Wie gestern erwähnt startet heute der erste Rundumblick:

Derbyboykott beim Spiel Homburg – Neunkirchen

Bei der Borussia aus Neunkirchen flatterten am Samstag über 20 Stadt- und Stadionverbote für das Derby beim FC Homburg ins Haus. Begründet wurden die Verbote mit Einträgen in der unsinnigen „Datei Gewalttäter Sport“.  Nun sieht es nach einem Boykott der Borussen aus:

http://www.schwarz-auf-weiss.info/?p=1266

Leipzig vs. Leipzig

Am Wochenende spielten SG Leipzig Leutzsch und Roter Stern Leipzig gegeneinander. 10:0 ging das Spiel aus, doch das ist aktuell eher Nebensächlich. Der Rote Stern beklagt sich darüber, dass die Leutzscher rechte Parolen duldet und Leutzsch stellt die Sterne in die Ecke der schlechten Verlierer…

Bericht von RSL

Vositzender der Leutzscher äussert sich im Leipziger Fernsehen

Und dies ist Videomaterial vom besagten Spiel:

Der Grieche wetzt die Messer

Der Loddar hat bekanntlich neulich bei der CL-Auslosung dafür gesorgt, dass wir es in der Gruppenphase mit Piräus zutun bekommen und seitdem gehen meine Blicke auch etwas in die Richtung Griechenland:

30.08.: Drei zum Teil schwer verletzte Fan bei einer Messerstecherei http://de.eurosport.yahoo.com/30082011/73/int-fussball-schwerverletzte-randale-athen.html

05.09.: Ein Toter und zwei weitere Messerstichopfer http://www.news.de/sport/855219375/ein-toter-bei-fussball-krawallen-auf-kreta/1/

Da bleibt zu hoffen, dass die Messer, die wir dort zu Gesicht bekommen werden, alle nur zum Gyros schneiden verwendet werden…

Kornkreise am Bremer Osterdeich

Am Samstag kommt es in Bremen zum Derby gegen den HSV. Bremer Fans haben nun schon einmal den Rasen am Osterdeich bearbeitet. Ob die HSV Fans vom Bremer Bahnhof aus wieder mit dem Bus zum Weserstadion fahren müssen, und ob die Busse auch an den Kunstwerken halten werden ist (mir) bislang noch unklar.

Barca stimmt über Trikot-Sponsoring ab

Die Mitglieder des FC Barcelona werden am 24.09. darüber abstimmen, ob das Barca-Trikot weiterhin mit einem Sponsor bedruckt ist. 107 Jahre lang war das Katarlanische Trikot blank. Rot-Blaue Streifen auf dem Trikot, Wappen drauf, fertig. 2006 gab man diese Tradition freiwillig auf um kostenlos für UNICEF zu werben und seit dieser Saison gibt es nun den ersten wirklichen Sponsor auf der Brust.

Scheinbar sind damit nicht alle zufrieden und es kommt zur Abstimmung zwischen den Taditionenllen Werten und eben einer Menge Geld. Rund 30 Milionen € könnten jährlich in die Vereinskassen fließen. Oder eben nicht. Ohne großer Barca-Kenner zu sein, würde ich darauf tippen, dass die Mitglieder mit 80% für ein Sponsoring stimmen werden. Aber warten wir es ab.

http://www.barca99.com/de/news/sandro-rosell-quatar-foundation-abstimmung-trikotsponsor

Die Bierbrauer aus Quilmes

Zwar geistert der Film schon eine gewisse Zeit durchs Netz, aber er soll hier trotzdem erwähnt werden. Eine 30-minütige Reportage über einen nur bedingt erfolgreichen Verein aus Argentinien und im speziellen über seine Fans:

Die Fans aus Quilmes nennen sich aufgrund ihrer weltberühmten Bierbrauerei Cerveceros – Bierbrauer. Unser Hauptaugenmerk lag auf dem harten Kern der Fanszene, der sogenannten Barra Brava, am ehesten mit der Hooligan/Ultraszene in Europa zu vergleichen.

BVB-Fanabteilung hat bedenken an neuer 50+1 Regelung

Bezüglich der Neuregelung wollen wir auch einige Fragen in den Raum werfen, die deutlich machen, wie schwammig und gefährlich die Änderung im Regelwerk sein könnte. In dem späteren Regelwerk müssen eindeutige Regelungen getroffen werden, denn sonst sehen wir spätestens ab der zweiten Generation von möglichen Vereinsbesitzern einige Problempunkte…

http://www.bvb-fanabteilung.de/neuigkeiten/aktuelles/3073-50-1-regel.html

(Der Rundumblick wird laufend erweitert)

Gegen den Trend!

Veröffentlicht: 4. September 2011 von juetty in Uncategorized

Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. Ganz Dortmund hört mit dem Bloggen auf… Ganz Dortmund? Nein, ganz so schlimm ist nicht. Die Bichse, Boissere und Tinnef leben ja auch noch vor sich hin und Dortmund liegt glücklicherweise nicht in Frankreich. Aber mit DTS98 und dem Q-Blog sind nun zwei Blogs von der Bildfläche verschwunden, die ich schon recht gerne gelesen habe und ein paar weitere BVB-Blogs haben sich ebenfalls schon wieder aus dem Internet verabschiedet. Mich selber hat die große Schreiberlust aber nun auch mal wieder verlassen. Wichtige Themen kann ich mittlerweile besser woanders unterbringen und dass der BVB mal so, mal so spielt, wir gerne n Bierchen trinken und die Stimmung im Stadion gut/mittel/schlecht war, ist an dieser Stelle nun auch schon oft genug erwähnt worden.

Wirklich regelmäßige Berichte gabs hier ohnehin nur selten, aber ich werde mir zukünftig auch keinen Kopf mehr darüber machen. Vielleicht kommt dann und wann nochmal ein Text zu einem Spiel, dies wird jedoch nach Lust und Laune der Zonies passieren. Warten wir mal ab, was sich da so tut.

Stattdessen reizt es mich einen regelmäßigen Rundumblick zu wagen, wobei der Fokus dabei dann natürlich nicht mehr auf dem BVB liegt. Wo gabs ne gute Choreo, was tut sich fanpolitisches in der Welt, gibts spannende Filmchen zu sehen, etc. Nach meinem jetzigen Planungsstand wird es dann jede Woche einen Rundumblick geben, der laufend erweitert wird und dessen Größe sich halt danach richtet, was ich so an spannenden Sachen passiert. Ich weiß zwar selber noch nicht wie lange das ganze interessant bleibt, aber ein paar Wochen werde ich damit sicherlich überbrücken können. Morgen gehts los und dann schaumer ma…

 

 

Erst vor ein paar Tagen habe ich irgendwo einen Beitrag zu Didi Hallervorden gesehen. Der blödelt viel rum, ist aber eigentlich gar nicht so blöd. Hier wirds nun um einen anderen Didi gehen, der wenig blödelt, dafür aber scheinbar etwas blöd ist: Den allseits beliebten Didi Hopp und seine Hoffenheimer Rasselbande.

Didis erstes Aufeinandertreffen mit den Fans des BVB war schon recht unglücklich, als 40-50 Fans bei einem Finalspiel der B-Jugend gegen ihn, TSG Hoffenheim und die dahintersteckenden Pläne gesungen haben. Es waren einige „Chaoten und Hardcorefans“, die sich scheinbar nicht mit Hopp anfreunden konnten -> Die Stimmung war etwas vergiftet.

Auf dem Weg ins Pokalfinale 2008 schaute die TSG dann erstmals in Dortmund vorbei. Stärkstens subventionierte Busse brachten die Dorfbevölkerung ins Westfalenstadion und die breite Masse der BVB-Fans beginnt sich ein Bild von dem zu machen, was da in Hoffenheim entsteht. Teils findet man das Treiben im Gästeblock lustig und knuffelig, teils schaut man verachtend und beängstigt in den Gästeblock. Auf alle Fälle ist es anders.

Durch einen beispiellosen Zukauf auf dem Transfermarkt, steigt Hoffenheim 2008 in die Bundesliga auf. Man hat sich den Durchmarsch aus der 2. Liga klar erkauft und findet sich nun in der 1. Liga wieder. Für den BVB aber auch irgendwo ein Glücksfall. Weil Hoffenheim nach oben stürmt, wird Mainz nur 4. und Klopp verlässt den Verein.

Das erste Profigastspiel gegen Hoffenheim findet statt und schreibt diverse Schlagzeilen. Hoffenheim schießt den BVB mit 4:1 ab und feiert, damals noch im Stadion von Waldhof Mannheim, einen großen Erfolg. Abseits des Platzes geht es auch hoch her: Die BVB-Fans kreierten das Motto „Tradition schlägt jeden Trend“ und der Hoffenheimer Anhang antwortet darauf mit dem, was vielen Dortmundern Sorge bereitet: „Wir sind kein Trend-Wir sind die Zukunft!“ Im Vorfeld der Partie versuchten sich BVB-Fans an einem sachlichen und kritischen Schreiben in Richtung Hopp ohne zunächst eine Antwort zu erhalten. Im Gästeblock geht während des Spiels ein Doppelhalter mit Hopps Konterfei im Fandenkreuz hoch. Dazu folgen die mittlerweile üblichen Beleidigungen gen Hopp. Dieser kläfft nach dem Spiel zurück: Angesprochen auf den Brief lässt er verlauten, dass dieser vor Dummheit nur so strotzte und er seine bisherige Meinung über BVB-Fans geändert habe. Er glaubte es gäbe nur ein paar Idioten in Dortmund, nun weiß er aber zu berichten, dass der ganze Gästeblock voller Idioten ist.

Hoffenheim stürmt mit tollen Fussball an die Spitze der Bundesliga und wird Herbstmeister. Für alle Hoffenheimkritiker eine unangenehme Situatuion: Nicht nur, dass das Gebilde Hoffenheim extrem positive Schlagzeilen schreibt und nun jeder Nixblicker irgendwie Hoffenheim-Fan ist, geht die eigene Kritik völlig unter. Presse, Funktionäre etc. machen es sich einfach und Stellen Kritiker des Hoppschen Systems in die Neidecke. Klar, Hoffenheim spielt tollen Fussball, wird beleidigt –> Alle sind neidisch.

In Hoffenheim feilt Didi derweil weiter an seinem Konzept und sorgt dadruch für seine Machterhaltung, aber auch für eine breitere Angriffsfläche. TSG-Neuitglieder können nun nur noch nach 5 Jahren aktiven Sporttreibens und 5 Jahre fördernder Mitgliedschaft ein Stimmrecht im Verein erhalten. Die alten Mitglieder behalten das Stimmrecht und nicken diese Satzungsänderung kritiklos ab. Undenkbar bei allen anderen Bundesligavereinen. Zudem mehren sich die Zweifel, ob Hopp die 50+1 Regel so umsetze, wie es die Regel eigentlich vorschreiben sollte.  Hopp, der offiziel „nur“ 49% des Vereins besitzt mischt überall mit und hat unbestritten das totale Sagen. Nur eben nicht auf dem Papier.

Der Höhenflug ist irgendwann beendet und „Super Hoffe“ dümpelt im Niemandsland der Tabelle rum. Zwar hat Didi rund 240 Mio in den Verein gesteckt, die ganz große Stareinkäufe bleiben aber trotz sportlicher Tristes auf. So ehrlich muss man ja sein, Hopp hätte auch alles leer kaufen können. Ob 240 oder 500 Millionen sollte für ihn nicht den Unterschied machen. Die Kritik am System Hoffenheim wird derweil von einigen Fankreisen, wie z.B. Köln oder BVB aufrecht erhalten, andere Fanszenen nehmen sich dem Thema leider verhältnismäßig wenig an.

Womöglich wäre der Protest wirklich irgendwann verstummt, aber nun haben die Hoffenheimer ihren Kritikern gleich mehrere Freistöße ermöglicht. Viele sprechen davon, dass sich Hoffenheim Eigentore geschossen hätte. Aber in Anbetracht der Lawiene an engagierten BVB-Fans kann man nicht von geschenkten Toren reden. Die wurden sich auch erarbeitet:

Im Gästeblock kam es am Samstag zum bekannten Szenario: BVB-Fans Pöbeln gegen Hopp und Hoffenheim und bekommen dafür jedesmal einen Fiepton auf die Ohren geschickt. „Geht ja gar nicht“ dachten sich viele und schon im Gästeblock wurden erste Ideen zur Kritik an dem Vorgehen erdacht. Wieder in Dortmund angekommen, gehen die Diskussionen in Fanforen los und es wird an diversen Texten gearbeit.

Auch die Medien bekommen davon mit und holen sich Stimmen aus Hoffenheim ab. Die Hoffís verkünden, dass es sich wohl um einen Fan mit einer Fanfare gehandelt haben muss. Den Verein für die Aktion verantwortlich zu machen, wäre auf alle Fälle haltlos… Diese Aussage hätte durchgehen können, wenn der gemeine Fußballfan tatsächlich so blöd wäre, wie man es scheinbar bei Hoffenheim glaubt. Aber dem ist bekanntlich nicht so. Im Internet tut sich eine Lawiene an motivierten BVB Fans auf. Für Dumm verkaufen möchte man sich scheinbar nicht. Schnell ist belegt, dass es sich bei dem Störgeräusch nicht um eine „Fanfare“ eines Fans gehandelt haben kann, sondern eine Aparatur am Gästeblock versteckt war.

Und siehe da, Hoffenheim rudert zurück. Ein einzelner Mitarbeiter habe ohne jegliches Wissen anderer den Dortmunder Gästeblock beschallt. Ein Einzelfall und eine Einzeltat soll es also gewesen sein. Vom Hausmeister. Aaajaaa…

Der Schwarm an Borussen-Fans will die Story auch nicht mehr Fressen. Vom Bauneropfer ist die Rede und mittlerweile schlägt die Geschichte hohe Wellen. Es gibt kein Fanforum mehr, wo die Geschichte nicht thematisiert wird und Kritik am Hoffenheimer Vorgehen laut wird. Selbst die Blauen springen über ihren Schatten und stehen mehrheitlich auf Seite der BVB Anhänger.

Einzelne Fans, aber u.a. auch die BVB-Fanabteilung suchen nun den Kontakt zu Fans anderer Vereine. Die Soundanlage war ein Einzelfall? Mitnichten! Bilder und Stimmen kommen hervor, die anderes belegen. Und wieder muss Hoffenheim seine Aussage korrigieren. Die Anlage war bereits letzte Saison, wenn auch leiser und nicht so intensiv, bei 4 Spielen im Einsatz. Der Hausmeister bleibt aber vorerst der einzige Schuldige, er hat selbstverständlich keine Mitwisser oder gar Mittäter gehabt und unser Didi lässt verlauten, dass er tieftraurig wäre, wenn dieser gute Mann, mit dem ausgesprägten Sinn für Gerechtigkeit dadurch seinen Job verlieren würde. Eieieiei und Heile Heile Gänschen.

In weiterer Recherchearbeit stellten BVB-Fans fest, dass es weit mehr Mitwisser gegeben haben muss, eine nächste Stellungnahme von Hoffenheim lässt leider noch auf sich warten. Aber ich bin mir sicher, dass da noch etwas lustiges nachkommen wird.

Naja, wie dem auch sei, Hoffenheim hat derzeit eine solche Große Presse erfahren, wie wohl seit der Herbstmeisterschaft 2008 nicht mehr. Und diesmal war es größtenteils negative Presse. Für einen Menschen wie Hopp, der schon oft durch einen gewisse Geltunssucht aufgefallen ist, müssen es schlimme Tage gewesen sein. Er und sein Sauberklub werden Deutschlandweit und sogar International für das Vorgehen kritisiert und durch den Kakao gezogen. Ganz gleich, was man von den stumpfen Beleidigungen hält, sie haben – unter starker Mitwirkung der TSG und Hopp, mehr bewegt als jede sachliche oder kreative Kritik. Jetzt heißt es nur dran bleiben und die Aufmerksamkeit nutzen um zu zeigen, was an diesem Verein sonst noch alles Scheiße ist.

Zum Schluß noch ein großer Dank an alle Fans, ob organisiert oder nicht, die Bilder raussuchten, Bilder bearbeiteten, Interviews gaben, sich vereinsübergreifend vernetzten usw. Totaler Wahnsinn, was da in kürzester Zeit auf die Beine gestellt wurde!

Forza Nero-Giallo!

Veröffentlicht: 10. August 2011 von juetty in bvb, Sonstiges gefährliches Gedankengut
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Die Vorfreude auf die neue Bundesligasaison setzte bei mir in diesem „Sommer“ extremst spät ein, da ich mich genau in der Phase, in der ich sonst immer wieder fickrig auf den BVB werde, im schönen Italien befand und damit vorzüglich abgelenkt wurde. Anstatt mögliche Transfers zu begutachten wurde die Toskana begutachtet, anstatt der schwarzgelben Internetseiten bekam ich lediglich die eine Sportseite der FAZ zu Gesicht, anstatt des Pokalkrachers in Sandhausen guckte ich mir das leere Stadion vom AC Siena an (was sogleich der langweiligste Ort der tollen Stadt gewesen sein dürfte) und anstatt der 0,5l-Flaschen Hansa Export gab es 0,66l-Flaschen DAB. Alles anders als es normalerweise ist.

Erst am Rückflugtag wurde sich mit der, zeitlich extrem knappen, Rückreise beschäftig und bei der planmäßigen Abfahrtzeit von 19:04Uhr ab Köln-Bonn Flughafen, hätte ich mir schon denken können, dass das in die Hose geht. Selbst bei optimaler Rückreise wäre ich erst gegen 21Uhr am Westfalenstadion gewesen und hätte die ersten 20-30 Minuten verpasst. (Dank DFL-Show verzögerte sich ja der Anstoß). Aber schon beim Abflug gab es Probleme, da sich ein Passagier zu viel in der Maschine befand. 140 Plätze waren verkauft, 141 Leute an Bord. Bis sich herausstellte wer nun der potentielle Falschflieger war, vergingen schlappe 30 Minuten und ich sah meine Felle schon fortschwimmen. Der Germanwings-Quack erzählte später jedoch, dass er sein Gaspedal mit einem Ziegelstein beschwert hätte und wir quasi mit Warp-Geschwindigkeit gen Domstadt segeln würden. Tatsächlich reichte es in Köln, dank eines kleinen Spurts mit dem Koffer, noch für den Zug um 19:04 und spätestens im Zug war ich wirklich heiß auf Fussball.

Heiß war es jedoch leider auch auf der Bahnstrecke, wo ein Feuer loderte und aufgrund dessen mein Zug die Weiterfahrt verweigerte. So durfte ich der Anzeige am Bahnsteig zusehen, wie sie 10, 20, 30 min Verspätung verkündete, ehe ich mich auf die Suche nach einer anderen Fahrtmöglichkeit macht. Leider ist der Flughafen in Köln-Bonn ohne fahrende Bahn quasi abgeriegelt und einzig ein Bus nach Köln-Porz konnte die Lage gegen 20Uhr etwas verbessern. Aber das Spiel konnte ich mir natürlich abschminken, was insgesamt für eine begrenzt gute Laune sorgte.

Ich hatte nun nur noch die Wahl in Köln zu bleiben und das Spiel irgendwo am TV zu sehen, oder den verspäteten Weg nach Dortmund anzutreten und das Spiel am Radio zu verfolgen. Es passte natürlich ins Bild, dass die 2-3 mir bekannten Kölner, die sich dieses Spiel anschauen würden gerade nicht in Köln waren und so begab ich mich schlecht gelaunt auf die Weiterfahrt nach Dortmund.

Der weitere Reiseplan bescherte mir jedoch einen passenden Aufenthalt am Kölner Heumarkt, wo ich 15 Minuten Zeit zum Umsteigen hatte und im nächstbesten Kiosk das Spiel gezeigt wurde. Also wurden 2-3 Reisebiere geholt und Kevin Großkreutz machte das 1:0, was ich als einziger an der S-Bahnhaltestelle am Kiosk bejubelte. Kurz später gab der Radiokommentator das 2:0 für den BVB durch, erzählte was von Traumfussball und meine Laune besserte sich langsam. Wenn die Borussia rockt, kann man irgendwie gar nicht schlecht drauf sein. Egal wo man gerade ist.

Also gab ich mich meinem Schicksal hin, nuckelte an den Bierpullen, spielte an meinem Handy rum um einen möglichst gutem Radioempfang zu haben und erfreute mich an den Ausführungen des Manns in meinen Kopfhörern. 3:0 für den BVB und das Westfalenstadion kochte. Schön! Und da ich auch wohl seit 10 Jahren kein BVB-Heimspiel mehr am Radio verfolgt hatte, war ich überdies auch noch freudig überrascht, wie sehr dort unser gesponsorter Stadionname vermieden wird. Natürlich hieß es auch nicht, dass man ins Westfalenstadion schalten würde, aber man blieb merklich konsequent beim „Dortmunder Stadion“ oder der „Dortmunder WM-Arena“. Gefiel mir!

Gegen 23Uhr, und mit 2 Stunden Verspätung kam ich schlußendlich in Dortmund an, wo mich sogleich einige Jungs (und ein Mädel) aus der Zone bzw. aus Mühlheim und Bochum, in der guten alten Bierkutsche begrüßten. So wurde der Abend noch recht rund gemacht, vom BVB berichtet, im Scheffelchen 85 Striche auf den Deckel gezaubert und bis zum frühen Morgen im Wikinger Hochleistungs-Dart betrieben.

Fussball gibbet dann an dieser Stelle in der kommenden Woche, wenn die Kackbratzen aus Hoffenheim (hoffentlich) eins übern Deckel bekommen haben…

5 Jahre Zone09

Veröffentlicht: 25. Juni 2011 von juetty in Sonstiges gefährliches Gedankengut
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Neulich beim Durchmisten von diversen alten Krimskrams, fiel mir unser legendärer Gründungsbierdeckel wieder in die Hand. Und siehe da, wir hätten am 19.02.2011 unser fünfjähriges Bestehen feiern können. Aber während andere Gruppen sich zum 5-Jährigen mit aufwendigen Choreos oder Festlichkeiten selber beglückwünschen, ist ein 5-Jähriges für uns natürlich kein Grund auszuflippen. Wir haben da bedeutend größere Ziele und werden frühestens anlässlich des 50. oder 100. Geburstags mal einen kleinen Umtrunk in Erwägung ziehen.

Aber da ja gerade eh Sommerpause ist uns die Blogübersicht von schwatzgelb.de im Nacken sitzt und neue Berichte fordert, lasse ich mich mal zu einem kleinen Rückblick hinreißen:

Mit manch einem von den Zonies fahre ich nun schon seit über 10 Jahren gemeinsam zum Fussball und mit sehr viel Wohlwollen könnten wir uns auch das Gründungsjahr 1999 oder 2000 auf die nicht vorhandenen Fahnen schreiben. Aber verglichen mit heute, war das, was um die Jahrtausendwende ablief schon ganz was anderes. Wir waren der damaligen Südtribüne äusserst angepasst und wenn unsere 5-10 Leute damals auf die Fussballreise nach Dortmund gingen, waren am frühen Morgen nicht selten 15-30 BVB-Schals, 1 Geile-Weiber-Schal, 1 „Und wir haben ein Idol: Harald Junke“-Schal und 1-2 Pullen Apfelkorn mit von der Partie. Suffkutten deluxe! 😉 Zudem ist das ganze Fussballding in den Jahren 2003-2005 doch sehr eingeschlafen und man hätte nicht von einer bestehenden Gruppe sprechen können.

Erst in der Saison 05/06 kam so langsam wieder Fahrt in die Geschichte. Mit Suddi, Horti, Wissing, Meinert, Pulle und mir bildete sich wieder in gescheiter Kern, auf den noch heute aufgebaut wird.Es kam wieder so etwas wie Routine ins Fussballleben. Die Jahre davor musste oftmals geguckt werden wer wie zum Spiel fahren wird, jetzt entwickelten sich jedoch wieder geregelte Abläufe. Heimspiele wurden gemeinsam besucht, in Anschluss daran gab es oftmals noch den ein oder anderen Absacker in den heimischen Kneipen und auch die Anzahl gemeinsamer Touren zu Auswärtsspielen stiegen deutlich an. An einem der Heimspieltage in dieser Zeit wurde auch in bierseliger Runde unser Fanclub beschlossen. Suddi, Horti und ich haben es nach einem verlorenen Heimspiel gegen Bremen am 19.02.06 auf einem Bierdeckel festgehalten und dürfen uns stolze Gründerväter der Zone09 nennen.

Die folgenden Jahre waren sportlich, besonders unter Röber und Doll, wahrlich nicht das Gelbe vom Ei, die wenigen Lichtblicke wurden aber natürlich trotzdem ausreichend gefeiert. Hier kommen mir spontan 3 Spiele in den Sinn, die auch für die Zone legendär wurden. Als 17. der Tabelle 4:1 in Aachen gewonnen und im Anschluss einen selten geilen Abend verbracht, das Pokalfinale in Berlin und natürlich das gesamte Wochenende um den 12.05.2007 herum.

Während dieser Zeit stieg die Anzahl unser Mitglieder leicht, aber stetig und so kam 2009 der Entschluss auf, die Fanclub-Geschichte auch offiziell zu machen. Auf die Mindestanzahl von 15 Mitgliedern kamen wir mit Hängen und Würgen und so wurde am 19.09.09 die erste JHV der Zone abgehalten. Fortan entwickelten wir uns weiter zu einem zwar sehr kleinen, aber kultigen Haufen. Das ganze ist ein netter, facettenreicher Freundeskreis geworden. Die einen Stehen auf der Süd, andere Sitzen auf der Ost und wieder andere finden kaum den Weg ins Stadion. Die einen engagieren sich mehr für den BVB, die anderen weniger. Manch einer sieht sich als Ultra, andere finden Ultra bekloppt. Manch einer beschränkt sich auf Heimspiele, andere reisen dem BVB durch ganz Europa nach. Wichtig ist nicht so sehr wie man sein Fanleben lebt, sondern dass man sich mit der Gruppe versteht. Auch wenn ich persönlich die Gruppe gerne fanpolitisch engagiert sehe, versuchen wir weder jeden besonders aktiven Fans für unsere Zone zu gewinnen, noch wollen wir jedem BVB-Fan aus aus unserem Gebiet zu einem Zonie machen.  Das ganze ist ein Freundeskreis der gut funktioniert, aber vermutlich irgendwann einmal an mangelndem Nachwuchs kaputt gehen wird. Solange vorher aber noch einige geile Jahre dazu kommen, brauchen wir jedoch nichts befürchten. Auch die nächsten 5 Jahre werden gut und dann sehen wir mal weiter…