die brachten es auf „nur“ knappe 2500 Fans. Zwar sind 2500 Auswärtsfans in der 5. Liga natürlich total Bombe, aber im Vorfeld des Spiels machten noch größere Zahlen die Runde. Schließlich herrscht bei der Partie ein gewisser kleiner Derby-Charakter.

Da der ermäßigte Sitzplatz für schlanke 4€ zu bekommen war, machten es sich Schoppen, Thilo und ich im Oberrang bequem. Zwar war es nicht wirklich mein Plan zu sitzen, aber zu meiner Überraschung saßen wirklich alle Fans im Oberrang und ein Aufstehen wurde umgehend mit der Bitte sich hinzusetzen quittiert. Das hatte dann doch eher was von der Dortmunder Westtribüne als von einem Gästeblock… Stimmung suchte man meist vergeblich. Zwar bin ich als BVB-Anhänger diesbezüglich sicherlich etwas verwöhnt, aber ein bisschen mehr hätte es dann doch sein dürfen und ich hoffe die Sitze im neuen Essener Stadion werden keine ähnlich einschläfernde Wirkung haben. (Edit: Vielleicht hab ich auch Wahrnehmungsstörungen… Ein Essener Bloger schreibt davon aus dem Sitz gerissen worden zu sein. Da war ich wohl am Bierstand 😉 )  Im unter uns liegenden Stehplatzbereich war die Stimmung hingegen relativ gut. Trotz eines mäßigen Spiels, denn die Duisburger Amateure, die erstmals in der Arena spielten, waren gut motiviert und konnten mit dem Tabellenführer aus Essen nicht nur mithalten, sondern waren auch die bessere Mannschaft. Kurz nach der Halbzeitpause kam es zur folgerichtigen Führung für den MSV, die 20 Minuten später nur noch, durch einen geschenkten Elfmeter,  ausgeglichen werden konnte. Trotzdem war man auf Essener Seit zufrieden und feierte den Punktgewinn sogar mit einer Welle mit den Spielern. Aber bei 13 Punkten Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auch nicht großartig verwunderlich…

Amas – 1. FC Köln II

Bonjour Tristess! Unsere Amateure befinden sich mitterweile im totalen Niemandsland der Tabelle wieder und vom angepeilten Wiederaufstieg musste man sich schon längst verabschieden. So war die Vorfreude auf dieses Spiel sicherlich nicht die größte, aber irgendwie machts dann trotz der Bedeutungslosigkeit noch Spaß. Ein bisschen Fussball gucken, den Klängen der Sänger lauschen, Klönschnack mit Freunden betreiben, Bierchen trinken und Tradition der Roten Erde genießen. An sich doch ganz schön! Jedoch brauchte man sich den Fussball nicht wirklich angucken. 0:0 ging das eher langweilige Spiel aus und weitere Worte dazu wären Verschwendung. Bemerkenswert war sonst nur noch ein relativ hohes Aufkommen an Polizei und eine kleine Pyroeinlage (5-6 Bengalen) der Stadionverbotler, die natürlich etwas Stress mit der Polizei nach sich zog. Aber als der komplette H-Block zu den SV-lern raus ist, ist die Geschichte scheinbar ohne größere Komplikationen zuende gegangen.

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Amasderby & BVB-TSG

Veröffentlicht: 5. November 2010 von juetty in Amateure, Profis

Nachdem es hier die letzten Tage etwas ruhiger wurde, durfte ich gerade erfreut feststellen,dass ich noch einen kurzen, wenig spannenden Bericht zum Amasderby und dem Spiel gegen Hoffenheim in der Schublade liegen hatte. Somit kann ich Teil 1 der Berichtaufholjadt schonmal abhaken. Wenn das Gepöhle von vor 2 Wochen noch interessiert, bittesehr:

Am Samstag vor dem Spiel der Amateure, gegen die Gelsenkirchener Bumsschädel, hatten einige Borussen einen Termin mit der Zeitschrift „Schöner Wohnen“.  Unser aller Wohnzimmer sollte etwas aufgepeppt werden, doch leider steckte die Journalistin, die uns Tipps bezüglich der passenden Duftkerzen, raffinierter Gardinen und farbenprächtigen Blumenbeeten geben wollte, im Stau und kam nicht bis zum Westfalenstadion. So mussten wir auf unsere eigenen Ideen zurückgreifen und brachten lediglich den Müll raus, ehe wir uns, als Null-Euro-Jobber ein Battle mit den anwesenden Ein-Euro-Jobber lieferten. In der einzigen Disziplin: „Unmotiviert Gucken“, gab es aber nach ca. 2 Stunden Spielzeit ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem beide Seiten sicherlich gut leben können.

Ich persönlich holte danach kurz meine bessere Hälfte vom Einkaufen aus der Stadt ab und durfte Achim und Heikö vor der Roten Erde gegrüßen. Ungefähr 2650 Dortmunder hatten sich am Samstagnachmittag in der alten Kampfbahn eingefunden und die Blauen, welche nahezu Zeitgleich in Frankfurt mit den Profis antraten, hatten zu unserer Unterhaltung, freundlicherweise noch 20-30 Hohlköpfe in den Gästblock geschickt. Das Spiel selber wies dann 2 recht verschiedene Halbzeiten auf. In der ersten war fast ausschließlich der Gegner am Drücker, in der zweiten Halbzeit lief es hingegen besser für unsere Jungs. Lediglich das Ergebnis beider Halbzeiten war identisch: Jeweils 1:0 für die Borussia. Damit haben wir auch das zweite Derby der Saison gewonnen und kletterten damit auf den 2. Tabellenplatz vor.

Tags drauf war ein weiterer sehr sympathischer Verein zu Gast an der Strobelallee. Super Hoffe! Da freut man sich auch schon Wochen vorm Spiel auf den packenden West-Südwest-Gipfel… Und so machten sich auch 700 Wahnsinnige Fans aus Hoffenheim, sowie 600 Gewinnspielsieger auf den Weg nach Dortmund um hier (völlig zurecht!) in die Nord-Ost-Ecke gepackt zu werden, wo man das Elend nicht ständig vor Augen haben muss. Wenn solche Kackvereine bei uns antanzen macht sich wirklich nicht viel Vorfreude breit. Dazu kam dann noch der begrenzt beliebte Sonntagstermin und als die Jugendförderung schlechthin dann nach 9 Minuten führte blieb insgesammt nicht mehr viel Freude übrig. Kurz drauf pfiff die Pfeiffe Stark auch noch einen Elfmeter zurück, der wohl in 99% der Fälle gegolten hätte. Irgendwie lief es nicht so wirklich rund. In der Folgezeit war der BVB zwar steht bemüht, aber die Gäste standen gut und sicherten ihren Vorsprung recht souverän. Bis zur 93. Minute als da Silva noch per Freistoß zum 1:1 traf. Nachspielzeiten liegen uns in dieser Saison scheinbar mehr als sonst.

Herzlich Willkommen zur Saison 2010/2011.

Die neue Kickerstecktabelle hängt seit ein paar Tagen über dem Schreibtisch und seit diesem Wochenende ist die Saison nun endlich eingeläutet worden. Leider jedoch nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte…

In der letzten Woche hatte sich geklärt, dass wir zu den gesetzten Mannschaften in der Auslosung für den Europapokal zählen würden und so begannen alle sich schon mögliche Wunschziele vorzustellen. Am freitagmorgen kam dann die Info, dass uns von den 37 ungesetzten Mannschaften lediglich Utrecht, Grashoppers Zürich, AIK Solna, Trabzonspor und FK Qarabaq Agdam zugelost werden können. So konnte man dann schon vor der Auslosung Flieger etc. checken und abklären wo man es überhaupt hin schaffen würde. Utrecht und Zürich wären gut mit dem Bus zu machen gewesen, Solna, als Stadtteil von Stockholm, wäre mit dem Flieger zu machen gewesen und die anderen beiden möglichen Lose waren nur schwer zu machen (Trabzon) bzw. überhaupt nicht zu bewältigen (Agdam). Am Ende vom Lied wurd uns natürlich Agdam zugelost und angesichts der Reisekosten von 400-500€ für den Flug, 90€ für einen Reisepass, 40€ fürs Visum war klar, dass das erste Auswärtsspiel in der Europa League ohne Zone09 Beteiligung über die Bühne gehen wird. Es ist doch leicht bitter, wenn die Vernunft siegt und man sich bewusst wird ein großes und geiles Abenteuer sausen lassen zu müssen.

Aber auch ohne Zone09 wird der BVB sicher sehr würdig in Aserbaidschan vertreten sein. War der deutsche Meister im letzten Jahr noch mit einer Hand voll Leuten in Moskau, wird der glorreiche BVB am Arsch der Welt satt dreistellig antischen. Allen Reisenden vorab schon mal viel Spaß und bringt bloß ein ausreichendes Resultat mit! Fliegen wir da raus, würd ich nämlich mal richtig kotzen! Aber wird schon schief gehen.

Damit weiter zum nächsten Thema: Unsere Amas starteten gestern beim FC Köln in die neue Saison. Endlich wieder Fussball!

Zusammen mit Achim und Heiko machte ich mich gegen 10 Uhr auf zum Bahnhof, wo sich auch schon ein ganz guter Trupp gesammelt hatte um mit der Regionalexpress gen Köln zu düsen. Im Kölner Amateurstadion, dem Franz Kremer Stadion, fanden sich bis 14Uhr, bei herrlichem Wetter 1400 Zuschauer ein, von denen der Großteil mit den Schwarzgelben hielt.

Insgesamt werden wohl um die 800 Borussen vor Ort gewesen sein, von denen die eine Hälfte ein ruhiges Sommerspiel genoss und die andere Hälfte versuche unsere Amas nach vorne zu Singen. Auf Seiten der Kölner war nicht viel los. Zwar sagten Teile der Ultras vom Spiel noch freundlich „Hallo“ (jetzt mal keine Umschreibung für irgendwelche ultratypischen Spielchen) aber im Stadion gab es keine große Unterstützung für die FC-Amateure. Die meisten Kölner zog es ins Müngerdorfer-Stadion, wo der FC gegen Sampdoria Genua spielte.

Somit war es auf den Rängen eine ähnlich einseitige Angelegenheit wie auf dem Rasen. Jedoch mit unterschiedlichen Siegern. Auf dem Platz zeigten unsere Jungs nämlich eher wenig. Nach 2 Fehlern lag man bereits nach 25 Minuten 2:0 hinten und machte generell einen bescheidenen Eindruck. Zur Halbzeit war man mit dem Ergebnis noch ganz gut bedient und in der 2. Hälfte änderte sich das auch nicht gravierend. Zwar gelang noch der Anschluss, aber am Ende hieß es völlig verdient 3:1 für den FC. Ich hoffe, dass unsere Amas, die ja über den Sommer doch relativ viele Wechsel zu verkraften hatten, sich mit der Zeit noch deutlich steigern können.

Auf dem Rückweg, wie eigentlich den ganzen Tag über, drehten sich die Gespräche dann weiter um das Thema Aserbaidschan, wir erfuhren vom schlausten Mensch der Welt, dass der Aserbaidschaner Bier sagt, wenn er die Zahl 1 meint und überlegten die Bahn zu verklagen, da in unserem Wagen die Klima ausgefallen war und es in unserm 1. Klasse-Abteil so ca. ziemlich heiß war. Genaue Temperaturangaben können aber leider nicht gemacht werden, da niemand ein Temperatur-App vorweisen konnte.

Und damit geht es nun weiter zum nächsten Thema, welches mir unter den Fingernägeln brennt. Interessanterweise auch scheinbar nur mir, wenn ich mir die bisherigen Reaktionen so anschaue…

Gestern ging nämlich der Vorverkauf für das Heimspiel gegen Agdam los. Überraschender Weise gab es sogar noch ein paar Karten für die Südtribüne zu bekommen. Dies ist schon leicht verwunderlich, da ich dachte, dass alle möglichen Plätze an die Dauerkarteninhaber gehen würden, aber das ist mir an sich auch Schnuppe. Gehen halt ein paar Hundert Karten noch an Mitglieder raus. Soll mir gleich sein.

Ander sieht es jedoch mit dem Preis für diese Karten aus. Der regt mich dann doch etwas auf! Zwar hab ich es, als Achim und JVL von 18€ sprachen, nicht sofort gerallt und noch an die üblichen Vorverkaufskosten gedacht, später am Abend kam mir dann aber doch noch die Erleuchtung: Die Südtribünenkarten für den Europapokal kostet tatsächlich 3,50€ mehr als bei Ligaspielen. Kann man natürlich egal finden, mir persönlich stinkt das gewaltig!

Seit Einführung der ausnahmslosen Sitzplatzpflicht bei Europapokalspielen (Die nebenbei bemerkt natürlich auch totaler Schwachsinn ist) waren die Preise für die „Sitz“-Plätze auf der Süd bei Liga- und Europapokalspielen immer identisch. Und das ja auch nicht ohne Grund. Gestanden bei bei Spielen ja so oder so. Und nur weil die UEFA vorschreibt, man habe auf einem Sitz anstatt auf einer Stufe zu stehen, wird der Platz ja nicht besser.

Jetzt aber möchte man scheinbar dann doch etwas mehr Kohle verdienen und lässt mal den 3,50€-Testballon steigen. Hält sich die Kritik in Grenzen, wonach es ja gerade absolut aussieht, werden in 1-3 Jahren sicherlich die üblichen Sitzplatzpreise bei internationalen Spielen haben. Da bin ich mir sicher. Das bringt dem Verein natürlich ein paar hunderttausend Euro mehr ein, jedoch sollte da auch beachtet werden, wem man in die Tasche greift. Die Option auf einen Südtribünenplatz bei Europacupspielen bekommt man erst nachdem man ca. 8 Jahre eine Dauerkarte auf der Südtribüne hatte. Diesen treuen Radaumachern noch mehr Kohle abnehmen zu wollen halte ich schon für unverschämt. Ich werde irgendwie doch eher ungern gemolken… Daher wäre es schön, wenn das Thema nicht ganz so kommentarlos hingenommen wird.

Fern am vom Trubel in Südarfika wird seit einigen Wochen eine Reform der Regionalligen für das Jahr 2012 angestrebt.  Vornehmlich Fans und Vereine aus der Regionalliga sind bestrebt die U23-Mannschaften von Profiteams aus ihren Ligen auszugliedern und für diese Mannschaften eine seperate Liga zu schaffen.

Wie ich finde, sind sie damit auch gar nicht mal so im Unrecht, denn die Ligen sind in ihrer jetzigen Form an Attraktivität kaum mehr zu unterbieten. Die Regionalliga West wird kommendes Saison z.B. mit 10 Zweitmannschaften, 4 Mannschaften der Kategorie „booooring“ ( Verl, Elversberg, Lotto, Wiedenbrück) und nur 4 halbwegs interessanteren Vereinen (Preußen Münster, Wuppertal, Homburg , Trier) über die Bühne gehen müssen.

Da wird eine solche Liga schnell zur Todesliga. Viele Zuschauer lockt sie nicht an, da es objektiv gesehen nunmal spannenderes gibt als gegen Bielefeld II und Verl zu spielen, seitens des DFBs gibt es diverse kostspielige Auflagen  für die Liga und die verbliebenen „größeren“ Vereinen versuchen Jahr für Jahr unter einem hohen finanziellen Risiko den Aufstieg zu erzwingen um der Schweineliga so zu entfliehen. Da ist es auch gar nicht mal großartig verwunderlich, dass letzte Saison 6 Vereine die weiße Fahne hervor kramten und ins Insolvenzverfahren gehen mussten. Rot-Weiss Essen, SSV Reutlingen, Eintracht Bamberg, der Bonner SC , Waldhof Mannheim und TeBe Berlin stiegen zwangsweise ab.

Auch als Fan unserer Zweitmannschaft muss ich eingestehen, dass dort akuter Handlungsbedarf besteht. Klar, wir haben beim BVB eine recht gute Amateurszene und wir bringen – wenn die Profis nicht zeitgleich spielen – deutlich mehr Fans als z.B. Verl mit und vor vielen der größeren Vereinen brauchen wir uns auch nicht zu verstecken, jedoch sind wir da eine Ausnahme. Von Frankfurt, den beiden Münchener Vereinen und eben uns mal abgesehen, werden die jeweiligen Amateure eigentlich nur gering, nur bei besonderen Spielen oder eben gar nicht unterstützt.

In der nun angestrebten Reform sehe ich aber auch einen annehmbaren Kompromiss. Oft wurde ja auch schon gefordert Zweitmannschaften komplett auszugliedern und für sie einen eigenen Wettbewerb zu schaffen, was aber in meinen Augen zuviel des Guten wäre und zudem auch nur schwer durchsetzbar ist.  Beschränkt man sich mit mit der Ausgliederung hingegen nur auf die 4. Liga, wo es mit 25 Amateurteams von ingesamt 54 Mannschaften wahrlich einen Ausnahmezustand gibt und wo die Vereine eigentlich noch mit lukrativen Zuschauereinnahmen planen sollen können, wäre dies ok für mich.

Zumindest solange auch für Zweitmannschaften noch die Möglichkeit gegeben ist in die 3. Liga aufzusteigen, denn eine reine U23 Liga als Spitze des Möglichen wäre nicht das Wahre. Aber in der angedachten Reform möchte man permanent vier U23-Mannschften in der 3. Liga halten, wobei die schlechteste U23-Mannschaft unabhängig vom Tabellenplatz in die 4 Liga absteigen würde.

Damit sollten dann sicherlich alle Parteien leben können und man darf gespannt sein was im Oktober beim DFB-Bundestag so rum kommt.
Wer sich näher Informieren oder das ganze unterstützen möchte, kann die hier tun.

PS: Auf das generelle Miesmachen der Zweitvereine („Es will sie (Die Zweitvereine) schlicht und ergreifend auch niemand sehen. Die Zuschauerresonanz schwindet bei Spielen gegen diese Gegner Zusehens. Von Partien untereinander (z.B. Wehen II – Fürth II vor 87 Zuschauern) ganz zu schweigen.“) werde ich nicht näher eingehen. Dafür ist es mir zu warm und ich glaube youtube kann mir das Reden auch abnehmen:

Als um halb 8 der Wecker klingelte musste ich doch erstmal durchpusten… Aufgrund eines Würfelabend in der Stube und eines stets motiviertem WG-Mitbewohners, hatte ich nen kleinen Mann mit nem großen Presslufthammer in meinem Kopf drin. Also gabs 2 Kopfschmerztabletten, nen Espresso und ab gings zum ersten Termin des Tages. Kurz den Frisör meines Vertrauens durch meinen Atemalkoholgehalt abgefüllt, das übliche Pläuschchen übern BVB gehalten und gegen 10 konnte ich dann, ohne Winterfell auffm Schädel, Sarah und Achim begrüßen um mit diesen nach Wuppertal zu starten. Die Amateure hatten dort um 14 Uhr noch ein Spiel und so machten sich rund 500 gut gelaunte Borussen auf die Reise in die Schwebebahnstadt.

Nach ruhiger Fahrt und der Erkenntnis, dass 2 Hansa wirksamer als 2 Kopfschmerztabletten sind, konnten wir gegen kurz nach 12 auch schon die Reise beenden und nach kurzem Fußmarsch das Stadion am Zoo erreichen. Hier hatte sich seit meinem letzten Besuch auch gut was getan. Die Überreste der Radrennbahn sind größtenteils verschwunden und es stehen nun 2 Stehplatztribünen direkt hinter den beiden Toren. Ich fand das Teil mit den Radbahnresten zwar recht kultig, aber jetzt hat es durchaus weiterhin Charme. Mich erinnerte das ein bißchen an eins meiner ehemaligen Lieblingsstadien. Den Bökelberg.

Aber in Wuppertal fehlt es dann doch etwas an Fanvolk um den Laden richtig Leben einzuhauchen. Der ca. 100 Mann starke Haufen der Wuppertaler Ultras steht im äusseren Bereich der Haupttribüne und sonst scheint der Wuppertaler Stehplatzfreund lieber den oberen Teil der alten Gegengeraden als die neue Hintertortribüne zu nutzen. Dort war nämlich am wenigsten Los.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit gespickt von Fehlern, wobei Wuppertal die etwas stärkere Mannschaft war. Torerfolge blieben auf beiden Seiten aber aus. Die Wuppertaler Ultras waren wohl aufgrund des Daches und den passenden Windes recht gut zu hören, während die ca. 300 Dortmunder Sänger in gewohnter Manier auftraten.

In der zweiten Halbzeit konnten unsere Amas dann aber die gefühlte erste Torchance nutzen und gingen nach einer Stunde Spielzeit mit 0:1 in Führung. Danach machte Wuppertal zwar wieder mehr das Spiel, konnte aber weiterhin nicht einnetzen.  Auf Seiten der Wuppertaler Fans hatte man nun „die Schnauze voll“ und wollte die Mannschaft „kämpfen sehen“, ehe man sich noch ein wenig um den Schwarzgelben Anhang kümmern wollte. Per Spruchband teilten sie irgendwas von „Stadt sauber halten“ mit und warfen ein paar BVB-Fanartikel im hohen Bogen zu Boden.

Im weiteren Verlauf passierte aber nichts Erwähnenswertes mehr und ca. 10 Minuten vor Spielende brachen alle Zugreisenden zum nächsten Bahnhof auf um noch pünktlich zum Profispiel wieder in der Bierstadt zu sein. Dank Mobilem Internet erfuhr man noch vom 0:2 für unsere Amas und konnte so beruhigt abreisen. Unsere Zone Reisegruppe, welche mittlerweile durch Höcken-Dieter (der böse Zwilling des Cousins meiner Freundin) verstärkt wurde, hatte aber nur bedingt Lust auf 80 Minuten knallvolle S-Bahn nach Dortmund und nahm die vermeintlich schnellere und leerere Verbindung über Essen.

In Dortmund angekommen noch schnell Horti und Suddi aufgegabelt und ab in den Ausweichblock Nr. 10. Bis wir im Westfalenstadion ankamen, war es doch schon nach 18 Uhr und die Süd dem entsprechend gut gefüllt. Daher diesmal nicht im Epizentrum der Süd, sonder links aussen. Von hier konnte man in der 1. Halbzeit rund 3500 Leverkusener Fans beim Schweigen und 11 Leverkusener Spieler beim feinen Fußball begutachten. Leverkusen war klar besser, konnte aber zu unserem Glück den sehr starken Weidenfeller nicht überwinden. Mit 0:0 ging es in die Halbzeitpause und nach dieser bot sich auf dem Rasen ein komplett anderes Bild. Dort war Dortmund nun besser und ging bis zur 60. Minute mit 2:0 in Führung. Auf den Rängen wurde das Bild aus der ersten Halbzeit hingegen noch verstärkt. War in der ersten Halbzeit der Leverkusener Ahnung schwach und der BVB-Anhang ganz ok, blieb Leverkusen in der 2. Halbzeit schwach, während der Rest des Westfalenstadion teilweise richtig geil lärmte. Mitunter zogen alle Tribünen mit, was für ordentlich Power sorgte… Und auf dem Spielfeld konnten wir kurz vor Schluss sogar noch das 3:0 machen, womit der Europatraum weiter wachsen darf!

Nach dem Spiel zog es die anderen wieder zurück ins Münsterland, während ich noch kurz an der Stube vorbei schaute. Jedoch kam dann doch schnell der Müdigkeitshammer vorbei und ich strich schon nach 2 Bier die Segel.  Also ab nach Hause und nach 5 Minuten Sportstudio eingepennt.

Für uns gehts jetzt am Dienstag mit einem wirklichen 6 Punkte Spiel der Bremer weiter (gewinnt Werder sinds anstatt 4 Punkte Vorsprung mal eben 10 Punkte auf den nächsten Nicht-Europapokalplatz), am Mittwoch kommt Ingolstadt in die Rote Erde und Samstag gehts nach Berlin, wo man sich nach dem 5:1 Sieg in Wolfsburg wohl auch nochmal aufbäumen möchte. Also ein spanndende Woche!

( Nicht vorenthalten möchte ich euch den wohl einzigen Witz, den ich mir in den letzten 3 Jahren hab merken können. Daher muss der jetzt schnell raus, bevor ich den – wie üblich- wieder vergesse 😉 )

Mann und Frau sitzen einander im Zugabteil gegenüber.
Man kommt ins Gespräch…
Er: „…und wie heißen Sie?“
Sie: „Carmen.
Er: „Das ist aber ein schöner Name.“
Sie: „Eigentlich heiße ich Claudia, aber den Namen mag ich nicht. Autos und Männer sind die Dinge, die ich am meisten liebe… Daher Car und Men…Car-men.!
Er: „Aha…“
Sie: „Und wie heißen Sie?“
Er: Bierfotze!

SV Sandhausen – Amas

Veröffentlicht: 19. Oktober 2009 von juetty in Amateure
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Nach einer kurzen Nacht begann mein Wecker schon gegen 6 Uhr Randale zu machen. Und das obwohl ich eigentlich die Langschläfervariante als Anreise zum Amateurspiel gewählt hatte. Während der WET-Haufen schon um 5:45Uhr losfuhr, startete ich erst um 9 Uhr in Dortmund. Jedoch wachte ich Samstag nicht in der Bierhauptstadt auf und musste so auch erstmal etwas mit dem Zug durch die Gegend fahren. Ein paar wahnsinnig aufregende Stunden später, konnte ich dann aber unseren Picknickbomber anlassen und es begann eine ganz nette Kaffeefahrt.

Vor der Fahrt wurde zur Selbstverpflegung aufgerufen und so hatten wir Kaffee, Kuchen, Frikas, Kartoffelsalat („Pfeffertechnisch ordentlich gezuckert“) , Blätterteig, Spieße, Grünzeug mit Dip und zu guter Letzt meinen Beitrag: Pappteller und Plastikbesteck an Bord und konnten es uns gut gehen lassen. Da die Frikadellen im Gegensatz zum Kuchen ganze Zwiebeln beinhalteten, bekommt Plettes Beitrag den goldenen Michelin Stern, wohingegen sich Sarahs Kuchen mit der silbernen Variante begnügen muss. määh

Neben dem Essen verbrachten wir die Hinfahrt damit im Stau zu stehen und schauten in Langgöns (wer kennt es nicht?) einigen Schafen bei ihrer schlußendlich hoffentlich erfolgreichen Revolution zu. FREIHEIT FÜR DIE JUNGS!

Kurz nach 1 kamen wir dann im beschaulichen Sandhausen am kleinen Hardtwaldstadion an. Bis dahin bestand mein komplettes Wissen über den SVS quasi aus der legendären Aufforderung an die Ultras sich doch bitte umzubennenen. ( Der Name „Ultras“ ist absolut negativ belegt und wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Fans. Wir bitten darum, den „Ultras-Banner“ durch einen anderen zu ersetzen.
Namensvorschläge für den SVS Fan-Club:
• Hardtwaldwahn • Schwarz-Weiße-Begleiter • Hardtwaldfront • Black White Magic • Hardtwaldinferno • Pinguine • Hopfezopfer • Hardtwaldpower
) Wirklich anders, als es dieser 1. Eindruck vermitteln könnte, war es dann auch nicht. Kleiner Dorfverein eben… Ansich ja nicht weiter schlimm, unangenehm war aber, dass Polizei und Ordner hier teilweise vom normalen Leben gelangweilt, übermotiviert, überfordert und nervös daher kamen. So wollte man vor Spielbeginn z.B. dem schwarz gelben Anhang untersagen in den überdachten Gästesitzer zu gehen, da man scheinbar nicht wusste, dass der Block zum Bereich der Gäste gehört. Nachdem Scharzgelb dann doch in den besagten Block durfte, wurde dieser auch schon bald wieder dicht gemacht (Obwohl der Block maximal zu 2/3 gefüllt war). So suchten wir Zuflucht im angrenzenden Familienblock, vor dem man uns aber auch nicht wollte und versuchte wieder zum geschlossenen Gästeblock zu schicken. Alles leicht unkoordiniert…

In der 10. Minute konnte ich dann aber auch mal einen Fuß in den Innenraum des Stadions setzten und bekam sofort das 1:0 für Sandhausen zu sehen. Unsere Amas spielten sich wahrlich mal einen Rotz zusammen und lagen nach 30 Minuten schon 3:0 hinten. Und besser sollte es so schnell auch nicht werden. Also mal kurz ein paar Worte zum Stadion. Beide Geraden und eine Hintertortribüne bestehen aus ca. 10 Stehplatzstufen, wobei an einer Geraden zusätzlich noch eine kleine Überdachte Sitzplatztribüne für vielleicht 300-400 Mann steht. Die andere Hintertortribüne, wo wir uns befanden, ist eins dieser Stahlgerüstmonter. Sieht nicht toll aus, erfüllt aber wohl die Auflagen für die 3. Liga. Ca. 2500 Sitzplätze befinden sich hier und die ganze Tribüne ist „überdacht“ mit so einer Art Plane.

Fantechnisch war wie erwartet nicht viel los. Vielleicht 50 Mann machten gegenüber dann und wann mal den Mund auf und wedelten mit ein paar Fahnen. Gehört hab ich aber nichts davon. Das einzige was ich hörte waren die Sandhausener auf unsere Tribüne, die ab und zu mal mit dem Füßen auf der Tribüne trampelten. Auf Seiten der Borussia sah es da schon etwas anders aus. Etwa 300 Mann, die ganz ordentlich auftraten. Rolf Rüssmann hätte wohl gesagt: „Wenn wir hier schon nicht gewinnen, singen wir denen wenigstens das Stadion kaputt.

Nachdem es in der 2. Hälfte dann irgendwann auch schon gut und gerne 5:0 hätte stehen können, meldeten wir uns auch noch mal kurz zurück. Aber das 3:1 durch Hill in der 76. und das schöne Teil zum 3:2 durch Boztepe waren am Ende dann halt doch zu wenig und besiegelten die verdiente Niederlage vor insgesamt 2100 Zuschauern.  Leicht gefrustet wollte man nun eigentlich wieder nach Hause tischen, aber bevor es soweit war führten die Ordner noch mal schnell ihre Quarzsandhandschuhe vor und die Polizisten stürmte ihnen, wie von William Wallace höchstpersönlich heißt gemacht, mit Kampfgeschrei zur Hilfe. Ein Dortmunder musste zwar danach noch vorsorglich in eine Klinik, dort stellte sich aber raus, dass es keine schlimmere Schäden gab.

Nach dieser total überflüssigen Aktion und dem Abmarsch des WET-Mobs ging es für uns aber auch irgendwann wieder zurück in die Heimat. Spannendes zu berichten gibt es meinen Erinnerungen nach jedoch nicht mehr, womit hier dann Ende ist.

Edit: Wer die Zusammenfassung sehen möchte: Klick

Amas – Wehen & Ponys – BVB

Veröffentlicht: 8. Oktober 2009 von juetty in Amateure, Profis
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Interessanter Weise hatte ich schon im Vorfeld richtig Bock auf den letzten Samstag. Trotz oder gerade wegen des schmerzlichen Derbys im Rücken, zeigte meine Motivationskurve stark nach oben als es in Richtung Spieltag ging. Zwei mal 90 Minuten BVB, erschien mir eine gute Seelentherapie zu sein.

So ging es in freudiger Erwartung gegen Mittag zur Roten Erde. 1Wehen064 Zuschauer, davon ca. 40-50 aus Wehen und 1 Person im Paderborn Trikot (?) waren neben mir noch da. Sicherlich kein Wahnsinnsbesuch, aber bei Nieselwetter, einem langweiligen Gegner und dem Profispiel am Abend in Gladbach war es noch eben so ok.  Der H-Block trällerte dann ab 14 Uhr die gewohnten Lieder und unsere Jungs auf dem Platz ließen sich auch nicht lumpen und boten eine ganz ordentliche Leistung. Dem 0:0 in der ersten Hälfte folgte in der 65. Minute das 1:0 für uns und es sah lange Zeit so aus als würden wir den wichtigen Dreier einfahren können. Aber es kam natürlich anders: Während ich mich schon in Richtung Ausgang begeben hatte, gab es in der 90. Minute noch das 1:1 durch einen Freistoß. Also am Ende abermals zu wenig Ertrag für die Jungs. Nicht, dass solche Punkte nachher zum Klassenerhalt fehlen…

Viel Zeit den Punkteverlust zu betrauern blieb uns aber glücklicher Weise nicht. Mit dem Apfiff ging es für viele zu den Autos oder den Bussen, die uns nach Gladbach kutschieren sollten. Fünf oder sechs Busse (Ich habe 5 gezählt, andere Medien sprechen von 6) warteten auf uns und konnten nach einer kurzen Verwirrungsphase gen Gladbach starten.

Gute zwei Stunden später erreichten wir – ohne spannendere Vorkommnisse – den Stall der Ponys. Eigentlich hieß es im Vorfeld der Partie, dass für uns ein kleiner Teil des Stehplatzblocks mit Flatterband freigehalten werden würde, aber als wir ankamen lag anstatt unsers Handtuchs nur noch ein speckiger Engländer auf unserer Liege.  Oder so ähnlich…

Der angrenzende Sitzplatzblock war aber noch sehr leer und so konnten wir uns größtenteils dort nieder lassen. An dieser Stelle geht ein freundlicher Gruß an die Ordner raus, die das ohne Murren so hinnahmen. Aber es war ja auch satt Platz vorhanden. Zwar waren wohl so 6000 Dortmunder da, aus dem eigentlichen Gatskontingent gingen jedoch massig Karten zurück nach Gladbach. Die Euphorie der vergangenen Saison nimmt sich aktuell anscheinend eine kleine Auszeit…

Das Angenehme an unsere späten Ankunft war dann, dass man nicht lange aufs Spiel warten musste. Gerade im Block liefen auch schon die Spieler ein und nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Rolf Rüssmann begann ein wahnsinnig aufregendes Fußballspiel. Auf dem Platz Langeweile pur. Es gab kaum spannende Szenen, Not gegen Elend, aber durch ein Barrios-Tor konnten wir 1:0 gewinnen. Ganz wichtige Punkte, die in den Kunstrasenwochen für Ruhe in Dortmund sorgen.

Ruhig war es für meinen Geschmack auch auf Gladbacher Fanseite. Da kam wenig bis gar nichts bei meinen Gehörgängen an. Auf unserer Seite fehlte zwar aufgrund der vergangenen Ereignisse der ein oder andere Farbklecks in unserem Bereich, akkustisch war es aber ganz ok. Viel mehr fällt mir dann zu dem Thema auch schon nicht mehr ein.

Die Rückfahrt gestalltete sich für mich ganz nett. Zuerst wurde Kuchen gereicht und da ich bei der Buswahl ein glückliches Händchen hatte waren auch genügend Getränke an Bord, so dass ich mir kurzweilig nochmal einen guten Pegel zulegen konnte, ehe es zurück nach Hause ging. Also alles in allem kein spannender, aber ein recht zufriendenstellender Tag.