Mit ‘Westfalenstadion’ getaggte Beiträge

Forza Nero-Giallo!

Veröffentlicht: 10. August 2011 von juetty in bvb, Sonstiges gefährliches Gedankengut
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Die Vorfreude auf die neue Bundesligasaison setzte bei mir in diesem „Sommer“ extremst spät ein, da ich mich genau in der Phase, in der ich sonst immer wieder fickrig auf den BVB werde, im schönen Italien befand und damit vorzüglich abgelenkt wurde. Anstatt mögliche Transfers zu begutachten wurde die Toskana begutachtet, anstatt der schwarzgelben Internetseiten bekam ich lediglich die eine Sportseite der FAZ zu Gesicht, anstatt des Pokalkrachers in Sandhausen guckte ich mir das leere Stadion vom AC Siena an (was sogleich der langweiligste Ort der tollen Stadt gewesen sein dürfte) und anstatt der 0,5l-Flaschen Hansa Export gab es 0,66l-Flaschen DAB. Alles anders als es normalerweise ist.

Erst am Rückflugtag wurde sich mit der, zeitlich extrem knappen, Rückreise beschäftig und bei der planmäßigen Abfahrtzeit von 19:04Uhr ab Köln-Bonn Flughafen, hätte ich mir schon denken können, dass das in die Hose geht. Selbst bei optimaler Rückreise wäre ich erst gegen 21Uhr am Westfalenstadion gewesen und hätte die ersten 20-30 Minuten verpasst. (Dank DFL-Show verzögerte sich ja der Anstoß). Aber schon beim Abflug gab es Probleme, da sich ein Passagier zu viel in der Maschine befand. 140 Plätze waren verkauft, 141 Leute an Bord. Bis sich herausstellte wer nun der potentielle Falschflieger war, vergingen schlappe 30 Minuten und ich sah meine Felle schon fortschwimmen. Der Germanwings-Quack erzählte später jedoch, dass er sein Gaspedal mit einem Ziegelstein beschwert hätte und wir quasi mit Warp-Geschwindigkeit gen Domstadt segeln würden. Tatsächlich reichte es in Köln, dank eines kleinen Spurts mit dem Koffer, noch für den Zug um 19:04 und spätestens im Zug war ich wirklich heiß auf Fussball.

Heiß war es jedoch leider auch auf der Bahnstrecke, wo ein Feuer loderte und aufgrund dessen mein Zug die Weiterfahrt verweigerte. So durfte ich der Anzeige am Bahnsteig zusehen, wie sie 10, 20, 30 min Verspätung verkündete, ehe ich mich auf die Suche nach einer anderen Fahrtmöglichkeit macht. Leider ist der Flughafen in Köln-Bonn ohne fahrende Bahn quasi abgeriegelt und einzig ein Bus nach Köln-Porz konnte die Lage gegen 20Uhr etwas verbessern. Aber das Spiel konnte ich mir natürlich abschminken, was insgesamt für eine begrenzt gute Laune sorgte.

Ich hatte nun nur noch die Wahl in Köln zu bleiben und das Spiel irgendwo am TV zu sehen, oder den verspäteten Weg nach Dortmund anzutreten und das Spiel am Radio zu verfolgen. Es passte natürlich ins Bild, dass die 2-3 mir bekannten Kölner, die sich dieses Spiel anschauen würden gerade nicht in Köln waren und so begab ich mich schlecht gelaunt auf die Weiterfahrt nach Dortmund.

Der weitere Reiseplan bescherte mir jedoch einen passenden Aufenthalt am Kölner Heumarkt, wo ich 15 Minuten Zeit zum Umsteigen hatte und im nächstbesten Kiosk das Spiel gezeigt wurde. Also wurden 2-3 Reisebiere geholt und Kevin Großkreutz machte das 1:0, was ich als einziger an der S-Bahnhaltestelle am Kiosk bejubelte. Kurz später gab der Radiokommentator das 2:0 für den BVB durch, erzählte was von Traumfussball und meine Laune besserte sich langsam. Wenn die Borussia rockt, kann man irgendwie gar nicht schlecht drauf sein. Egal wo man gerade ist.

Also gab ich mich meinem Schicksal hin, nuckelte an den Bierpullen, spielte an meinem Handy rum um einen möglichst gutem Radioempfang zu haben und erfreute mich an den Ausführungen des Manns in meinen Kopfhörern. 3:0 für den BVB und das Westfalenstadion kochte. Schön! Und da ich auch wohl seit 10 Jahren kein BVB-Heimspiel mehr am Radio verfolgt hatte, war ich überdies auch noch freudig überrascht, wie sehr dort unser gesponsorter Stadionname vermieden wird. Natürlich hieß es auch nicht, dass man ins Westfalenstadion schalten würde, aber man blieb merklich konsequent beim „Dortmunder Stadion“ oder der „Dortmunder WM-Arena“. Gefiel mir!

Gegen 23Uhr, und mit 2 Stunden Verspätung kam ich schlußendlich in Dortmund an, wo mich sogleich einige Jungs (und ein Mädel) aus der Zone bzw. aus Mühlheim und Bochum, in der guten alten Bierkutsche begrüßten. So wurde der Abend noch recht rund gemacht, vom BVB berichtet, im Scheffelchen 85 Striche auf den Deckel gezaubert und bis zum frühen Morgen im Wikinger Hochleistungs-Dart betrieben.

Fussball gibbet dann an dieser Stelle in der kommenden Woche, wenn die Kackbratzen aus Hoffenheim (hoffentlich) eins übern Deckel bekommen haben…

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Nachdem heute das Zittern in den Händen langsam nachgelassen hat und das Wochenende körperlich verdaut zu sein scheint, haue ich auch mal wieder in die Tasten. Eigentlich könnte ich einfach nur kurz mit diversen superlativen um mich schmeißen und feststellen, dass es das besteste, freudigste, alkoholreichste Wochenende seit langer, langer Zeit war, aber da die Leserschaft hier ja ohnehin schon vom gähnender Leere geplagt ist, mache ich es doch etwas ausführlicher:

Als am Freitag die lästigen Pflichten hinter einem gelassen werden konnten, wurden sogleich die freudigen Pflichten in Angriff genommen. Die geplante Meisterchoreo benötigte noch den Feinschliff und so wurde zunächst etwas gebastelt, ehe es zum ersten Höhepunkt des Wochenendes kommen sollte: Borussia Hearts Club Party im legendären Subrosa. Der Abend war von einem schwatzgelben organisiert und per gut laufender Mundpropagangda publik gemacht worden. So war der Laden ganz gut gefüllt, als es zunächst mit einer Lesung und anschließend mit den Jungs von SBK Basement los ging. Das war soweit ganz nett, aber Highlight des Abends war natürlich der folgende Auftritt von Klaus „Godfather“ Neuhaus! Neben seinen allseits beliebten Hits „Kagawa Shinji“, „Uli Hoeneß, hol dein Fernglas raus“ , „Konitschiwa“, der „Mannschaftsaufstellung“ usw. , war der Hit des Abend die vielfach geforderte Zugabe: „In der Wanne…“ (…schwimmt ne Kackawurst und keiner wills gewesen sein!) Insgesamt ein total schlechter, aber durchaus spaßiger Auftritt. Helge Schneider ließ grüßen. (Wer sich Auschnitte des Auftritts nochmal angucken möchte: Teil1 Teil2 – Leider fehlt aber „In der Wanne“ )

Danach machte sich ein kleiner Trupp auf zu einer sogenannten „Gründertour“ in Richtung Borsigplatz. Natürlich nicht ohne zahlreiche Stopps bei den dahergelaufenen Kneipen und dem ein oder anderen Würfelspielchen, bei dem Sarah abermals ihre Stärken ausspielten konnte und die Frage geklärt wurde, wieso Stolle aus dem BVB-Podcast-Team geflogen ist. Dieser Herr Stolle offenbarte uns doch tatsächlich, dass er a) noch nie geschockt hat und b) noch nie ein Hansa getrunken hat. Ein Wunder, dass sich überhaupt noch Menschen mit ihm umgeben… 😉 Ansonsten endete der Abend natürlich im Suff und Sterne guckend am Borsigplatz.

Mit wenigen Stunden Schlaf und leicht angekatert ging es am nächsten morgen für einen kleinen Trupp der Zone zum Westfalenstadion, wo ab 09 Uhr die Choreo von TU und den Jubos final vorbereitet werden sollte. Wochenlange Arbeit wurde wieder hinein gesteckt und insgesamt gab die Choreo ein gutes, wenn auch kein perfektes Bild ab.

Leider gab es einen kleinen Riss in der Befestigung der Spieler und ausgerechnet Dedes Kopf fiel etwas in sich zusammen. Zudem trauerten alle Borussen um Jockel Bracht, einen Meister der Jahre 56,57,63. Dass durch die Schweigeminute auch der Zeitplan der Choreo durcheinander geriet ist natürlich total nebensächlich, aber doch zusätzlich schade. Aber die grundsätzliche Botschaft dürfte jeden erreicht haben: Die geilste, beste und überzeugendste Mannschaft seit vielen Jahren kommt aus Dortmund und ist der verdiente Meister 2011!

Nachdem die Choreo dann weggeräumt war und ich am Fernseher schon den ersten verschossenen Elfmeter miterlebte, gab es auf der Tribüne ein freudiges Wiedersehen. Der verlorene Sohn Horti war wieder da! Zwar hatte er bei weitem nicht genug Platz für uns freigehalten, aber das sei ihm ausnahmweise verziehen. Ansonsten passierte erstmal nichts weltbewegendes bis zum Beginn der 2. Halbzeit. Dann war plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes Feuer unterm Dach! Zunächst brannte es auf der Süd. Einige Rauchtöpfe, Bengalen und Bresslauer gingen hoch und erzeugten ein zweifellos geiles Bild. Ob dies aber auf einer Tribüne, auf der noch allerhand Choreokram rumfliegt zu vertreten ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Aktion erntete auch höhrbare Pfiffe von Teilen der Südtribüne. Wenige Minuten später machte der Gast aus Frankfurt das 0:1 und der Feuerteufel war auch im Gästeblock zugegen. Sekunden nach dem Tor gingen auch hier diverse Pyroklamotten hoch und Frankfurt zeigte eine Spruchband „Deutscher Randalemeister 2011“. Nette Aktion. Es war aber auch fast das einzige mal, dass der Gästeanhang groß in Aktion trat.

Diesen feurigen Minuten folgte nun die Aufholjagd der Borussia. In der 68. und 72. Minute wurde das Spiel gedreht und die SGE faktisch in die zweite Liga geschossen. Wieso sich aber nicht wenige Borussen über die Treffer von Wolfsburg, dem direkten Eintracht-Konkurenten, freuten blieb jedoch wohl nicht nur mir ein Rätsel. Klar ist die Eintracht mitunter durchaus kacke, aber so Vereine wie VfL Wolfsburg verdienen die Bundesliga sicherlich weniger als die Frankfurter…

Im Anschluss verschoss (ausgerechnet) Dede noch einen weiteren Elfmeter und Barrios besiegelte in der 90. Minute den Sieg mit dem treffer zum 3:1. Danach folgte, wie schon im Spiel gegen Nürnberg, ein versuchter Platzsturm. Diesmal wurde aber schon während des Spiels ein Teilstück des Zauns bearbeitet und nach dem Abpfiff, wie ein Geragentor hochgeklappt. Bis zur Schalenübergabe gegen 17:45Uhr hielt die erste Ordnerkette vor dem Spielfeld dann noch, danach brachen aber erstmal alle Dämme. Ich hätte zwar 0,0 Bock darauf mich an so einem Tag minutenlang an den Ordnern aufzureiben, aber ein Platzsturm gehört auch für mich irgendwie zu den Meisterschaften.

Als das Fussballerische dann abgearbeitet war, ging es weiter zum nächsten Punkt des Wochenendes: Auch mal Feiern! Ich hatte vom BVB, für meine überragenden Dienste im Borusseum , 2 Karten für die Mitarbeiterfeier bekommen und da ich ja durchaus als Freund von Gratisgeschichten bin, wollte ich da zumindest für 2-3 Stunden vorbei. „Kurz einen Happen essen und ein Gläschen trinken…“ Also wurde Suddi eingepackt und es ging in den Westfalenpark, während der zahlreich vertretene Rest der Zone es sich im Westpark und Nordstadt gemütlich machte. Blöderweise wurde die Party dann doch spaßiger als gedacht und aus den 2-3 Stunden wurde mal so gar nichts! Im Seepavilion des Westfalenparks versammelten sich ein paar sportlich chice Getränkeliebhaber, die fortan ihr Spanferkel mit einigen Bieren und Schnäpsen runterspülten. Draussen riss Bruno „Günna“ Knust Witze am laufenden Band, Helmut Zerlett klimperte am Keyboard, ein Udo Jürgens-Verschnitt tat selbiges am Klavier und die anwesenden Greenkeeper lieferten sich mit der Hand voll TUler einen kleinen Gesangsbattle. Der recht gelungene Abend endete schlußendlich damit, dass ich tanzte (!!) und mit Suddi gegen halb 7 ein Taxi bestellte. Uff, guter Abend!

Und am Sonntag sollte es gegen Mittag schon wieder weiter gehen. Der Meisterkonvoi rollte durch die Stadt und wurde konsequent umgangen. Zunächst ging es auf ein Katerfrühstück in das BVB-Gründerhaus, in dem sich heute eine Pommesbude befindet und nach 2-3 Hansa nahmen wir Kurs auf die Lenz-Stube, wo der restliche Tag verlebt werden sollte. Und was soll ich sagen? Es war einfach absolut rund! Am Beamer verfolgte man die Bilder vom Umzug durch Dortmund (und musste sich nicht zwigend Nena und andere Kreisch-Weiber antun), vor den Fenstern zogen schwarzgelbe Karavenen entlang und drinnen spielten sich herrlichste Szenen ab. Bilder, die wie viele in den letzten Wochen, für immer im Gedächtnis bleiben und einfach unbeschreiblich sind. Die pure Freude, die pure Extase,der pure Wahnsinn, das pure Leben! Solche Momente machen alle Schmerzen, die uns der BVB in all den Jahren bereitete, vergessen und in Hoffnung auf weitere Momente dieser Art, wird man sein Leben lang dem Ballspielverein treu bleiben. Echte Liebe!

Gegen 23-24Uhr waren bei mir jedoch sämtliche Kräfte verfeiert, versoffen, vertanzt, versungen, so dass ich die Notbremse ziehen musste und mich in mein Bett schleppte. So endete ein Wahnsinnswochenende. Wunderschön! Danke BVB!

Es ist der zweite Sonntag im Monat und das bedeutet bei uns daheim akuten Gluckenalarm! Meine Bessere Hälfte hat wieder einmal eine Hand voll Frauen eingeladen (vom verbreiteten Geräuschpegel könnten es auch 20-30 sein) und zelebriert mit denen den Monatlichen Weiberalarm. Also heißt es für mich reißaus zu nehmen ich schau mal in meiner Kneipe vorbei:  Jüttys Kleine Bierkutsche – Das Teil habe ich irgendwann vor 12 Jahren mal nach meinem Lottogewinn gekauft, etwas vergrößert und schön hergerichtet, aber mittlerweile sieht der Laden auch wieder so aus, wie ich Ihn Anfang des Jahrtausends kennengelernt habe: Leicht runter gekommen, aber doch irgendwie cool.

Naja, hier kann man sich immernoch gut den Abend vertreiben. 1-2 Jungs von früher schauen noch regelmäßig vorbei und wenn die mal nicht da sind, stolpert schon früher oder später irgendjemand rein, mit dem man ein Bierchen trinken könnte. Heute ist aber eher tote Hose. Nur 6 Suffköppe sitzen in dem Laden. 5 davon am Tresen und einer pennt auf der Bank. Trinken will von denen scheinbar keiner mehr was. 21:47 Uhr und schon sind sämtlich Lampen nicht nur an, sondern quasi ausgebrannt. Weicheier! Also schicke ich meinen Tresenmeister nach Hause und warte die paar Minuten bis der Laden leer ist, noch selber hinter der Theke. Als ich kurze Zeit später den einzig verbliebenen Gast verbliebenen Gast aufwecken und rausschmeißen will, bimmelt doch noch einmal die Türglocke. Palim-Palim. Sohnemann Gianluca steht mit 4 seiner Kollegen in der Tür. Auch die sind leicht angeheitert, scheinen aber noch ein-zwei Export vertragen zu können.

Die Jungs kommen gerade vom Auswärtsspiel der Borussia in Augsburg und haben ein breites grinsen im Gesicht. Borussia hat gewonnen und es sieht so aus, als könne man nach 8 Jahren unterklassigem Fussball wieder in die Bundesliga aufsteigen. Harte Zeiten wurden beim BVB durchlebt, seitdem Martin Kind, der ehemalige Präsident von Hannover 96 die 50+1 Regel gerichtlich gekippt hat. Es müsste so 2013 oder 2014 gewesen sein, als diese Regel, die Investorntum untersagte, vor Gericht nicht bestehen konnte und M. Kind seinen vermeintlichen Erfolg feierte. Danach zogen es nach und nach mehr Vereine in Betracht externen Leuten bzw. Firmen das Sagen zu verkaufen. Zunächst waren es die eher kleiner Clubs, die diese Option wahrnahmen. 2014 z.B. Fürth, Freiburg, Paderborn, 1860 München, Cottbus, Hannover, Oberhausen und Duisburg. Und diese spielten mit den Investorengelder, die sie durch Umbennenungen in beispielsweise FC Coca Cola Freiburg bekamen, zwar eine größere Rolle aber der große Schock blieb vorerst aus. Erst als Red Bull Leipzig 2017 in die Bundesliga aufstieg und sofort 2 mal Meister wurde, kam es zu den folgenschwersten Veränderungen. Angefangen mit Bayern München zogen immer mehr Namhafte Vereine hinterher. Hertha BSC, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Mönchengladbach, der Nürnberger Glubb, VfB Stuttgart usw. In der Bundesliga wurde fortan ein wahnsinniges Wettrüsten betrieben. Die beste Fussballliga der Welt lockte viele Konzerne und Einzelpersonen an, die unsummen investierten. Aber wenn der sportliche Erfolg da war, lohnte es sich sogar. 200 Millionen reinstecken, 300 Millionen durch sportlichen Erfolg bzw. des Werbewirksamen Auftreten der Mannschaft wieder rein holen.

Bei den Vereinen aus Köln, Gelsenkirchen, Hamburg und Dortmund haben sich die Mitglieder zwar zwar Jahrelang gegen diese Machenschaften gewehrt -auch ich war damals noch sehr aktiv- aber aufgrund der Perspektivlosigkeit der Vereine haben wir den Kampf verloren.  Um dem Wettrüsten Einhalt zu gebieten, gabe es ab 2024 eine Grenze, bis zu der die Vereine investieren durften. Gebessert hat sich jedoch nur wenig. Die 2014 aufgestellten Investorenregeln (man muss seinen Club mind. 10 Jahre lang halten, Kartenpreise stabil halten, das Vereinslogo nicht ändern etc.) wurden in dem Zug ebenfalls gekippt und von nun an hatte man eine wirkliche Heuschreckenplage in der Bundesliga. Nun wechselten die Besitzer ostmals schon jährlich und versuchten das maximale aus den Vereinen heraus zu holen. Kartenpreise stiegen aufs Maximum, Stehplätze wurden abgeschaft, fast jeder Verein warb in seinem Logo für irgendeine Firma usw.

Gerade den BVB, der trotz fehlender Erfolge, immernoch einen großen Namen hatte, traf es in dieser Phase hart. Es wurde einfach alles zu Geld gemacht was ging. Das war der Punkt, an dem ich den Verein verlassen habe. August 2024 – mit der schlimmste Monat meines Lebens! 2029 war der Verein dann so kaputt, dass er in die Insovenz ging und in die 4. Liga musste. Zwar immernoch etwas traurig, aber rückblickend betrachtet ein gutes Ereignis für Borussia. Viele Fans strebten einen Rückkauf der Borussia an und da Borussia nicht mehr viel Wert war, geland dies sogar 2031. Seitdem ist der Verein wieder Mitgliederbestimmt und kämpft sich langsam nach oben. 2032 Aufstieg in Liga 3, 2034 Aufstieg in Liga 2 und jetzt ist sieht es so aus, als könne der BVB zurückkehren in die Bundesliga.

Borussia bereitet wieder Freude, wie ich sehr genau an den glühenden Augen der 5 Halbstarken vor mir beobachten kann. Stolz berichten Sie, dass heute fast 700 Borussen um 11 uhr beim Spiel in Augsburg waren. Es gab Zeiten, da hätte ich darüber müde gelächelt, aber heute sind 700 Mann wirklich schon sehr stark für ein Zweitligaspiel. Das hat es lange nicht mehr gegeben. So trinken wir zusammen glücklich noch ein paar Bierchen und wie immer bei solchen Gelegenheiten, kommt Schmiddy, der vorlauteste Kollege von Gianluca, mit der üblichen Bitte um die Ecke: „Jütty, erzähl uns von 2011!“ Also schwelge ich wieder in Erinnerungen, an die wohl größte Borussenmannschaft aller Zeiten. Ich erzähle von dem jüngsten Deutsche Meister aller Zeiten, vom geilsten Klopp der Welt, vom 80720 Zuschauern im ausverkauften Westfalenstadion, von 10.000 Auswärtsfans, vom Derbysieg in GE, den ich verpasste, von den wohl wichtigsten Minuten der Meisterschaft „… plötzlich führt Hannover bei uns 0:1 – ein jeder weiß, dass es nun nochmal verdammt eng werden kann und dann…“ „…fliegt beinah das Dach vom Stadion ab und Spieler und Fans schenken Hannover 4 Dinger in 30 Minuten ein“ weiß Schmiddy zu vervollständigen, ich erzähle von Dede, von seiner Liebe zum Verein und seinem traurigen Abschied und wie wir in Gladbach vor 25.000 Dortmundern, das Ding so gut wie klar machten und von der dann folgende geilsten Feier des Jahrzehnts. Das waren Zeiten!

Nach diesem halbstündigen Monolog schiebt mir Felix ein Karte zu. Es steht drauf:

17.April.2037

Westfalenstadion

2. Bundesliga

BV Borussia Dortmund – Hannover sexmitneunzig.com SV

Block Drölf

Anstoß 13:15Uhr

Joa, wieso eigentlich nicht?

BV Borussia – FSV Mainz 05

Veröffentlicht: 21. März 2011 von juetty in Profis
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Endlich wieder BVB! Die letzten 2 Bundesligaspiele hatte ich ja bekanntlich nicht besuchen können und so war die Vorfreude am Samstag doch etwas größer als sonst üblich. Zusammen mit Pudding, Heiko und Achim ging es mit dem Zug von Reken aus nach Dortmund, wo wir zum einen den Herrn Suddenberger aufgabelten und uns noch etwas von den Nachmittagsspielen anguckten, ehe es zum Westfalnstadion ging.

Das Spiel begann dann wie man es sich erhofft hatte. Schon nach 8 Minuten gelang Hummels die Führung und 10 Minuten später hatte Sahin, per Elfmeter, schon das 2:0 auf dem Fuss. Allerdings vergab er den Elfmeter und damit wohl auch eine Art Vorentscheidung. In der Folgezeit blieb der BVB zwar weitesgehend das spielbestimmende Team, die sonst massenhaft vorhandenen Chancen blieben eher mangelwahre. „Taktisch geprägtes Spiel“ nennen es die Fachleute wohl. Kurz vor Abpfiff konnten die Mainzer dann leider noch einen viel diskutieren Angriff starten und zum 1:1 Endtstand verwandeln. Subotic hatte während dieses Angriffs mit Eiersalat zu kämpfen und konnte demnach nicht ins Spiel eingreifen, was viele Borussen dazu veranlasste von den Mainzern zu erwarten, dass diese den Ball ins Aus spielen sollten. Aber das taten sie nicht, sondern nutzen die Lücke in der Abwehr zum erfolgreichen Torschuss. Naja, passiert… Ich persönlich habe da schon ganz andere Aktionen gesehen und fand es an sich nicht sooo dramtisch.

Zum kollektiven Ausrasten hat uns jedoch der Mainzer Keeper Wetklo gebracht. Ich hatte es Suddi schon vor der Partie gesagt gehabt und konnte mich später bestätigt fühlen: Ein ehemaliger Kommilitone aus GE-Buer hatte mich vor Jahren schonmal auf Wetklo hingewiesen. Schwerst Königblau soll er sein und nachdem was Samstag abging, dürfte da einiges dran sein. Er gab sich nach dem Ausgleich einem Affentanz hin, jubelte euphorisch in Richtung Süd und zeigte an, dass er seine blaue Trikotfarbe toll fand.  Damit steht dann bei vielen Borussen wieder ein Keeper mehr auf der Hassliste…

Und nun noch ein paar Worte zur Stimmung: Der Gast aus Mainz, der normal über keinen sehr großen Auswärtsmob verfügt,kam mit ca. 7000 Mann angereist. Schon etwas verrückt, wenn man bedenkt, dass bei deren Derbies gegen Lautern und FFM nur ca. 3000 Fans mitreisten. Ein großer Teil der 7000 Leuten scheint aus Klopp-Touristen zu bestehen und dem entsprechend laut war es auch im Gästebereich. Ich habe nicht einmal irgendwas gehört und Bewegung sah man auch nur in kleineren Bereichen des Stehplatzblocks. Ziemlich mieser Auftritt, vor allem wenn man ihn im Verhältnis Masse zu Klasse betrachtet.

Aber der letzte Satz könnte auch die heimische Südtribüne an diesem Tag umschreiben. Es ging nicht so sonderlich viel. Bekannterweise gab es zum letzten Heimspiel hin eine Veränderung an der Soundanlage, die nicht mehr mittig in Block Drölf steht, sondern nun einmal in Block 12 und einmal in Block 13. Damit wird nun auch unseren Stammplatz etwas mehr beschallt und mir speziell in der 1. Halbzeit einige Nerven gekostet hat. Wolle war nämlich nach einer Pause wieder zurück auf dem Vorsängerposten und zeigte leider wie mächtig diese Soundanlage doch sein kann. Zwar ist Wolle ein super Vorsänger und ich freue mich über sein Comeback, jedoch schien es so, als sei sein Taktgefühl nach dieser Pause noch nicht wieder bei 100% angelangt. Oftmals waren die Gesänge aus der Anlage leicht versetzt zu unserem Gesangtstempo und fühlten sich dadurch in etwa so wie ein Schlag in die Fresse an. Alle paar Minuten wurde man beim Singen aus dem Takt gebracht, was nicht wirklich den Spaßfaktor erhöhte.  Aber das wird sich sicherlich bald wieder geben und macht auch deutlich, dass der Job des Vorsängers doch nicht so einfach ist, wie manchmal vermutet wird. In der Zwoten Halbzeit wurde es von der Stimmung und vom Spaß her jedoch besser und ich glaube die neue Soundanlage kann sich nach ein paar Spielen als sehr vorteilhaft erweisen.Insgesamt war es aber sicherlich einer der schlechteren Auftritte der letzten 2 Jahre.

Und sonst? Der Vorsprung beträgt nun durch den Verlust der 2 Punkte „nur“ noch 7 Punkte. Somit hat Leverkusen den Vorsprung nach 10 Spielen in der Rückrunde um 3 Punkte verkürzen können. Also noch kein wirklicher Grund zur Panik und zur Weltuntergangsstimmung, die man mancher Orts wahrnehmen kann.

Zone09 bedankt sich bei 2 mal Zone07!

Veröffentlicht: 22. Februar 2011 von juetty in Profis
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Mein Fussballwochenende begann diesmal etwas eher als gewohnt. Bevor Samstag der BVB auf dem Plan stand, habe ich es Freitag doch tatsächlich mal wieder zu einem RWE Spiel geschafft. Die letzten Spiele der Rot-Weissen gegen Wuppertal, Köln und Schermbeck gingen mit allesamt wegen ein wenig Schusseligkeit flöten und somit war die Motivation zu diesem Spiel zu gelangen relativ hoch. Blöderweise hatte ich aber bis 18 Uhr im Borusseum Dienst zu schieben und wie das nun mal so ist, wenn man etwas vor hat, blieben die Gäste dann auch mal bis 18:05. Damit war die letzte gute Verbindung gegessen. Zur treffenden Zeit erreichte mein RE um 19:07 den Essener Hauptbahnhof, die beliebten Fanbusse fuhren aber leider nicht mehr. Also ging es mit dem Linienbus zur Hafenstraße, wo ich passend zum 1:0 am Kassenhäuschen ankam. In eben jenem letzten geöffneten Kassenhäuschen saß eine nette Planschkuh, die mir mit meinem Semesterticket keine ermäßigte Karte verkaufen wollte. (Wohlgemerkt waren 35 Spielminuten eh schon rum. was fast alleine zur Ermäßigung reicht)Naja, nach Verhandeln und Argumentieren war der guten Dame leider nicht zumute und so hatte ich doch den Vollzahler zu spielen um nicht vergeblich nach Essen gefahren zu sein…

In der 40. Minute stand ich dann mit rund 6000 Essenern im Georg-Melches-Stadion und stellte mich für die restlichen Minuten der 1. Halbzeit kurz zu den Bichs, bevor ich mich in der Zwoten Halbzeit zu den Rot-Weissen Rekenern gesellte. Spielerisch kam ich aber in der Folgezeit nicht wirklich auf meine Kosten. Der RWE konnte gegen die Mannschaft von meiner 1. Fussballsammelkarte ( Micheal Lusch ) nicht mehr nachlegen und kassierte kurz vor Ende auch noch den verdienten Ausgleich. Ein eher unbefriedigendes Unentschieden, auch wenn Essen natürlich, ebenso wie der BVB, trotzdem noch sehr gut in der Tabelle da steht.

Nach dem Spiel konnte ich dann einen Transfercoup für den Abend landen. An sich wollte ich nur kurz meinen Mitbewohner abholen, der in Nähe der Hafenstraße versucht Deutschlands Aluminiumbedarf zu decken, aber mit dem Argument „Bier“ schaffte ich es Schoppen aus dem Rekener Auto freizukaufen und hatte somit meine Abendplanung gerettet. Nach einer kleinen Tour durch Essen, GE, Wanne erreichten wir wieder heimischen Boden und konnten Zuhause noch drölf Runden Dart spielen. Rückblickend betrachtet muss man sagen, dass Schoppen der Welt schlechteste Dartspieler ist und somit völlig zurecht ne Pulle Ramazotti trinken musste, ehe er den Inhalt dieser Flasche meinem Mülleimer (achtung!) übergab…

Der folgende Morgen war in Folge des längeren Abends mit einer gewissen Trägheit versehen. Plan A: „11Uhr Stube“ wurde also verworfen und unsere kleine Truppe (Achim, Sarah, Schoppen, Ossi) verließ erst gegen halb 2 das Haus in Richtung Westfalenstadion, wo auch schon Suddi und Rot-Weiss-Löbbing auf uns warteten. St.Pauli war zu Gast in unseren Gemäuern und überließ uns freundlicherweise kampflos die 3 Punkte. Dank der bekannten Abschlußschwäche reicht es zwar „nur“ zu einem 2:0, aber das war schon ganz ok. Der BVB-ICE rollt dann doch noch recht temporeich durchs Land…

Stimmungstechnisch war es ebenfalls recht gut. Trotz defekter Soundanlage wurde mitunter ganz gut gerockt und erst nach dem 2:0 nahm die Stimmung aufgrund fehlender Spannung etwas ab, konnte aber bei diversen Feierliedern trotzdem noch deutlich punkten. Vom Gegenüber, den 8000 St.Pauli Anhängern, kam bis zum 1:0 einiges an, danach wurde es jedoch ruhiger. Aber insgesamt sicherlich auch noch einer der besseren Gastauftritte in dieser Saison.

Kommenden Samstag gehts jetzt nach München und ich persönlich rechne mit der üblichen Klatsche. Aber schaumer ma… Vielleicht gibt es dort nach 20 Jahren ja doch mal wieder was zu holen.

P.S.: Bevor ich das noch vergesse: St.Pauli ist gar nicht anders, ich habe nen spießigen Leher gesehen, der St.Pauli Fan ist und ausserdem verkaufen die auch ganz viel! (Damit auch bloß der Gute Ton gewahrt bleibt… 😉 )

P.P.S.: Blöderweise haben Horti und ich jetzt quasi zeitgleich gebloggt. Wer hier via link nur auf diesen Bericht gestoßen ist, dem lege ich natürlich auch des Bericht unseres Auslandskorrespondenten nah: Rangers-Sporting

Für jeden unsere vier Zonies, die sich am Samstag auf den Weg zum Betze machten, war es das erste Mal Betzenberg und dem entsprechend gut gelaunt ging es am frühen morgen nach Dortmund, wo der FA-Bus für uns bereit stand. Lockere 4 Busse fuhren diesmal von der FA und kutschierten somit 200 von ca. 8000 Borussen nach Kaiserslautern. Schon gegen 15 Uhr kamen wir in der Pfalz an und machten uns zunächst auf den Weg in die Stadt um noch etwas Bundesliga zu gucken ehe es den kleinen Gewaltmarsch zum Stadion gab.

Leicht aus der Puste hatten wir den Berg gegen halb 6 bezwungen, durften rein in die schönen Gemäuer des Fritz-Walter-Stadions und ich war wirklich sehr freudig überrascht. Die letzten neuen Stadien, die ich in der Vergangenheit kennengelernt habe waren quasi alles diese 0-8-15-Dreizigtausender-Stadien a la WOB, Hoffenheim, doch das Fritz-Walter-Stadion hob sich davon angenehm weit ab! Die drei relativ hohe und einrangige Tribünen machen wirklich was her und vor allem die Westkurve hat durchaus ihren Reiz. Hoch, steil und mehr oder weniger unsere Südtribüne in Rot. Und da die Lauterner Fanszene eine einfache aber schöne „Choreo“ geplant hatte, wurde diese Tribüne zum Anpfiff auch noch gut in Szene gesetzt. Passend zum Einlaufen der Mannschaften erleuchteten tausende Wunderkerzen und gaben ein klasse Bild ab!

Zum darauf folgenden Spiel kann ich hingegen beim besten Willen nicht allzuviel erzählen. Achim und ich waren im Stehplatzblock und dort umgeben von zahlreichen Fahnen, sodass ich zwar das nötigste vom Spiel mitbekam, aber trotzdem nicht wirklich viel dazu sagen kann. Aber dafür soll es ja auch andere Quellen in diesem Internetz geben…

Zur Stimmung traue ich mir hingegen eine Meinung zu, auch wenn sich diese, scheinbar mal wieder von den meisten Meinungen unterscheidet. Während die meisten Leute von einer guten 1. und einer eher durchwachseneren 2. Halbzeit sprachen, empfand ich es anders herum. In der 1. Halbzeit kam es mir so vor, als könne der Steher nicht komplett frei drehen und auch das Echo von den Sitzern empfand ich überschaubar. Anders da in der 2. Halbzeit, wo ich meinte, dass über weite Strecken schon ganz gut gerockt wurde. Auch der Torjubel in der 81. konnte einiges. Mal komplett durchdrehen deluxe! Aber leider vermasselte uns ein Sonntagsschuss dann schlußendlich durchaus etwas die Feierei. Sportlich gesehen, denke ich jedoch kann man damit leben. Sicher ärgerlich, aber bei weiterhin 10 Punkten Vorsprung zu verkraften… Unser gegenüber, die Westkurve erinnerte mich auch von der Stimmung her an unsere Süd. Die konnten durchaus recht laut werden, aber der Ultrahaufen wirkte teilweise auf der großen Tribüne auch etwas verloren. Im großen und ganzen war das aber auch ok! Und ein paar Minuten nach dem Schlusspfiff wurde es sogar noch leicht romantisch. Nachdem sich die Jubos schon per Spruchband für den Erhalt des Namens Fritz-Walter-Stadions aussprachen gab es von Lauterer Seite Westfalenstadion-Gesänge, welche von uns wiederum mit FWS-Gesängen beantwortet wurden. Gefiel mir!

Den Berg wieder runter gerollt und am Bus angekommen stand eine recht lustige Rückfahrt an. Meine „gemischte Tüte für 7€“ löste mehr oder weniger selbstständig den sogenannten Hansa-Alarm aus und läutete einen netten kleinen Suff ein. Zwar konnte ich bei weitem nicht mithalten mit der lebenden Freakshow aus Mülheim, bei der ne Zeit lang ungefähr 27 Getränke geext wurden, aber ich war trotzdem ganz zufrieden 😉

Die Zeit zwischen den Schlücken wurde ebenfalls gut über die Runden gebracht. Dann und wann wurde mal ein Klassiker der BVB-Musikgeschichte geschmettert und natürlich stand wieder die allseits beliebte Rauswahl eines unserer Mitfahrer statt. Diesmal würde zur Überraschung aller Mitreisender der Höööcken-Dieter zum schlechtesten potentiellen Vorsänger gewählt und ein bis zwölf mal rausgesungen. Also alles wie immer.

Ansonsten gab es noch einen Kleinkrieg zwischen der nichtrauchenden und rauchenden Franktion im Bus, in Folge dessen wurde mit nackten Ärschen gedroht und Achim hätte sich beinah ein BV wegen Pyro-chen eingefangen ehe Pudding, Heiko, Achim und meine Wenigkeit in der Dortmunder Poofe landeten. Abgesehen vom Ausgleich ne recht runde Tour! Nächsten Samstag wird dann auch wieder gewonnen!

Punkteteilung mit den Schwaben

Veröffentlicht: 24. Januar 2011 von juetty in Profis
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Zusammen mit Achim ging es am frühen morgen nach Dortmund, wo die Partie gegen den VfB aus Stuttgart anstand. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stube, wo wir verwundert feststellen durften, dass es Kollege Pudding mit seiner Aufsichtspflicht nicht allzu genau nimmt, schlenderte man zum Westfalenstadion, an dem wir auch noch Heiko aufgabeln konnten.

Bis zum Anpfiff durfte man sich dann an den 4000 Stuttgarter Fans erfreuen, die schon weit vor Anpfiff mit ziemlich geschlossenen Hüpfeinlagen und Gesängen loslegten. Als der Ball rollte griff auch die Süd ins Geschehen ein. Während es es dem Rasen mit zunehmender Zeit besser laufen sollte, war der Sturm der Südtribüne hingegen nach nur wenigen Minuten schon wieder verpufft. Da ging nicht allzu viel, was mich wirklich angepisst hat. Die generell maue Tribünenleistung und 2-3 schweigende Bekannte in meinem nahen Umfeld sorgten dafür, dass ich mich stark auf die sprichwörtlichen 180 zubewegte. Kurz bevor ich diese erreicht hatte, schoß Mario Götze aber in der 43. das verdiente 1:0 und sorgte somit wieder für etwas Ruhe im innerlichen Puff.

In der zweiten Halbzeit wurde es nun ein recht munteres Spielchen. Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei der BVB die vielversprechenderen vergab. Kurz vor Ende der zweiten Halbzeit konnte jedoch der VfB das 1:1 markieren, bei dem es auch bleiben sollte.  Zwei verschenkte Punkte,die man aber zunächst einmal unter der Rubrik „Kommt vor“ verbuchen darf. Auf den Rängen konnten in der 2. Halbzeit auch eher weniger Akzente gesetzt werden. Wir dümpelten auf  mäßigem NIveau daher und beim VfB wurde es  auch ruhiger. Der Ausgleich, sowie der Punktgewinn wurde von ihnen dann aber nochmal ganz anständig gefeiert.

Naja, alles in allem kein Spiel welches man länger im Gedächtnis behalten wird. Kommenden Samstag gehts nach Wolfsurg und ich bin zuversichtlich dort wieder mehr rausholen zu können.