Mit ‘Ultras’ getaggte Beiträge

Puuhh… Daran, dass das Wochenende, rückblickend betrachtet, nur gefühlte 09 Minuten gedauert hat, kann man merken, dass der Ball wieder rollt. Und wie!

Nach einer recht ruhigen Fahrt in den Kölner Vorort haben unsere schwarzgelben Spieler nur 6 Minütchen gebraucht um an die sensationelle Hinrunde anzuknüpfen. Einer interessanten, etwas überlegenen ersten Halbzeit folgten die paar große Augenblicke, in denen die Herren Großkreutz und Götze 3 mal trafen und vorerst alle Leverkusener Meisterträume pulverisierten. Hut ab, meine Damen! Kann man so machen…

Aber auch davon ab konnte der Tag was. Nach einer längeren Zeit diverser interner Verbesserungen konnte man den Adler und den Lenzkopf wieder im Gästeblock erblickt werden. The Unity kehrt als Gruppe zurück in den Block. Verändern wird sich dadurch zwar nicht wirklich viel, aber es ist trotzdem ein geiles Gefühl die altbekannten Fahnen wieder zu sehen und so konnten sich auch mein Kleiderschrank an einer längst überfällige Aufräumaktion erfreuen…

Die Stimmung – und jetzt klage ich mal auf sehr hohem Niveau – hat dadurch aber keinen Aufschwung erlebt. In der ersten Halbzeit war es durchaus gut, aber etwas schwächer als beim letzten Auftritt in LEV. Natürlich auch durch die Tore bedingt wurde es aber in der Zwoten Halbzeit merklich lauter und diverse male rockte der komplette Borussenanhang das Ulrich-Haberland. Schon recht geil… 7000-10.000 Dortmunder waren verteilt im Stadion, was bei den schwierigen Kartenverhältnissen richtig gut war. Ich war positiv überrascht.

Auf der gegenüber liegenden Seite war hingegen nicht sonderlich viel Los. Stimmung kam dort nur sehr bedingt auf. Einzig die „Werkskrieger“-Choreo konnte das ganze etwas aufwerten. Sicherlich keine umwerfende Geschichte, aber man hat auch schon schlechtere Sachen gesehen.

Nach dem Spiel wurde dann noch n Stündchen in der berüchtigten FARBENSTADT rumgepimmelt, ehe es mit den 3 Punkten und ein paar Wegbieren im Sack wieder zurück in die Hansastadt ging. Also lockeres Warmtrinken für den wohl alkoholreichsten 10. Geburtstag, den ich bislang erlebt habe und welcher auch zu einem rundum gelungenen Wochenende beitragen konnte. So kanns weiter gehen!

Also dann mal bis Samstag, wenn es wieder heißt BVB! BVB 09! Jaaaaa

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BV Borussia – Paris St. Germain

Veröffentlicht: 22. Oktober 2010 von juetty in Profis
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Hätte, wäre, wenn…

Hätten wir alle EL-Spiele gewonnen in denen wir besser waren, wären wir nun Tabellenerster und könnten uns, wenn es auf den Zieleinlauf der Gruppenphase zugeht, halbwegs entspannt zurücklehnen. Aber aus dem Heimspielen gegen Sevilla und Paris konnte in Summe leider nur 1 Punkt verbucht werden, womit es jetzt doch leicht kritisch aussieht. Kritisch, aber trotzdem noch durchaus machbar.

Doch bevor feststand, dass es nur zu einem Punkt reichen sollte, stand noch ein recht nettes Vorprogramm auf dem Plan: Unverhofft hatte der Hortmensch früher Feierabend machen können und wollte an die Tasse. Ich hatte auch nichts dagegen den Kater vom Vorabend auszukontern und so trafen wir uns um 15 Uhr in  einem der schönsten Orte auf diesem Planeten: der kleinen Bierkutsche. Während der zugehaarte Mann, entweder die Bedienung anpflaumte oder aber mit seinem imaginären Kollegen Gespräche auf höchstem Niveau führte, taten wir uns schonmal das ein oder andere Bierchen und 2 Geburtstags-Rum/Kola rein. Auch mal Mensch bleiben!

Kurz vor 5 hieß es aber Abschied nehmen und wir pilgerten über die Sonne, wo man auf sogenannte „Fans“ traf, zum Westfalenstadion, wo man wieder das unsympathisch straff durchgeplante Programm der UEFA bewundern durfte. Aber gut, ohne die Forderung sämtliche 19 Schiedsrichter gut zu finden und ohne UEFA-Melodie im Heja-BVB Lied würde bestimmt totales Chaos drohen…

Das folgende Spiel war jedoch leider nicht allzu berauschend. Die Franzosen, die in den letzten 7 Spielen jeweils zu null siegten, standen hinten erwartet sicher und taten nach vorne nicht das meiste. In Halbzeit eins gab es demnach relativ wenig Chancen auf beiden Seiten und mit 0:0 ging es in die Pause. Kurz später bekamen wir einen Elfmeter zugesprochen, den Sahin trocken und sicher einlochte. Und obwohl ich nicht das Gefühl hatte, dass die Pariser uns noch sehr gefährlich werden könnten, fiel in der 87. Minute der etwas unverdiente Ausgleich. Scheißdreck! In der EL läuft es irgendwie noch nicht so glatt…

Die Stimmung war auf unserer Seite so wie ich sie in einer Europapokal-Gruppenphase befürchte. Gab es gegen Sevilla noch einige stimmliche Kracher, blieben diese gegen Paris eher aus. Sitzplätze, auseinander gerissene Fangruppen sowie alkoholfreies Bier scheinen auch uns leider negativ zu beeinflussen. Ich hoffe das spielt sich auf den Tribünen in den hoffentlich noch  folgenden Heimspielen (plural!) etwas besser ein. Auch ohne kuriose Schiedsrichterentscheidungen, wie gegen Sevilla, darf es ruhig etwas lauter sein.

Uns im Norden gegenüber, präsentierte sich der Pariser Anhang doch recht kurios. Dass man in Paris mehr als nur verstritten ist, wusste man natürlich, aber die kranke Entwicklung einer Fanszene selber beobachten zu können ist doch einen Tick härter als nur darüber zu lesen. Trotz der Verbote vieler Fangruppen hatten sich ca. 800 Fans auf den Weg nach Dortmund gemacht, wo ihnen der Weg ins Stadion wohl auch einfacher gelang als in Sevilla. Dort wurden die meisten direkt am Flughafen nämlich schon wieder Heimwärts geschickt.  So hatte man im Stadion schlussendlich an 4 verschiedenen Orten Fangrüppchen, von denen sich mindestens 3 spinnefeind sind.  Von der Süd aus gesehen links neben dem eigentlichen Gästeblock waren die Rechten von der Boulogne-Kurve untergebracht, im Oberrang der Osttribüne die linken Feinde aus der Auteuil Tribüne. Im eigentlichen Gästeblock dazwischen waren gut 200 Anhänger untergebracht, die scheinbar niemand leiden kann, da diese als als „Streikbrecher“ offiziell mit dem Verein reisten. Und das 4. Grüppchen um die Casuals, hielt sich Familienblock auf.  Der Support fiel demnach mäßig aus. Mal wurde ich gegenseitig bepöbelt, mal wurde die Mannschaft angefeuert, aber natürlich nicht gemeinsam und somit wenig laut. Lediglich die ca. 10 Böller aus dem Bereich der Auteuil-Leute, sowie ein Bengalo und eine Silvesterrakete von den Boulogne-Leuten sorgten für etwas mehr Beachtung.

Und zu guter Letzt sollen die Spruchbänder natülich noch eben erwähnt sein: Auf der Süd wurde generell das Verbot von ultra angeprangert, sowie speziell den Supras, ATKS und Grinta Mut zugesprochen. Und eben diese Gruppen forderten Freedom for Ultras und richteten sich mit Colony Capital go home an die Vereinsführung.

In der EL steht für uns in 2 Wochen das nächste Heimspiel an. Dann aber in Paris und dort sollten tunlichst 3 Punkte her um nachher nicht auf irgendwelche Karpartenwunder hoffen zu müssen. Und damit auch am Wochenden keine Langeweile aufkommt geht es morgen beim Amateurderby um eine möglich Eroberung der Tabellenspitze, sowie am Sonntag gegen Hopp um die Verteidigung eben dieser. Es könnte uns ein spaßiges Wochenende bevor stehen…

Herzlich Willkommen zur Saison 2010/2011.

Die neue Kickerstecktabelle hängt seit ein paar Tagen über dem Schreibtisch und seit diesem Wochenende ist die Saison nun endlich eingeläutet worden. Leider jedoch nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte…

In der letzten Woche hatte sich geklärt, dass wir zu den gesetzten Mannschaften in der Auslosung für den Europapokal zählen würden und so begannen alle sich schon mögliche Wunschziele vorzustellen. Am freitagmorgen kam dann die Info, dass uns von den 37 ungesetzten Mannschaften lediglich Utrecht, Grashoppers Zürich, AIK Solna, Trabzonspor und FK Qarabaq Agdam zugelost werden können. So konnte man dann schon vor der Auslosung Flieger etc. checken und abklären wo man es überhaupt hin schaffen würde. Utrecht und Zürich wären gut mit dem Bus zu machen gewesen, Solna, als Stadtteil von Stockholm, wäre mit dem Flieger zu machen gewesen und die anderen beiden möglichen Lose waren nur schwer zu machen (Trabzon) bzw. überhaupt nicht zu bewältigen (Agdam). Am Ende vom Lied wurd uns natürlich Agdam zugelost und angesichts der Reisekosten von 400-500€ für den Flug, 90€ für einen Reisepass, 40€ fürs Visum war klar, dass das erste Auswärtsspiel in der Europa League ohne Zone09 Beteiligung über die Bühne gehen wird. Es ist doch leicht bitter, wenn die Vernunft siegt und man sich bewusst wird ein großes und geiles Abenteuer sausen lassen zu müssen.

Aber auch ohne Zone09 wird der BVB sicher sehr würdig in Aserbaidschan vertreten sein. War der deutsche Meister im letzten Jahr noch mit einer Hand voll Leuten in Moskau, wird der glorreiche BVB am Arsch der Welt satt dreistellig antischen. Allen Reisenden vorab schon mal viel Spaß und bringt bloß ein ausreichendes Resultat mit! Fliegen wir da raus, würd ich nämlich mal richtig kotzen! Aber wird schon schief gehen.

Damit weiter zum nächsten Thema: Unsere Amas starteten gestern beim FC Köln in die neue Saison. Endlich wieder Fussball!

Zusammen mit Achim und Heiko machte ich mich gegen 10 Uhr auf zum Bahnhof, wo sich auch schon ein ganz guter Trupp gesammelt hatte um mit der Regionalexpress gen Köln zu düsen. Im Kölner Amateurstadion, dem Franz Kremer Stadion, fanden sich bis 14Uhr, bei herrlichem Wetter 1400 Zuschauer ein, von denen der Großteil mit den Schwarzgelben hielt.

Insgesamt werden wohl um die 800 Borussen vor Ort gewesen sein, von denen die eine Hälfte ein ruhiges Sommerspiel genoss und die andere Hälfte versuche unsere Amas nach vorne zu Singen. Auf Seiten der Kölner war nicht viel los. Zwar sagten Teile der Ultras vom Spiel noch freundlich „Hallo“ (jetzt mal keine Umschreibung für irgendwelche ultratypischen Spielchen) aber im Stadion gab es keine große Unterstützung für die FC-Amateure. Die meisten Kölner zog es ins Müngerdorfer-Stadion, wo der FC gegen Sampdoria Genua spielte.

Somit war es auf den Rängen eine ähnlich einseitige Angelegenheit wie auf dem Rasen. Jedoch mit unterschiedlichen Siegern. Auf dem Platz zeigten unsere Jungs nämlich eher wenig. Nach 2 Fehlern lag man bereits nach 25 Minuten 2:0 hinten und machte generell einen bescheidenen Eindruck. Zur Halbzeit war man mit dem Ergebnis noch ganz gut bedient und in der 2. Hälfte änderte sich das auch nicht gravierend. Zwar gelang noch der Anschluss, aber am Ende hieß es völlig verdient 3:1 für den FC. Ich hoffe, dass unsere Amas, die ja über den Sommer doch relativ viele Wechsel zu verkraften hatten, sich mit der Zeit noch deutlich steigern können.

Auf dem Rückweg, wie eigentlich den ganzen Tag über, drehten sich die Gespräche dann weiter um das Thema Aserbaidschan, wir erfuhren vom schlausten Mensch der Welt, dass der Aserbaidschaner Bier sagt, wenn er die Zahl 1 meint und überlegten die Bahn zu verklagen, da in unserem Wagen die Klima ausgefallen war und es in unserm 1. Klasse-Abteil so ca. ziemlich heiß war. Genaue Temperaturangaben können aber leider nicht gemacht werden, da niemand ein Temperatur-App vorweisen konnte.

Und damit geht es nun weiter zum nächsten Thema, welches mir unter den Fingernägeln brennt. Interessanterweise auch scheinbar nur mir, wenn ich mir die bisherigen Reaktionen so anschaue…

Gestern ging nämlich der Vorverkauf für das Heimspiel gegen Agdam los. Überraschender Weise gab es sogar noch ein paar Karten für die Südtribüne zu bekommen. Dies ist schon leicht verwunderlich, da ich dachte, dass alle möglichen Plätze an die Dauerkarteninhaber gehen würden, aber das ist mir an sich auch Schnuppe. Gehen halt ein paar Hundert Karten noch an Mitglieder raus. Soll mir gleich sein.

Ander sieht es jedoch mit dem Preis für diese Karten aus. Der regt mich dann doch etwas auf! Zwar hab ich es, als Achim und JVL von 18€ sprachen, nicht sofort gerallt und noch an die üblichen Vorverkaufskosten gedacht, später am Abend kam mir dann aber doch noch die Erleuchtung: Die Südtribünenkarten für den Europapokal kostet tatsächlich 3,50€ mehr als bei Ligaspielen. Kann man natürlich egal finden, mir persönlich stinkt das gewaltig!

Seit Einführung der ausnahmslosen Sitzplatzpflicht bei Europapokalspielen (Die nebenbei bemerkt natürlich auch totaler Schwachsinn ist) waren die Preise für die „Sitz“-Plätze auf der Süd bei Liga- und Europapokalspielen immer identisch. Und das ja auch nicht ohne Grund. Gestanden bei bei Spielen ja so oder so. Und nur weil die UEFA vorschreibt, man habe auf einem Sitz anstatt auf einer Stufe zu stehen, wird der Platz ja nicht besser.

Jetzt aber möchte man scheinbar dann doch etwas mehr Kohle verdienen und lässt mal den 3,50€-Testballon steigen. Hält sich die Kritik in Grenzen, wonach es ja gerade absolut aussieht, werden in 1-3 Jahren sicherlich die üblichen Sitzplatzpreise bei internationalen Spielen haben. Da bin ich mir sicher. Das bringt dem Verein natürlich ein paar hunderttausend Euro mehr ein, jedoch sollte da auch beachtet werden, wem man in die Tasche greift. Die Option auf einen Südtribünenplatz bei Europacupspielen bekommt man erst nachdem man ca. 8 Jahre eine Dauerkarte auf der Südtribüne hatte. Diesen treuen Radaumachern noch mehr Kohle abnehmen zu wollen halte ich schon für unverschämt. Ich werde irgendwie doch eher ungern gemolken… Daher wäre es schön, wenn das Thema nicht ganz so kommentarlos hingenommen wird.

Mainz-BVB

Veröffentlicht: 13. April 2010 von juetty in Profis
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Am Samstag fand hoffentlich unser letztes Spiel am Bruchweg statt. Die Bauen sich ja auch eine neue Behausung und da ich am Bruchweg bislang nur total beschissene Spiele gesehen habe, mögen die Bauarbeiten bei unserem nächsten Besuch bitte beendet sein. Also das Spiel war wirklich Weltklasse.  Wir hatten zu Beginn ein paar gute Chancen, Mainz macht mit der ersten Chance das 1:0 und dann pfiff der Schiedsrichter auch irgendwann ab.

Ich kann mich also getrost um das Drumherum des Spieltags kümmern: Team „Zone09“ hatte den Weg nach Mainz leider mit dem Bus zu bestreiten. Mainz ist ja ansich mit 4-5 Stunden Fahrtzeit super für eine Tour mit der Eisenbahn, aber leider gibt es das WET selten zusammen mit Eintrittskarten zu kaufen, weswegen man die Eintrittskarten dann eben zusammen mit einer Bustour kaufen musste. Aber nett wurde es trotzdem noch. Der schmalste Sitznachbar der Welte reichte zum Gerstensaft ein paar schmackhafte Insalata-primavera-Brötchen und man verlor sich in die bekannt tiefgründigen Gesprächsthemen.

Die Stadtgrenzen von Mainz konnten gegen halb 2 durchfahren werden, aber da wir noch gefühlte tausend Kilometer in der Stadt hin und her fahren mussten und der Parkplatz auch nochmal ein ganzes Stück vom Stadion weg war, holte ich mir für mein ADK-Abholheftchen wieder mal den weinenden Smilie ab.  (Sorry, Olli! 😉 )

Danach ging nach kurzen Plausch in den Gästebereich, wo man uns die Premiumplätze auf der rechten Treppe freigehalten hatte und es auch bald mit der Protestaktion gegen die neue Dimension der Fanbestrafungen losgehen sollte. Seitens des DFBs ist man ja dazu übergegangen für Dummheiten von ein paar Fans gleich ganze Fanszenen zu bestrafen. Bspl. Berlin: 100 Hertha-Fans stürmen den Innenraum des Stadions. Zwar passiert dabei nicht viel, aber dass die dafür einen dran kriegen dürfte wohl selbst ihnen einleuchten. Bestraft wurden jedoch schlußendlich Tausende Fans. Neben den Stadionverboten für die Platzstürmer musste Hertha den Vorverkauf für das Spiel abbrechen, Karten für die Ostkurve verloren ihre Gültigkeit und die Gäste aus Stuttgart mussten ihre Karten alle persönlich abholen. Also werden für die Fehler von ca. 100 Fans geschätzte 25000 um ihren Stadionbesuch gebracht, Hertha entgehen gut und gerne 500.000€ an Eintrittsgelder (die hätte man auch super für etwas nützliches spenden können) und die VfB-Fans kommen auch nur erschwert an Karten ran. Super Geschichte.

Ähnlich lief es in Köln. Die Fans des FCs sollten dem Auswärtsspiel in Hoffenheim fern bleiben. 3000 Gästekarten gingen nicht in den Verkauf, da ein paar Fans sich etwas zu Schulden kommen lassen haben. Am Ende waren dann aber doch ca. 1000 Köln Fans im Stadion verteilt und Poldi schwenkt die „Pyrotechnik ist kein Verbrechen!“-Fahne. Genauso hatte man sich das Seitens des DFBs sicher vorgestellt 😉

Zudem sind Nürnberg, Rostock und Dresden auch von dieser neuen Art der Bestrafung betroffen, was dazu führte, dass sich Dortmund mit den unschuldigen, aber bestraften Fans solidarisierte und 10 Minuten schwieg, saß und Zeitung las. Die Mainzer Fans schlossen sich dem größtenteils an, was dazu führte, dass es in den ersten 10 Minuten doch verdammt still war. ( Soll das wirklich die Zukunft sein, liebe Funktionäre?) Abgesehen von 3-4 Mainzer Gesängen (die hatten auch nur 2-3 Tage Zeit um ihre Leute zu informieren) klappte alles wie geplant und man konnte ein wahrnehmbares Zeichen setzen.

Danach begannen wir mit einer guten Unterstüzung, welche aber nach hinten raus immer mehr abflachte. Man passte sich dem Treiben auf dem Rasen an, wie es laut dieser blöden Phrase so schön heißt. Gerade dann Arsch hoch und Gas geben!
Auf Mainzer Seite war es aber noch wesentlich bescheidener. Ich hatte, bis auf die letzten 5 Spielminuten, den Eindruck, dass deren Uhr bei 9:09min stehen geblieben war. Kam bei mir jetzt nicht wesentlich mehr an als während der 10 Protestminuten.

Nach dem Spiel ging es dann geschwind zum Bus zurück, wo neben Bier noch eine Kartenvergabediskussion auf uns wartete, es sonst aber nichts spannendes von der Rückfahrt zu berichten gibt.

Von der Brust haben wir jetzt noch 4 Spiele, auf die man durchaus gespannt sein darf. Es ist noch einiges drin. 4 Siege dürften für die CL-Quali reichen, 2 Siege für die Europa-League und über weniger als 6 Punkte möchte ich lieber nicht nachdenken. Aber das sollte machbar sein. Sonntag kommen die angeschossenen Idioten aus Hoffenheim und da werden 3 Punkte drin sitzen!

In diesem Sinne, Scheiß Milliadäre, wir singen scheiß Milliadäre…

Vor einem Monat hatten wir hier schon einmal auf Weisheiten von Bernd Heynemann hingewiesen. (klick) Nun hat Stadionwelt.de ein kleines Interview mit dem ehemaligen Schiedsrichter geführt und der gute Bernd bleibt seinem Motto weiterhin treu. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ganz weit den Mund aufreissen.

Bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass er nach seinen vergangenen Äusserungen und dem dadurch resultierenden Gegenwind seine Ansichten mal kritisch hinterfragt und sich eventuell etwas mehr mit der Thematik beschäftigt, scheint dies ein Bernd Heynemann nicht wirklich nötig zu haben.

Stadionwelt: Haben Sie Erfahrungen mit der hiesigen Fankultur sammeln können und wenn ja wodurch?
Heynemann: Nein, ich habe zwar bereits des Öfteren Vorträge über das Thema gehalten. Aber in den engeren Kontakt mit diesen Fans kam ich bisher noch nicht.

Geil. Ich denke aktuell ernsthaft darüber nach mal ein paar Vorträge über das afrikanischen Wobaabe Volk zu halten. Kommt sicherlich ähnlich Hochwertiges bei rum, als wenn Heynemann über Fans vorträgt. Dass die mail, in der ich schrieb ein Ultra zu sein, mein Fandasein, welches nun überhaupt nicht seinem Bild eines Ultras entspricht, skizzierte und einige Fragen stellte immernoch nicht beantwortet wurde, verwundert da auch nicht weiter. Aber vermutlich ist der Internetausdrucker der CDU mal wieder in der Werkstatt…

Weiter interessant, lustig und traurig ist auch die Antwort in der er konkret auf Ultras und Hooligans eingeht:

Stadionwelt: Sie warfen den Ultras in Ihrer Rede vor, nichts mehr mit Fußball zu tun zu haben und Hass-, Gewalt- und Krawallpunkte zu setzen. Ist eine solche Pauschalierung nicht sehr gefährlich, da man Mitglieder einer sich immer stärker ausbreitenden Jugendbewegung im Grunde kriminalisiert?
Heynemann: Meine Rede hat nichts mit einer Kriminalisierung von zumeist jungen Fans zu tun. Meine geäußerten Kategorien von normalen Fans, Hooligans und Ultras basieren auf wissenschaftlichen Arbeiten von Professor Gunther A. Pilz, dem führenden Fanforscher in Deutschland. Es ist doch so, dass diese Ultras keinen Bezug mehr zum Fußball haben. Diese Ultras könnten sich genauso gut bei einer Häkelveranstaltung treffen. Sie suchen lediglich die verbale und körperliche Auseinandersetzung mit gegnerischen Fans und der Polizei. Das hat mit Fußball nichts zu tun. Sie interessieren sich doch nicht für das, was auf dem Spielfeld passiert oder wie es ihrer Mannschaft und dem eigenen Verein ergeht. Das unterscheidet sie  auch beispielsweise von den Hooligans. Vor drei oder vier Jahren wurde kurzfristig das DFB Pokalspiel zwischen dem FC Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig abgesagt. Die Hansa-Fans, die sich bereits auf dem Weg nach Niedersachsen befanden, erfuhren von der Entscheidung, das Spiel abzusagen, erst in Stendal am Bahnhof. Dort nahmen sie dann den kompletten Bahnhof auseinander und zündeten sogar Polizeiautos an. Hier kann man wenigstens noch einen Bezug zum Fußball wahrnehmen, da sie eben zum Spiel nach Niedersachsen unterwegs waren.

Diese Ultras, von denen in Dortmund z.B. einige beim Verein angestellt sind und weitere sich ehrenamtlich im Verein, speziell der Fanabteilung, den Arsch aufreissen interessieren sich also nicht für den Verein für den sie tätig sind!? Gewagte These… Und diejenigen, die die Ultras z.B. beim Tor zum 0:2 in Udine, beim 1:1 im Pokalfinale oder beim 3:3 im letzten Heimderby erleben durften, hätten sicherlich ohne diese Erläuterung geglaubt, dass sich die Ultras sehr wohl für das Geschehen auf dem Platz interessieren. Gut, dass Sie dies nun richtig stellen, Herr Heynemann.

Zu gerne würde ich auch einen kleinen Kommentar vom Gunther A. Pilz zu dieser Antwort hören. Pilz hat sicherlich auch dann und wann mal etwas fragwürdige Behauptungen aufgestellt, aber dass diese Antwort auf seinen Arbeiten basieren soll, wird ihm wohl nicht sehr gefallen. So sehr hinterm Mond lebt der Pilz ja nun auch nicht. Da wollen wir ja fair bleiben…

Zum Teil mit den Hooligans will ich mich, glaub ich, gar nicht erst groß äussern. Hools interessieren sich also im Gegensatz zu den Ultras noch für Fußball?! Hätte ich so jetzt eher nicht vermutet, wird aber sicherlich auch stimmen. Was ein Unfug…

Zu guter Letzt findet Heynemann dann auch noch Investoren a la Red Bull und Hopp total supi, weil man so international konkurenzfähig [tm] bleibt. Gerade, wo man nun wahrscheinlich in den nächsten Jahren, auch ohne mitwirken von Hopp und Red Bull, Platz 3 in der 5-Jahreswertung zurück erobern wird, muss man sich sicherlich um die Konkurenzfähigkeit große Gedanken machen.

ABER ich möchte auch nicht alles ausschließlich negativ bewerten. Wikipedia meint nämlich, dass Heynemann überraschend nur auf Platz 9 der CDU-Landesliste zur anstehenden Bundestagswahl steht und somit ein erneuter Einzug in den Bundestag sehr unwahrscheinlich ist. Geht doch!

(Das komplette Interview)

Wacker Burghausen – Amas

Veröffentlicht: 26. Juli 2009 von juetty in Amateure
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Während die Christen noch fast 5 Monate auf ihren nächsten Feiertagshöhepunkt warten müssen, konnte unsere Glaubensgemeinnschaft schon gestern ihren wichtigsten Feiertag begehen. Das Ende der Sommerpause stand an. Zumindest für die Amateure vom BVB ging mit dem ersten Pflichtspiel die Saison 2009/2010 los. Und hier servierten uns die Spieltagsmachern mal sofort einen fahrtechnischen Kracher. Burghausen, eine Flußüberquerung vor Österreich und mit knapp 700km so ziemlich das weiteste, was man als recht zentral gelegener Dortmunder innerhalb Deutschland so machen kann. Vorab darf ich schonmal verraten, dass ich alle Fans, die regelmäßig solche Strecken machen müssen nicht unbedingt beneide. Gibt schöneres…

Trotzdem fanden sich um 2Uhr am Samstagmorgen rund 100 Ultras -darunter 2 mal Zone09-  ein um den Amateuren mit 2 Bussen nachzureisen. Horti und ich gesellten uns vorne zu den Leuten mit der meisten Lebenserfahrung und wissen zu berichten, dass Busreisen noch immer genauso ablaufen wie letzte Saison. Die selben Hackfressen führen die selben sinnfreien Gespräche, n Bier kost n Euro und der Wendler wird immernoch gespielt… Aber auch wenns irgendwie immer das selbe ist,  freut man sich ja trotzdem dabei zu sein.

Sonderlich spannende Sachen passierten aber nicht und 1,5 Stunden vor Anpfiff erreichten wir die Spielstätte der Burghausener. Hier wollten wir nun eigentlich noch schnell einen Schock-Ground machen, unsere Suche nach einer Kneipe lief jedoch nicht allzu erfolgreich. Wir fanden nur das Freibad und brachen die Suche dann aufgrund eines kräftigen Schauers ab. Schade…

So ging es irgendwann unverrichteter Dinge ins Burghausener Stadion, wo wir, wie die meisten Dortmunder, einen Stehplatz auf der Hintertortribüne aufsuchten. Das Stadion ansich wirkt recht zusammengeschustert, weiß aber trotzdem irgendwie zu gefallen. Den Gästen wurde zwischen der Laufbahnkurve und dem Spielfeld eine unüberdachte Stahlgerüsttribüne gebastelt. Ähnlich sieht es gegenüber aus. Dort ist die Tribüne aber ungefähr zur Hälfte überdacht. An den anderen beiden Spielfeldseiten gibts dann noch eine kleine überdachte Stehplatztribüne mit geschätzen 7 Stufen und  die verhältnismäßig groß wirkende Sitzplatztribüne. Unsere Tribüne sollte aber eventuell nochmal beim TÜV vorbei. Bei Regen werden die Treppenstufen, welche auf die Tribüne führen doch etwas glatt… Für mich bedeutete das 8 Treppenstufen auf der rechten Arschbacke und n schönen blauer Fleck. Arschlochtreppe!

Aber nun zum Geschehen im Stadion. 3300 Besucher hatten sich für das Spiel zusammengefunden und knapp 300 davon waren für schwarzgelb vor Ort. Die Ultras Black Side hatten zu Beginn eine kleine Choreo vorbereitet. Unter dem Motto „Wir heben ab in eine neue Zeit“ flog eine Wacker-Rakete aus der Erdatmosphäre vorbei an einigen Sternen, auf denen Wünsche wie Derbysieg, Spieler mit Herz usw. zu lesen waren bis hin zu einer Fernen Galaxie, welche für den Klassenerhalt stand.  Joa. Ganz nett soweit aber sicherlich auch nichts was die Welt bewegen könnte.

svw-dortmund25

In der ersten Halbzeit gab es auf dem Platz eine mäßige Leistung der Borussen, welche durch das 1:0 in der 42. auch entsprechend „belohnt“ wurde. Wacker war schon besser und führte auch wohl verdient. Auf den Rängen sah es ähnlich aus. Vielen Borussen machten wohl die 10 Stunden Busfahrt zu schaffen. Die Stimmung war nicht schlecht, aber sicherlich auch nicht überragend. Burghausen konnte sich dann und wann melden. War für mein Verständnis ganz ok…

Zu Beginn der 2. Halbzeit wurden dann auf beiden Seiten rückkehrende Stadionverbotler per Spruchband begrüßt. Erwähnenswert hierbei war, dass Burghausen das Spruchband für unsere Jungs und wir das für deren Jungs präsentierten. Sicher ne ganz feine Sache, der man sich anschließen kann. Willkommen zurück, Jungs!

Willkommen Zurück

Horti und ich zogen uns nach der 1. Halbzeit dann aber aus dem Stimmungspulk zurück und flätzten uns etwas Abseits zu ein paar anderen in die Sonne. Ich schlief kurz 5 Minuten und dann durften wir eine unterhaltsame 2. Halbzeit verfolgen. Der BVB kam deutlich besser aus der Kabine und war bemüht das Spiel noch zu drehen. Klappte auch ganz gut…  In den Spielminuten 66, 69 und 74 konnte man jeweils ein Tor erziehlen und es sah aus als würden unsere Amas gut in die Saison starten. Aber unsere Amas haben leider immer noch die Fährigkeit Spiele zu vergeigen, die man nur noch nach Hause schaukeln braucht. In den letzten 15 Minuten hat man sich teilweise ganz doof angestellt und bekam noch die Tore zum 2:3, 3:3 und schlußendlich auch noch zum 4:3 eingeschenkt. Puh. Hätte man auch drauf verzichten können.

Ebenso hätte man wohl darauf verzichten können, dass ein paar Leute nach Spielende noch Probleme mit der Staatsgewalt bekamen. Hier bleibt zu hoffen, dass man mit nem Blauen Auge davon kommt…

Von der Rückfahrt gibts jetzt eigentlich nichts mehr spannendes zu berichten. Für meinen Geschmack zog die sich dann doch etwas zu sehr in die Länge. Wenn dann zudem irgendwann das Bier nur noch bedingt schmeckt und es mit dem Pennen bei einem selber nicht so recht klappen will, der Rest um einen herum aber längst nen Deal mit dem Sandmännchen gemacht hat, kann das die Stimmung schonmal drücken… Naja, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Bus 2 stand wohl noch etwas länger irgendwo im Stau, welchen wir mega geschickt umfuhren und somit rund 2 Stunden gut machten. Hier geht nochmals n Dank an Kaddi raus, der Horti und mich spontan noch in Bus 1 gedrückt bekam. Bei 2 Stunden Stau wäre ich wohl Amok gelaufen.

Gegen halb 3 und nach 24 1/2 Stunden endete unsere Tour dann und ich durfte endlich ins Bett. Für unsere Amas geht´s am Dienstag weiter in der Roten Erde, wo uns die Eintracht aus Braunschwieg sicher mal n paar Punkte mitbringen wird und Profitechnisch steht am Samstag der DFB-Pokal an. Endlich mal wieder mit nem Bus nach Bayern 😉 Diesmal aber an die Tschechische Grenze und nur 520 zu fahrende Kilometer. Gebt mir noch 1-2 tage, dann freu ich mich da auch wieder richtig drauf…